Rüder gewinnt Großen Preis

Sieger in Ehlersdorf: Hans-Thorben Rüder gewinnt mit Singu in fehlerlosen 35,85 Sekunden den Großen Preis.
Sieger in Ehlersdorf: Hans-Thorben Rüder gewinnt mit Singu in fehlerlosen 35,85 Sekunden den Großen Preis.

CSN Ehlersdorf: Jörg Naeve wird auf Be Aperla VA Dritter hinter Sven-Gero Hünicke auf Sunshine Brown

shz.de von
25. Juli 2018, 06:02 Uhr

Hans-Thorben Rüder kann sich mächtig freuen, in Ehlersdorf hatte er auch allen Grund dazu: Mit dem neun Jahre alten Singu, einem Holsteiner Wallach, gewann der 44-Jährige aus dem westfälischen Greven in fehlerlosen 35,85 Sekunden den Großen Preis auf der Anlage von Jörg Naeve.

„Das ist ein fantastisches Turnier, ich komme sehr gern wieder“, sagte der Sieger mit Blick auf den Veranstalter Jörg Naeve, der auf dem dritten Platz mit Be Aperla VA landete. Am liebsten sähen es die Kollegen, wenn Naeve jedes Jahr zum CSN bitten würde, denn Sandplätze und Halle auf seinem Gelände entsprechen modernsten Standards. Der Turnierveranstalter ist selbst wochenlang als Teilnehmer bei internationalen Turnieren im Einsatz. Da wird die Zeit knapp für die Organisation, und er will Freunde und Partner auch nicht jedes Jahr für das Sponsoring ansprechen. „Ich war zum ersten Mal hier, vorher noch nie“, sagte Rüder, „eigentlich erstaunlich, wir kennen uns schließlich schon ewig”.

Platz zwei ging an Sven-Gero Hünicke aus Fehmarn, der mit Sunshine Brown in 36,06 Sekunden und fehlerfrei durchs Stechen „fegte“. Hünicke war 2016 Deutscher Meister der Jungen Reiter und stammt, wie Sieger Rüder, von der Ostseeinsel Fehmarn. Auch Hans-Thorben Rüder hat in 13 Jahren im westfälischen Greven nie darüber nachgedacht, den Verein zu wechseln.

Mit dem Bronzerang ist Jörg Naeve „sogar sehr zufrieden, die Stute sprang hervorragend“. Immerhin musste sich Naeve zwischen den Rollen als Teilnehmer und Veranstalter aufteilen und bekam den Spagat gut hin. Mit dem Schweden Rolf-Göran Bengtsson und dem niederländischen Hengst Ermindo W reihte sich auf Rang vier ein absoluter Weltstar des Springsports in die Platzierungsliste ein. Bengtsson gewann bereits EM-Gold und Olympiasilber, war 2014 Vierter der WM. Bengtsson hatte eine Schrecksekunde zu bestehen, denn Ehefrau Evi, die Platz 5 belegte, stürzte nach dem Stechen mit La Pasion de Caballo Ulika vom Pferd. Die Reiterin wurde sofort ärztlich betreut und zur Abklärung von Verletzungen weiter untersucht. Erfolgreichste Amazone des Turniers war die Deutsche Meisterin von 2016 trotzdem.

Jens Baackmann aus Münster, der sich einen Tag zuvor in Ehlersdorf bereits den Sieg im Holsteiner Masters Springcup gesichert hatte, wurde im Großen Preis Siebter und damit erfolgreichster Reiter der Großen Tour. Lohn der Mühe war ein neuer Stadtflitzer. Baackmann sicherte sich dank zweier Super-Runden mit der jungen Stute Clärchen auch den Sonderehrenpreis als Reiter des erfolgreichsten Pferdes der Youngster-Tour, einen Sattel der Firma Equipe.

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