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Segelsport : SCE-Crew packt eigene Zielvorgabe

vom
Aus der Redaktion der Eckernförder Zeitung

Bei der Segel-Weltmeisterschaft in der J70-Klasse in Porto Cervo auf Sardinien wurde die Eckernförder Crew 13. und ohne Profis 7.

shz.de von
erstellt am 21.Sep.2017 | 06:00 Uhr

Eckernförde | Viel Wind und ein perfektes Segel-Revier, die vierte Weltmeisterschaft in der aufstrebenden J70-Klasse in Porto Cervo auf Sardinien war weltweit die größte Veranstaltung ihrer Art. Entsprechend hochkarätig waren auch die 171 Teilnehmer aus den insgesamt 24 Nationen, von denen ein Großteil aus dem Profisegment kam. Mit dabei auch die J70-Crew des Eckernförder Segelclubs, die schon im Frühjahr von sich reden machte, als sie die Kieler Woche gewann. Inzwischen für die 2. Segel-Bundesliga qualifiziert, stellte die SCE-Crew zusammen mit 30 weiteren hochkarätigen deutschen Mannschaften das zweitgrößte Kontingent nach den Italienern, auf dem Revier an der Costa Smeralda.

„Unser Ziel, im zweistelligen Bereich zu landen, haben wir erreicht“, bewertete Terje Klockemann (Taktik) das Ergebnis, das zugleich auch innerhalb des ersten Viertels aller deutschen Teilnehmer liegt. So landeten die Eckernförder in der „Silver Fleet“ auf dem 13. Platz, rechnet man dann aus dem Ergebnis noch die Profi-Segler heraus, bleibt ein respektabler 7. Platz für die erst seit einem Jahr segelnde Crew übrig.

Nur ganz knapp schrammte die Crew an der Goldfleet vorbei, bedingt durch einen kaputten Gennaker im ersten Qualifikationslauf war auf dem Raumkurs, bei dem Geschwindigkeiten von bis zu 20 Knoten drin waren, ein Mithalten ohne das Segel einfach nicht mehr möglich. Der für die Gegend berüchtigte Mistral mit Böen bis zu elf Windstärken verhinderte an den ersten beiden Tagen einen Start, so dass von den geplanten sechs Wettfahrten nach der Qualifikation nur noch drei übrig blieben. Die mögliche vierte Wettfahrt wurde aufgrund des zu starken Windes wiederum abgesagt.

Lag der Schwerpunkt bei den deutschen Regatten bislang auf optimale Manöver, sahen sich Charlotte Braun-Dullaeus, Terje Klockemann, Niels Nielsen und Felix Rohwedder diesmal Teams gegenüber, die in erster Linie auf das Geschwindigkeitspotenzial der langen Kurse setzten. Teilweise hatten diese zusätzlich noch einen fünften Segler an Bord, was bei den vorherrschenden Winden von bis zu Stärke sechs ein nicht zu unterschätzender Vorteil war.

„Einige testen ihre Geschwindigkeit, indem sie beim Training drei Boote nebeneinander fahren ließen, während an den Trimmeinstellungen verändert wurde. Solche Möglichkeiten haben wir leider nicht“, berichtet Steuerfrau Braun-Dullaeus, die auch in dieser Hinsicht mit ganz neuen Erkenntnissen wieder nach Hause kam.

Ihren Dank spricht die Crew den SCE-Angehörigen aus, die mit gezielten Spenden die Teilnahme an der Weltmeisterschaft ermöglichten, der Dank gilt aber auch der Firma Yachtsport Eckernförde, die über das ganze Jahr große Unterstützung leistete und im kommenden Jahr vom NV-Verlag sowie der Kat-Gruppe ergänzt wird.

Weltmeister wurde Peter S. Duncan vom American Yacht Club (USA). Magnus Simon vom Mühlenberger Segel-Club landete als bester Deutscher im Gesamtklassement auf dem 28. Platz.

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