Owschlag steht vor Herkulesaufgabe

So leicht zum Torwurf, wie hier gegen den Berliner TSC, wird Inga Lena Panck (Mi.) gegen die Füchse Berlin wohl nicht kommen. Foto: Gerken
So leicht zum Torwurf, wie hier gegen den Berliner TSC, wird Inga Lena Panck (Mi.) gegen die Füchse Berlin wohl nicht kommen. Foto: Gerken

3. Handball-Liga Nord, Frauen: TSVO empfängt heute (17 Uhr) den noch verlustpunktfreien Tabellenführer Füchse Berlin

shz.de von
14. April 2012, 03:59 Uhr

Owschlag | Geht alles mit rechten Dingen zu, werden die Handball-Frauen des TSV Owschlag heute klar den Kürzeren ziehen. Die Mannschaft von Trainer Rainer Peetz muss in eigener Halle gegen den scheinbar übermächtigen Spitzenreiter der 3. Liga Nord antreten. Die Füchse Berlin fertigen ihre Gegner in schöner Regelmäßigkeit Woche um Woche regelrecht ab. Eine echte Herkulesaufgabe für den TSV.

Das Team aus der Hauptstadt hat all seine 22 Saisonspiele gewonnen. Ein Torverhältnis von plus 302 Treffern spricht Bände. Im DHB-Pokal-Viertelfinale drohte selbst der aktuelle Bundesliga-Tabellenführer Buxtehuder SV lange Zeit in Berlin zu scheitern. Am Ende schrammten die Füchse haarscharf an der Sensation vorbei, verloren mit 32:34. Was soll der TSV da bloß ausrichten, wenn heute um 17 Uhr in Owschlag angepfiffen wird? Vermutlich nichts, weiß auch Peetz. "Wenn man ehrlich ist, müssen wir froh sein, wenn wir keine Packung bekommen. Eine echte Chance auf zwei Punkte haben wir eigentlich nicht", so die Einschätzung des Trainers.

Abschenken wollen seine Spielerinnen die Partie trotzdem nicht. Sie möchten ihren Fans in eigener Halle etwas bieten. Bis auf die Langzeitverletzte Ina-Lena Elwardt hat Peetz alle Frauen an Bord. Dass selbst die Berlinerinnen verwundbar sind, haben die Owschlagerinnen schon im Hinspiel bewiesen, als sie zeitweise mit sechs Toren in Front lagen. Am Ende stand eine 28:31-Niederlage zu Buche. Nur dem TV Oyten gelang im bisherigen Saisonverlauf eine knappere Niederlage gegen Berlin.

Peetz gerät ins Schwärmen, wenn er über den heutigen Gegner spricht. "Die Füchse haben 20 Spielerinnen im Kader, alleine acht Rückraumakteure sind dabei. Davon können wir nur träumen. Sie können beliebig aufs Tempo drücken, haben eine unglaubliche physische Präsenz auf dem Spielfeld", so Peetz.

Der Coach hält die Begegnung gegen die Füchse für das zweite große Highlight in diesem Kalenderjahr - nach der Pokalpartie gegen den Rekordmeister HC Leipzig. "Die Zuschauer dürfen sich mal wieder auf schöne Handballkost freuen", sagt der Owschlager Trainer und hofft natürlich darauf, dass auch seine Spielerinnen ihren Anteil daran haben.

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