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Segeln : SCE steuert aufs Podest und in die 2. Bundesliga

vom
Aus der Redaktion der Eckernförder Zeitung

Justus Braatz, Tobias Strenge, Jens Marten und Terje Klockemann gewinnen vier von acht Wettfahrten.

Eckernförde | Rund zwei Jahre ist es her, als eine Gruppe junger Segler aus dem Jugendbereich des Segelclub Eckernförde (SCE) mit dem Virus „Segel-Bundesliga“ infiziert wurden. Was dann folgte, war die Überzeugung der Vereinsmitglieder, Einwerbung finanzieller Unterstützung, Kauf eines Bootes vom Typ J70 und viel Training.

Dass sich der Aufwand schon nach etwas über einem Jahr gelohnt hat, stellten die Segler bei der diesjährigen Kieler Woche mit einem souveränen Sieg unter Beweis. Mit vier ersten Plätzen in acht Wettfahrten erarbeiteten sich Jens Marten (Steuermann), Terje Klockemann (Fock/Gennaker), Justus Braatz (Vorschiff) und Tobias Strenge (Achterstag/Traveller) 18 Punkte vor dem Spitzenreiter der J70-Rangliste Gordon Nickel und seiner Mannschaft von der SV Wilster. Für die Crew aus Eckernförde hat der Kieler-Woche-Sieg jedoch noch eine weitere Bedeutung. So segelte die J/70-Klasse vor Kiel ihr zweites Regionalliga-Event, und mit dem Sieg stehen die Eckernförder als Meister und direkter Aufsteiger in die 2. Bundesliga fest.

Viel Training haben die Segler aus Eckernförde investiert, haben auf vorangegangenen Regatten in Kiel und Hamburg ihre Technik verfeinert und den Bootstrimm verbessert. „Für uns als relativ schwere Crew waren die Bedingen an den vier Tagen recht gut“, berichtet Terje Klockemann. Mit dem Ziel des Bundesligaeinstiegs vor Augen, segelten die vier zunächst gegen ihren Hauptgegner Florian Reichel vom Schaumburg Lippischen Segelverein, der als Zweiter der Regionalliga Nord, den begehrten Schritt in die Bundesliga streitig machen könnte. In den Folgewettfahrten änderte die Crew ihre Strategie und fuhr auf dem Kreuzkurs dem Feld davon. „Jens hat einfach gut und sauber durch die Welle gesteuert“, lobt Klockemann, als dann auch alle Manöver sicher, schnell und ohne Fehler erfolgten, konnte die Konkurrenten in den anderen Booten einfach nicht mehr mithalten.

„Auch haben wir viel mit dem Bootstrimm experimentiert und unsere Sitzposition hoch am Wind deutlich weiter nach hinten verlagert“, so Klockemann. Eher konservative Starts, jegliches Risiko vermeidend, danach das restliche Feld taktisch kontrollieren lautete das Geheimrezept, das schließlich aufging. Geholfen haben auch ein neues Vorsegel und Gennaker, die von einem Sponsor zur Verfügung gestellt wurden. Noch stehen die vier, aus einem Pool von insgesamt acht SCE-Seglern, darunter auch eine Steuerfrau, am Anfang, doch schon in einer Woche geht es weiter zur deutschen Meister-schaft nach Flensburg. Ins Auge gefasst haben die Segler auch die Weltmeisterschaft im September in Sardinien, damit das jedoch klappt, fehlen noch Sponsoren, die das Projekt unterstützen. Da sind die jungen Segler allerdings zuversichtlich, schließlich ist es der Segelsport, der den Namen Eckernförde zum ersten Mal im Rahmen einer Bundesliga bekannt machen wird.

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