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3. Handball-Liga : Olaf Keck übernimmt OKT

vom
Aus der Redaktion der Eckernförder Zeitung

In der 3. Handball-Liga der Frauen steht Olaf Keck als neuer wird der Vertrag von Trainer Vagn Hansen bei der HG OKT nicht verlängert. Sein Nachfolger kommt aus Niedersachsen.

Am Dienstagabend stellte Jens Stolley, aus dem Vorstand der HG OKT, Olaf Keck als neuen Trainer der 3. Liga-Handballerinnen vor. Keck wird offiziell zum 1. Juni die Nachfolge des scheidenden Trainers Vagn Hansen übernehmen. Hansens Ein-Jahres-Vertrag wurde nicht verlängert.

Der 48-jährige Berufsoffizier in Hohn ist verheiratet und hat zwei erwachsene Kinder. Selber spielte er berufsbedingt in unterschiedlichen Mannschaften Handball. Nachdem der seit 2013 B-lizensierte Handballtrainer zunächst Jugendmannschaften in der Oberliga und der Jugend-Bundesliga betreute, übernahm er in den vergangenen fünf Jahren Aufgaben bei den Landesliga-Frauen der HSG Schaumburg-Nord in Niedersachsen und der weiblichen Oberliga A-Jugend. Jens Stolley ist froh nach intensiven Gesprächen einen Nachfolger für Hansen gefunden zu haben.

Auf EZ-Nachfrage ließ der scheidende Trainer Hansen verlauten, dass einige mit dem Trainerwechsel einhergehende Begleiterscheinungen seine ansonsten positiven Erfahrungen mit der HG OKT relativieren. Was war geschehen? Ende März teilte Hansen dem Vorstand mit, dass er seinen Ein-Jahres-Vertrag zum Saisonende kündigt. „Ich hatte ab Anfang des Jahres auf ein klärendes Gespräch mit dem Vorstand bezüglich der Fortführung meines Traineramtes bei der ersten Frauenmannschaft gewartet. Obwohl ich bereits am 21. November 2015 nach dem erfolgreichen Punktspiel gegen Hannover-Badenstedt meine Bereitschaft zur Fortführung in der kommenden Saison kundgetan hatte und der Vorstand zu diesem Zeitpunkt dazu ebenfalls bereit war, blieben weitere Gespräche aus, weswegen ich Handlungsbedarf sah. Ich wollte einfach Klarheit. Somit habe ich meinen bis zum 31. Mai bestehenden Vertrag gekündigt.“ Wie Hansen deutlich macht, wollte er dadurch erreichen, dass klärende Gespräche zwischen ihm und dem HG-Vorstand geführt würden und neue Vertragsverhandlungen stattfinden sollten. Als Reaktion des HG-Vorstands bat Jens Stolley Hansen um ein Gespräch. Das Ergebnis war, dass es zur einvernehmlichen Trennung zum 31. Mai gekommen ist (EZ berichtete). So weit nichts Neues im Vorstand-Trainer-Geschäft. Was aber besagtes leichtes Unbehagen beim scheidenden Trainer hervorgerufen hat, ist, dass sich noch in der Halle nach dem Hannover-Badenstedt-Spiel im November ein Trainer „im mittelklassigen Leistungsbereich in Niedersachsen“, wie dieser sich dem amtierenden Coach vorstellte, mit der Bitte zu ihm setzte, gerne bei einer Trainingseinheit der OKT-Frauen zuschauen zu dürfen, weil ihn die Spielweise interessierte. Daraus folgte ein Trainingsbesuch Kecks bei der ersten Frauen-Mannschaft. „Mein Training ist nichts Geheimes. Wer möchte, darf sich das gerne ansehen“, resümiert Hansen. „Schade ist allerdings, dass ich glauben muss, dass meine Offenheit in diesem Fall nicht sauber genutzt wurde.“ Hansen macht allerdings auch deutlich, dass er weder Keck noch dem Vorstand der HG OKT unterstellen möchte, vorsätzlich gehandelt zu haben.

Der kommende Coach, Olaf Keck, sagt: „Ich habe Vagn Hansen in Hannover angesprochen, weil ich die Spielweise seiner Mannschaft sehr gut und äußerst interessant finde. Zu diesem Zeitpunkt war nie daran gedacht, weder vom HG-Vorstand noch von mir, seine Nachfolge zu übernehmen.“ Der Kontakt zum Vorstand kam wieder zufällig zustande, als Keck erst kürzlich in Hohn stationiert wurde. „Ich hatte durch einen gemeinsamen Bekannten von Jens Stolleys Suche nach einem Hansen-Nachfolger erfahren. So kamen die Gespräche zwischen dem Vorstand und mir zustande. Durch meine Versetzung nach Hohn kann ich auf Dauer meine Tätigkeit in Schaumburg nicht fortsetzen. Jetzt sind wir uns erfreulicherweise einig geworden. Vagn Hansen spreche ich meine ausdrückliche Anerkennung aus. Seine gute Trainerarbeit ist klar im Mannschaftsspiel zu erkennen.“

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erstellt am 07.Apr.2016 | 06:00 Uhr

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