Handball-Landesliga : Perfekter Einstand für EMTV-Trainer Affeld

Erstes Spiel, erster Sieg: Der neue EMTV-Coach Holger Affeld hatte gegen Pahlhude/Tellingstedt oft Grund zum jubeln.
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Erstes Spiel, erster Sieg: Der neue EMTV-Coach Holger Affeld hatte gegen Pahlhude/Tellingstedt oft Grund zum jubeln.

Eckernförder besiegen trotz Personalnot die SG Pahlhude/Tellingstedt mit 36:27 und feiern ihren zweiten Saisonerfolg.

shz.de von
04. Dezember 2018, 08:48 Uhr

Eckernförde | Wenig Hoffnung bestand im Lager des Eckernförder MTV im so wichtigen Heimspiel der Handball-Landesliga Nord gegen die direkte Abstiegskonkurrenz der SG Pahlhude/Tellingstedt einen Sieg einzufahren. Denn neben den bekannten Ausfällen von Ben Wischer, Sebastian Glowalla sowie Fabian Huth mussten kurzfristig auch noch Christian Levien, Marvin Sievers sowie Henrik Böttcher ersetzt werden. Somit fehlte eine komplette Mannschaft, was den Aufsteiger aber nicht davon abhielt einen 36:27 (18:13)-Sieg zu feiern.

Unbeeindruckt von der Personalnot versprühte der neue EMTV-Trainer Holger Affeld einen unbändigen Optimismus und diesen setzten seine Schützlinge herausragend um und rissen so das Publikum mit. Die Gäste wurden mit jeweils 18 Gegentoren pro Halbzeit chancenlos nach Hause geschickt.

„Ich muss zugeben, diese Stärke der Eckernförder habe ich nicht erwartet. Sie schnitten uns wie entfesselt den Schneid ab“, gibt SG-Trainer Detlev Sieper zu. Der neue Eckernförder Coach war dagegen nach dem Spiel extrem stolz auf die Leistung seines Teams: „In den bisherigen drei Wochen blieb mir nicht viel Zeit, mein Konzept zu verdeutlichen. Aber diese lernhungrige Mannschaft saugt jede Übung auf und versucht alles sofort zu verinnerlichen, was man nun gehen Pahlhude gesehen hat. Teamgeist, Einsatzbereitschaft, Lauffreude und vor allem, der absolute Wille zu gewinnen haben den Ausschlag für diesen grandiosen Erfolg gegeben.“ Affeld selber lebte an der Seitenlinie bei seinem Debüt den puren Enthusiasmus vor und bejubelte Torerfolge frenetisch, wie noch kein EMTV-Trainer zuvor.

Überragender Eckernförder war der junge Torhüter Clemens Heldt, der mit seinen Paraden die gegnerischen Angreifer schier zur Verzweiflung brachte und damit seinen Vorderleuten den passenden Rückhalt bot. Und hier stachen aus einer geschlossenen Mannschaftsleistung der immer stärker werdende Jonas Skripczynski mit seinen sieben Toren, Jost Andreas (6) sowie Marvin Kraack, der allein neun Mal traf, noch einmal heraus.

Bis zum 6:6 nach acht Minuten war es eine Partie auf Augenhöhe, doch danach nahmen die Hausherren das Heft mit ihren schnellen Vorstößen in die Hand und lagen nach 20 Minuten 13:8 in Front . Mit einem Fünf-Tore-Vorsprung ging es auch in die Kabine.

Ohne jede Ermüdungserscheinungen machte das Affeld-Team zu Beginn des zweiten Spielabschnitts dort weiter, wo es zuvor aufgehört hatte. Die Gäste fanden keine Mittel und wirkten bald resigniert, wobei sie fast kampflos zusehen mussten, wie die Platzherren den Vorsprung immer weiter ausbauten und die Partie früh entschieden. Nach der Schlusssirene wurde der zweite Saisonsieg frenetisch gefeiert. Von der Tribüne gab es lang anhaltenden Applaus. „Wir müssen aber die Kirche im Dorf lassen, nicht jedes Spiel läuft so ab. Dafür muss noch viel getan werden“, richtet der EMTV-Coach den Blick bereits auf die schwere Partie gegen den Tabellenzweiten, TSV Büsum, der am kommenden Sonnabend ab 19 Uhr in der Wulfsteerthalle zu Gast ist.

Eckernförder MTV: C. Heldt, Mertens – Sothmann (4), M. Heldt (3), Skripczynski (7), Kroniger (4/1), Reimer (1), Andreas (6), Schäffler (1), Kraack (9), Fleischmann (1).


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