Provinz schlägt große Hallen

Hier beeindruckt der Spitzen-Wrestler Da Mack (re.) den Eckernförder Titelverteidiger Garett Noah mit einem Drop-Kick, musste sich am Ende aber nach einer kleinen Unachtsamkeit dem Lokal-Rivalen nach einem Einroller beugen.
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Hier beeindruckt der Spitzen-Wrestler Da Mack (re.) den Eckernförder Titelverteidiger Garett Noah mit einem Drop-Kick, musste sich am Ende aber nach einer kleinen Unachtsamkeit dem Lokal-Rivalen nach einem Einroller beugen.

Wrestling: Neuer Zuschauerrekord im Carls bei der 20. BCW-Veranstaltung – Lokalmatador besiegt Top-Wrestler Da Mack

shz.de von
01. März 2018, 06:00 Uhr

Eine ganz besondere Veranstaltung sollte die 20. Wrestling-Show „BCW Danger Zone 2018“ der Baltic Championship Wrestling (BCW) Eckernförde werden. Zum dritten Mal hatte der Verein ins „Carls“ eingeladen und ein Event auf die Beine gestellt, bei dem die 220 Zuschauer enthusiastisch mitgingen. Mit immer wieder neuen choreografischen Höchstleistungen und überraschender Hebe-, Sprung- und Wurf-Figuren wussten die Protagonisten das begeisterte Publikum in ihren Bann zu ziehen.

„So viele Zuschauer hatten wir noch nie und denen haben wir es auch zu verdanken, dass unsere Shows stetig besser werden und sich immer größerer Beliebtheit erfreuen“, sagte der BCW-Vorsitzende Gerrit Wiebenson, noch ziemlich erschöpft nach seinem grandiosen Fight als Garett Noah gegen den international hoch angesehenen Wrestler Da Mack. Dieser befand sich in einem Gänsehaut-Finale auf der Siegerstraße, hatte aber wegen einer kleinen Unachtsamkeit gegen Noah überraschend noch das Nachsehen. Da Mack war für die World Wrestling Entertainment (WWE) für Deutschland im großen Cruiserweight Classics-Turnier im Einsatz, um sich mit großen Namen aus aller Welt messen zu können und verfügt über Erfahrungen aus Kämpfen in ganz Deutschland, England sowie aus Übersee. „Ich bin angenehm überrascht, hier in der Provinz eine solche Show zu erleben. Die Zuschauer sind hier mit dem Herzen dabei, das gefällt mir viel besser, als das Unpersönliche in den große Hallen“, lobt der weit gereiste Da Mack den Veranstalter.

„Ich bin vor einem Jahr erstmals über Land bei einer BCW-Wrestling-Show dabei gewesen – das war schon nicht schlecht. Wie sich der Club mit seinen Shows in diesem Jahr entwickelt hat, hätte ich nicht für möglich gehalten. Sie haben ein unglaublich hohes Niveau“, findet auch der aus Bad Oldesloe angereiste Ringsprecher Tim Petrowski positive Worte. 14 Minuten benötigte der Schwinger Club, um vom Team Rock’n’Roll-Radicalz den BCW-TagTeam-Champions-Titel zu erobern. Nach drei weiteren Single-Matches folgte der zweite von drei Hauptkämpfen. Herausforderer Chris Tyson setzte dem Weltenbummler Lucas Robinson zwölf Minuten lang zu, ehe er im BCW X-Plosion-Match mit einem sogenannten Devil-Look-DDT für den zweiten Titelwechsel sorgte.

Eine spektakuläre und bislang nie gesehene Hebefigur boten in einem Three-Way-Match Green-Ranger Felix, Bruno Bravo und Nickolas Kluth, die alle drei übereinander den Tower of Doom zum Erstaunen des Publikums präsentierten, ehe es zum mit Spannung erwarteten Hauptkampf kam. Der beliebte Lokalmatador Garett Noah stellte sich als Verteidiger des im Oktober 2017 errungenen BCW-National-Titels dem 30-jährigen Da Mack. Eine mutige Entscheidung, war aus den Reihen des Publikums zu hören. Und von Beginn an zeigte sich, weshalb sein Gegner derart hoch gehandelt wird. Unglaublich schnell und behände agierte der „Mackster“ und setzte dem Eckernförder gewaltig zu. Als ihm gegen Noah ein perfekter Dropkick gelang, sah es nach dem Ende des Kampfs aus, doch Noah erholte sich und nutzte eine kleine Unachtsamkeit seines überlegenen Gegners und verteidigte seinen Titel mit einem Einroller, was für Riesenjubel im „Carls“ sorgte.

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