3. Handball-Liga : Schräbler-Team heiß auf Frankfurt

Josefine Lüthje (am Ball) kann mit der HG OKT im Falle eines Sieges in Frankfurt nach Punkten zum FHC aufschließen.
Josefine Lüthje (am Ball) kann mit der HG OKT im Falle eines Sieges in Frankfurt nach Punkten zum FHC aufschließen.

In der 3. Handball-Liga beginnt die Anreise nach Frankfurt für die Spielerinnen der HG OKT bereits um 7.30 Uhr. Beide Teams trennen nur zwei Punkte.

shz.de von
27. Januar 2018, 06:04 Uhr

„Es ist so schwer, einen Spielrhythmus zu entwickeln“, beklagt Sebastian Schräbler, Trainer der HG OKT. Vorerst wird ihm der Spielplan der 3. Handball-Liga Nord der Frauen diesen Gefallen auch nicht tun. Die letzte Partie war am 13. Januar, am Wochenende geht es zum Frankfurter HC und dann dauert es wieder zwei Wochen, bis der Ball fliegt. Danach allerdings wird es Schlag auf Schlag weiter gehen. „Wir trainieren sowieso lieber als zu spielen“, sagt der Trainer – und meint das Gegenteil. Seine Mannschaft sei heiß auf den Wettkampf. Sie habe mit höchsten Intensitäten trainiert und nun sei es an der Zeit, endlich wieder eine fremde Mannschaft vor sich zu haben.

Gut, dass es gleich ein richtiger Brocken ist, den es zu schlagen gilt. Besser gesagt drei Brocken. Da ist zum einen die lange Busfahrt (Abfahrt 7.30 Uhr). Sie muss verdaut sein, bevor der Anwurf erfolgt. Dann zieht die Damenmannschaft von der Oder immer mehrere hundert enthusiastische Fans an. Da das letzten Heimspiel am 25. November 2017 war, dürften sie doppelt motiviert sein. Und nicht zum Schluss ist da das Team des Frankfurter HC, das zwei Punkte mehr als OKT hat und auf Rang zwei steht. Da Schräbler und sein Team sich für die Rückrunde vorgenommen haben oben anzugreifen, wäre ein Sieg Gold wert. „In dieser Halle herrscht eine tolle Atmosphäre, ich freue mich sehr auf die Partie“, sagt Schräbler, „aber der Druck auf uns ist natürlich so auch größer als sonst. Wir genießen das trotzdem.“ Schon das Hinspiel hatte aus O-K-T-Sicht einige Brisanz, denn nach der Auftaktniederlage gegen Wattenbek durfte nicht noch eine weitere folgen. Es wurde ein Remis. „Seitdem sind wir zwei Punkte hinter Frankfurt, also können wir nicht so viel falsch gemacht haben“, sagt Schräbler selbstbewusst. Natürlich schiebt er die Favoritenrolle weg von seinem Team, aber dennoch hat er sich mit dem Gegner genau beschäftigt, um zu gewinnen. „Frankfurt verfügt über eine ganz starke Abwehr mit einer überragenden Torhüterin. Und auch der Angriff ist variabel und breit besetzt. Es wird eine ganz harte Aufgabe für uns, dort zu gewinnen“, denkt Schräbler. Oder anders ausgedrückt: Wenn schon endlich wieder ein Spiel ansteht und es dann auch noch so weit weg stattfindet, dann darf sich seine Mannschaft auch gern verausgaben und gewinnen. Danach ist ja wieder Pause.

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