Handball : Pokal-Leckerbissen in Altenholz

Der Einsatz von Tommy Fängler (li.), hier im Test gehen Harald Reinkind vom THW Kiel, beim DHB-Pokalturnier in eigener Halle ist fraglich.
Der Einsatz von Tommy Fängler (li.), hier im Test gehen Harald Reinkind vom THW Kiel, beim DHB-Pokalturnier in eigener Halle ist fraglich.

Im DHB-Pokalturnier trifft der TSVA auf Schwerin. Erstligist Hannover-Burgdorf bringt Stars wie den Spanier Cristian Ugalde mit.

shz.de von
16. August 2018, 16:00 Uhr

Altenholz | Pokalfieber in Altenholz. Passend zum 70-jährigen Vereinsgeburtstag richtet der TSV Altenholz das Handball-Nord-Turnier Nummer 4 in der Auftaktrunde des DHB-Pokals aus. Gespielt wird ein Final-Four-Turnier am Sonnabend (ab 16.30 Uhr) und Sonntag (17 Uhr) in der Edgar-Meschkat-Halle.

Zunächst trifft Bundesligist TSV Hannover-Burgdorf mit der spanischen Rakete Cristian Ugalde – kam von Veszprém – auf den Zweitligisten VfL Eintracht Hagen. Zur gewohnten Drittliga-Heimspielzeit der „Wölfe“ um 19.30 Uhr kommt es zum direkten Duell mit den vom ehemaligen Altenholzer Meistertrainer Mannhard Bech gecoachten Mecklenburger Stieren aus Schwerin.
Diese hätten das Turnier nach der Auslosung eigentlich ausrichten dürfen, reichten vermutlich aus wirtschaftlichen Erwägungen den Stab an den TSV Altenholz weiter. „Wir haben im vergangenen Jahr mit der Veranstaltung bereits gute Erfahrungen gemacht“, sagt der Altenholzer Geschäftsführer Sport, Matthias Fehrke. Der kaufmännische Geschäftsführer Sönke Bergemann rechnet derweil mit spitzem Bleistift und hofft auf eine „schwarze Null“ nach Abschluss. Vor allem die Fahrtkosten für drei Gäste-Teams schlagen ordentlich ins Kontor.

Für die Handball-Fans ist diese Veranstaltung ein Turnier der Kategorie „oberste Sahne“. Als Geschmacksverstärker oder vielleicht als Nervennahrung gibt es passend zum Spiel Weingummi im Wolfs-Look zu kaufen. „Das hat nicht jeder“, lacht Fehrke.

Die TSV Hannover-Burgdorf, die am Mittwoch dem THW Kiel in einem Freundschaftsspiel mit dem 28:22-Sieg den ersten Schrecken der Saison einjagte, gilt als großer Favorit auf den Turniersieg. Dabei fehlten Star-Trainer Carlos Ortega neben dem Ex-Kieler Ilja Brozovic noch Kapitän Kai Häfner, Mait Patrail und Torge Johannsen. Beim Pokal soll angeblich nur Brozovic fehlen.

Von personellen Problemen wird auch der TSVA geplagt. Die Rückraumspieler Tommy Fängler und Jonas Ottsen mussten mit Fußproblemen im Training kürzer treten. Ein dickes Fragezeichen steht hinter dem Einsatz von Tobias Höricke, der sich im Training eine Knieverletzung zuzog. „Wir werden trotzdem Gas geben“, verspricht Baltic Tempohandball. Eine Ausrichtung, die Bech analog zur damaligen Zeit in Altenholz ebenfalls verfolgt. „Mit unseren Personalproblemen ist es so, als wenn ein krasser Außenseiter zu Bayern München fährt“, zieht Bech ein Beispiel aus der Fußball-Bundesliga heran. Der 50-Jährige, der wegen eines beruflichen Termins von Co-Trainer Stefan Riediger vertreten wird, beklagt drei Ausfälle. Torhüter Jan Kominek sowie die Rückraumspieler Jan Grolla und Lutz Weßeling fehlen. Linksaußen Christian Zufelde und Rückraumspieler Morten Petersen sind gerade erst wieder ins Training eingestiegen.

Die Sieger dieser und der vorangegangenen Partie bestreiten am Sonntag 17 Uhr das Finale und kämpfen um den Einzug in die Runde der letzten 16 Mannschaften im DHB-Pokal. Fehrke und Bergemann empfehlen für das Wochenende das Superkombiticket, das für beide Tage 36 Euro (Kinder bis 14 Jahre 25 Euro) kostet und 180 Minuten Handball-Power garantiert. „Unsere Mannschaft hat sich die Unterstützung der Fans verdient“, sagt Fehrke.

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