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Triathlon : Pure Freude beim Osteeman113

vom
Aus der Redaktion der Eckernförder Zeitung

Die gebürtige Eckernförderin Anine Hell wurde hinter der Flensburgerin Hanna Winckler Zweite bei der Premiere des Ostseemann113.

Damp | Einen besseren Start hätte der neue OstseeMan113-Triathlon kaum erwischen können. Nahezu perfekte Triathlon-Bedingungen empfingen die rund 600 Einzelstarter und die 300 Athleten in den 100 Staffeln und bescherten diesen einen Sporttag, der viele glückliche Gesichter hinterließ. Die Cracks der Szene freuten sich darüber, bei einer Startgelegenheit auch mal im Norden die Ausdauer austesten zu können, und viele Sportler aus der Region genossen im Ziel das Gefühl, eine neue Herausforderung in heimischen Gefilden bewältigt zu haben.

1,9 km Schwimmen, 90 km Radfahren und 21,1 km Laufen – mit diesem Dreikampf, der mit seiner Gesamtlänge von 113 Kilometern genau der Hälfte der klassischen Langdistanz entspricht, hatten die Veranstalter genau den Nerv der Triathlonszene getroffen. Aus vielen Teilen Deutschlands waren Ausdauerfreaks nach Damp gekommen, um einmal einen Triathlon im Meer zu starten. Vor allem aber hatte der neue OstseeMan113 aber in der Region eine neue Motivationswelle ausgelöst. Neben erfahrenen Triathleten nutzten auch viele Debütanten die Gelegenheit, sich bei der halben Langdistanz mal in neue Dimensionen des Durchhaltevermögens vorzutasten.

Eine der Debütantinnen, die sich zum ersten Mal an die 113 km gewagt hatten, durfte sich gleich als Siegerin feiern lassen. Hanna Winckler absolvierte in Damp erstmals einen Triathlon auf dieser Distanz und bestätigte die Klasse, die sie auf den kürzeren Distanzen mehrfach schon bewiesen hatte. Die 30-jährige Flensburgerin, die für das Kölner Triathlon-Team 01 startet, ließ in 4:13:36 Stunden alle hinter sich und wurde als erste Siegerin der OstseeMan113-Geschichte bejubelt. Winckler stieg nach dem Schwimmen als drittschnellste Frau am Damper Yachthafen aus der Ostsee und zog schon in der Wechselzone und auf den ersten Radkilometern an den beiden vor ihr liegenden Mitstreiterinnen vorbei. Mit der schnellsten Radzeit des Tages baute sie bei der 90 Kilometer langen zweiten Disziplin ihre Führung stetig aus und konnte mit einem komfortablen Vorsprung auf die Laufstrecke gehen. „Auf dem Rad lief es optimal, aber beim Laufen habe ich mich zum Schluss von einer Getränkestation zur nächsten durchgehangelt. Lange Laufstrecken mag ich eigentlich nicht und trainiere fast nie mehr als 10 km“, erklärt die spätere Siegerin, die trotz der mühseligen Schlusskilometer aber ihren Erfolg ungefährdet ins Ziel brachte. „Die Strecke ist mir eigentlich zu lange, aber ich hatte einfach Lust, hier mal mitzumachen“, so Winckler. Einen Langdistanz-Start von ihr wird es sicher nicht geben. Hochzufrieden mit ihrem zweiten Platz und begeistert von der Atmosphäre an der Ostsee zeigte sich auch Anine Hell, die aus Basel in ihre alte Heimat gereist war. „Es ist toll, dass es hier jetzt sowas gibt. Ich plane jedes Jahr einen Wettkampf im Norden und der OstseeMan113 war da perfekt“, erklärt die gebürtige Eckernförderin, die mit der schnellsten Laufzeit aller Frauen noch auf den Silberrang lief. Auch bei den Männern war es der schnellste Radfahrer, der am Ende jubeln durfte. Markus Thomschke vom OSSV Kamenz fuhr mit dem Rad an die Spitze und ging als Erster auf die Laufstrecke, wo es aber spannend blieb. Thomschke gewann in starken 3:46:06 Stunden. Als bester Triathlet aus dem Altkreis bestätigte Oke Büll seine starke Form. Der 41-Jährige vom Triathlonverein Dänischer Wohld erkämpfte in 4:17:12 Stunden den 42. Platz der Gesamtwertung. Platz. Insgesamt 440 Männer und 75 Frauen durften sich am Ende ein Finisher-Shirt überstreifen.

Im Staffelwettbewerb gab es für drei Eckernförder Grund zum Jubeln. Schwimmerin Anja Heil, Radfahrer Tjorden Delfs und Malageta Debesay bildeten nach 3:52:35 Stunden als Team Baltic Physio die schnellste Mixed-Staffel des Tages und ließen auch nur die beiden schnellsten Männerstaffeln früher ins Ziel laufen.


> Alle Ergebnisse im Internet unter http://gluecksburg-half.r.mikatiming.de/2017/


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