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Segeln : Routiniers am Ruder

vom
Aus der Redaktion der Eckernförder Zeitung

35 Teilnehmer bei der Laser-Master-Regatta auf dem Wittensee – zu wenig Wind lässt Sonnabend nur eine Wettfahrt zu

Wittensee | Jungsegler waren am vergangenen Wochenende nicht zugelassen, als sich 35 Teilnehmer zur diesjährigen Laser-Master Regatta beim Wassersportclub am Wittensee im sechsten Jahr in Folge trafen. Erst ab einem Alter von 35 hat man Eintritt in eine Regattaszene, in der sich kein Teilnehmer mehr etwas beweisen muss.

Nach oben gibt es bei den Mastern keine Altersgrenze, auch wenn der Bootstyp mit seinem niedrigen Freibord, was den sportlich körperlichen Anspruch betrifft, etwas anderes signalisiert. Mit Jahrgang 1940 war Peter Koloske (WSCW) der älteste männliche Teilnehmer, bei den Damen behauptete sich mit 66 Jahren Melanie Schilling aus Berlin.

Spiegelglatt war der See zur offiziellen Wettfahrteröffnung am Sonnabend um 13 Uhr, so dass an Segeln nicht zu denken war. Während einige die Zeit nutzten, um an ihren Booten zu basteln, stellten sich Wolfgang Fuss (WSCW) und Sepp Maurer aus Überlingen ein Schachbrett auf das Heck eines Bootes, um sich die Zeit zu vertreiben. Gegen 16 Uhr, als die Wasseroberfläche sich leicht kräuselte, entschied sich Wettfahrtleiter Finn Mrugalla doch noch, die Segler aufs Wasser zu schicken, nachdem dem Windmesser mit viel Wohlwollen knapp 3 m/s (Windstärke 1) abgerungen wurde. Zu mehr als eine Wettfahrt ließ sich der Wind jedoch nicht überreden.

Besser ging es dann am Sonntagmorgen. Wind aus Nordost um drei Windstärken forderte die Teilnehmer weniger körperlich, dafür jedoch taktisch heraus, denn je weiter die Segler in den einzelnen Wettfahrten immer wieder unter Landabdeckung kamen, wirkten sich Winddrehungen um rund 50 Grad immer stärker aus. Davon wenig beeindruckt zeigt sich der ehemalige Olympiateilnehmer und Weltmeister im Finn Dinghi Wolfgang Gerz vom Wörthsee, er segelte mit insgesamt vier ersten und einem zweiten Platz seinem Hauptkonkurrent Thomas Müller, der schon in der Vergangenheit den begehrten Mühlen-Wanderpokal vom WSCW mit nach Hause nahm, mit zehn Punkten Vorsprung davon. In der Damen-Wertung setzte sich Alexandra Weihrauch aus Hamburg vor der Berlinerin Jaqueline Reckziegel durch.

Ergebnisse


Master/Grandmaster (35- 64)

1. Thomas Müller (Köln)
2. Helge Spehr (Kiel)
3. Thorsten Wyk Röbel (Müritz)


Great Grandmaster ab 65

1. Wolfgang Gerz (Wörthsee)
2. Michael Nissen (München)
3. Wolfgang Fuss (Wittensee)


Damen Wertung

1. Alexandra Weihrauch (Hamburg)
2. Jaqueline Reckziegel (Berlin)
3. Melanie Schilling (Berlin)


Den Mühlenpreis, der sich aus der Formel Alter minus gesegelte Punkte ergibt, erhielt Wolfgang Gerz vom SV Wörthsee.

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