3. Handball-Liga : Schräbler: „Müssen uns neue Aufgaben stellen“

FFranziska Peters (Mi.) war für die Henstedt-Ulzburger Abwehr nie zu halten und traf elf Mal.
Foto:
1 von 2
FFranziska Peters (Mi.) war für die Henstedt-Ulzburger Abwehr nie zu halten und traf elf Mal.

Die HG OKT unterliegt dem neuen Tabellenführer SV Henstedt-Ulzburg knapp mit 20:21 (11:10).

shz.de von
19. März 2018, 06:00 Uhr

Kropp | Trotz personeller Sorgen im Rückraum und einer zuletzt ärgerlichen Niederlage gegen den Buxtehuder SV ist die HG OKT immer noch so konkurrenzfähig, dass sie es mit allen Drittligateams aufnehmen kann. Den Beweis lieferte Sebastian Schräblers Team in der Kropper Geestlandhalle, wo es nur knapp mit 20:21 (11:10) gegen den SV Henstedt-Ulzburg verlor. Die Gäste erspielten sich durch den Sieg die Tabellenführung.

Eigentlich war die Erwartungshaltung vor der Partie gar nicht unbedingt in Richtung eines Sieges gegangen, nachdem er allerdings greifbar war, zeigt sich Schräbler schon etwas enttäuscht: „Dieses Spiel hätten wir eigentlich gewinnen müssen, das war schon ärgerlich. Im Moment haben wir zu unterschiedliche Tagesformen, heute war sie sehr gut. Dafür hätten wir uns belohnen müssen.“

Aufgrund der wenigen Aufbauspielerinnen war Schräblers taktische Marschroute, diese durch lange Angriffe zu schonen. Was klingt wie ein Paradoxon ist schnell erklärt: Henstedt-Ulzburg sollte keine Möglichkeit bekommen, viel Tempo ins Spiel zu bringen, denn ständiges Hin- und Hergerenne ermüdet deutlich mehr als Positionsangriffe. „Das hat gut funktioniert. Die Abwehrreihen haben sich gegenseitig neutralisiert“, lobt Schräbler, der mit Femke Lobstaedt zudem eine formstarke Torhüterin hatte.

Die erste Halbzeit war geprägt von ständig ausgeglichenen Zwischenständen. Kurz nach der Pause erzielte Franziska Peters per Siebenmeter das 14:10 (37.) und weckte damit Hoffnungen. Auch ihr 17:14 (45.) machte noch Mut, doch spätestens nach Marleen Kadenbachs 18:18 (53.) war klar, dass es ganz eng werden würde. Dass die neunfache Torschützin letztendlich auch den Siegtreffer warf, passte. „Wir hatten sie am Anfang gut im Griff, nur in der Schlussphase hat sie zu oft getroffen“, so Schräbler. Kadenbach netzte dreimal in sieben Minuten. „Schade, wir haben unnötig verloren“, so der OKT-Coach.

Seine Mannschaft ist damit aus dem Meisterrennen vollständig ausgeschieden und kann es aus gesicherter Position beobachten. „Ich glaube, dass Henstedt-Ulzburg, Harrislee oder Jörl Meister werden. Wir müssen uns für die letzten vier Spiele andere Aufgaben stellen“, sagt der Trainer. So sollen beispielsweise weitere taktischen Mittel ausgebaut sowie der Konkurrenzdruck hoch gehalten werden. „Es ist Luxus für uns, dass wir uns keine Gedanken mehr um den Abstieg machen müssen und bereits für die nächste Saison ausprobieren können. Natürlich sollen dabei aber auch Erfolgserlebnisse nicht zu kurz kommen“, sagt Schräbler. Gleichzeitig läuft die Kaderplanung. Gesucht sind Rückraumspielerinnen. „Wir bräuchten zwei bis drei neue und es gab auch schon Probetrainings“, verrät der Trainer.


HG OKT: Lobstaedt, Fasold – Ewert (1), Seidel (2/1), Trceziok, Rohwer, Fimmen (2), Krück, Völzke (2), Peters (11/5), Detlefsen (2), Lüthje, Haudrup, Lübker.


zur Startseite
Karte

Kommentare

Leserkommentare anzeigen