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3. Handball-Liga : Nuancen entscheiden

vom
Aus der Redaktion der Eckernförder Zeitung

Im Duell der bisher unbesiegten Teams musste sich die HG OKT in eigener Halle dem SV Henstedt-Ulzburg im Spitzenspiel der 3. Liga knapp geschlagen geben.

shz.de von
erstellt am 19.Okt.2015 | 06:00 Uhr

Owschlag | Die HG OKT muss sich vorerst von höheren Ambitionen in der 3. Handball-Liga der Frauen verabschieden. Nach dem glänzenden Start mit zwei Siegen und einem Unentschieden musste die Mannschaft von Trainer Vagn Hansen gestern Nachmittag ihren ersten Rückschlag der noch jungen Saison hinnehmen. Im Duell der bis dato ungeschlagenen Teams unterlag die HG in der Owschlager Halle vor rund 200 Zuschauer dem SV Henstedt-Ulzburg unglücklich mit 27:28 (17:15). „Das ist zwar bitter, aber die Mannschaft ist trotzdem auf einem guten Weg. Wir sind derzeit eben noch keine Spitzenmannschaft. Es fehlt ein kleines Bisschen“, meint Hansen mit Blick auf die 60 dramatischen Minuten.

In einem auf hohem Niveau stehenden Duell entschieden Nuancen über Sieger und Besiegten. Zum einen leisteten sich die Gastgeberinnen ein paar Fehler zu viel – vor allem in der Schlussphase –, die die Henstedt-Ulzburgerinnen eiskalt bestraften. Zudem waren Matthias und Sebastian Klinke (Bordesholm) nicht gerade das, was man „Heimschiedsrichter“ nennt. Sie bewerteten die Fouls mit zweierlei Maß und bestraften die Spielerinnen mit zweierlei Maß – sehr zum Leidwesen der HG. Denn während die Gastgeberinnen gleich viermal in Unterzahl spielen mussten, sprachen die Referees lediglich eine Zeitstrafe gegen den SV Henstedt-Ulzburg aus, obwohl sich beide Teams nichts schenkten. „Die Verhältnismäßigkeit stimmte nicht. Gleiche Vergehen wurden unterschiedlich geahndet“, sagt Hansen. Doch der HG-Coach wollte die Schuld für die Niederlage nicht bei den Unparteiischen suchen. „Wir haben viele Bälle einfach hergeschenkt.“ Symptomatisch dafür waren die letzten 90 Sekunden. Nach dem 28:27 durch Tina Pejic (58.) hatten die Gastgeberinnen noch dreimal die Möglichkeit, den Ausgleichstreffer zu erzielen. Doch einmal scheiterte Franziska Peters mit ihrem Wurf unter Druck – passives Spiel war bereits angezeigt – an SV-Torhüterin Merline Wünsche und zweimal wurde der Ball in der Vorwärtsbewegung zum Gegner gespielt. Hansen: „Dennoch kann ich der Mannschaft keinen Vorwurf machen. Sie hat alles versucht. Immerhin mussten wir mit Kristin Machau und Sarah Jörgensen zwei ganz wichtige Spielerinnen ersetzen. Von daher bin ich mit dem Gezeigten nicht unzufrieden. Einen Punkt hätten wir verdient gehabt.“

 

HG OKT: Lobstaedt (1.-60.), Fasold (bei einem Siebenmeter) – Seidel (6/1), Küppers, K. Rohwer (2), Steffek (4), Greinke, Pahl (4), Linke, Peters (4), H. Rohwer, Sievert (4/3), Lübker, Janeckova (3).

 

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