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3. Handball-Liga : Nichts zu machen

vom
Aus der Redaktion der Eckernförder Zeitung

Die HG OKT unterliegt dem neuen Meister der 3. Handball-Liga Nord, HSG Hannover-Badenstedt, mit 23:27 im letzten Saisonheimspiel in der Owschlager Halle.

Owschlag | Ein gutes Pferd springt bekanntlich nur so hoch wie es muss. Wie viel Wahrheit in dieser Weisheit liegt, bekamen die rund 100 Zuschauer in der Owschlager Sporthalle beim Spiel der HG OKT gegen den Tabellenführer HSG Hannover-Badenstedt in der 3. Handball-Liga Nord der Frauen zu sehen. Der kommende Meister setzte sich mit 27:23 (13:11) durch.

Während die HG OKT dem Senkrechtstarter der Liga im Hinspiel noch beide Punkte abnahm, präsentierte sich die Mannschaft in eigener Halle um ihren scheidenden Trainer Vagn Hansen als guter Gastgeber und forderte dem Spitzenreiter diesmal kaum spielerische Klasse ab. Beide Mannschaften produzierten technische Fehler am laufenden Band. Nur bei der Chancenverwertung stellte sich HG klar in den Schatten des Gegners. Die Gastgeberinnen vergaben fünf Siebenmeter, während die HSG ihre Strafwürfe verwandeln konnten.

Die im Vorwege gehegte Befürchtung, dass nicht alle OKT-Spielerinnen rechtzeitig in der Halle sein könnten, trat nicht ein. Nicht nur Raphaela Steffek, die die zweite Mannschaft vorher erfolgreich bei ihrem Oberliga-Spiel in Hamburg gegen St. Pauli unterstützte (siehe Artikel unten), sondern auch die beiden Spielerinnen aus der Zweiten, Sarah Greinke und Inra Krück, fanden sich pünktlich ein. Alle drei Spielerinnen hatten somit schon ein Spiel in den Knochen. Die Partie begann mit leichten Vorteilen für den Erstplatzierten, ehe der HG OKT in der sechsten Minute durch Katrin Rohwer nach zwei erfolgreich abgeschlossenen Gegenstößen ein Doppelschlag gelang. Damit brachte sie ihre Mannschaft ins Spiel. Doch statt in Führung zu gehen, scheiterten zunächst Kristin Machau und später Franziska Peters zweimal vom Siebenmeter-Strich. So lief das Hansen-Team ständig einem Rückstand hinterher. Beim Stand von 11:13 ging es in die Pause.

Doch kurz nach Wiederanpfiff scheiterte wiederum ein Siebenmeter-Versuch der Gastgeberinnen, diesmal durch Steffek. Im Gegenzug erzielte Hannover-Badenstedt den Treffer zum 11:14. Bis zur 39. Minute gestaltete die HG die Partie noch offen, wohl auch, weil mit Inra Krück aus der zweiten Mannschaft endlich eine sichere Strafwurf-Schützin gefunden wurde. Als die Gastgeberinnen dann aber sieben Minuten ohne Torerfolg blieben, resignierten das Hansen-Team und kassierte mit 23:27 die zweite Niederlage in Folge.

HG-Trainer Hansen sieht die unzureichende Chancenverwertung seiner Mannschaft als Grund für die Niederlage und spricht der HSG ein großes Kompliment aus: „Hannover-Badenstedt hat die Meisterschaft verdient. Die Mannschaft ist auf allen Positionen gut besetzt. Herzlichen Glückwunsch.“ Torben Helmer, Torwarttrainer HG, ergänzt, dass „die vielen technischen Fehler, gepaart mit der fehlenden Mannschaftseinstellung, ausschlaggebend für den Misserfolg war.“

Hannover-Badenstedts Meistertrainer Florian Marotzke sieht die gute Angriffsleistung und die offensive 3:2:1-Abwehrformation seiner Mannschaft als den Schlüssel zum Erfolg: „Wir konnten das Angriffsspiel der HG um die entscheidende Spielfigur, Kristin Machau, empfindlich stören.“ Darüber hinaus bescheinigt er seinen eingesetzten A-Jugendlichen, „dass sie im Stande waren, Verantwortung zu übernehmen. Im Hinspiel, in dem wir noch mit 21:25 unterlagen, hatte das leider noch nicht so geklappt.“ Die nächste große Aufgabe sieht Marotzke nicht in seiner Hand: „Die Vereins-Verantwortlichen müssen allen Spielerinnen Verträge anbieten und haben die Finanzierung von über 60  000 Euro für die 2. Liga zu wuppen.“


HG OKT: Lobstaedt, Fasold – Küppers (1), K. Rohwer (4), Steffek (1), Greinke (1), Krück (4/3), Pahl (1), Linke (1), Peters (3/1), H. Rohwer (3), Machau (4), Lübker.



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