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Handball : Neue Impulse für den Mädchenhandball

vom
Aus der Redaktion der Eckernförder Zeitung

Markus Meyer will den weiblichen Jugendbereich beim TSV Altenholz als Koordinator neu aufstellen. Das Projekt ist längerfristig angelegt.

Altenholz | Der Mädchenhandball beim TSV Altenholz soll neu aufgestellt werden. Dies ist notwendig, da der Handballverband Schleswig-Holstein ein Rundschreiben an alle Vereine geschickt hat, in dem steht, dass die Zahl der gemeldeten Jugendmannschaften seit Jahren extrem rückläufig sei. Es heißt darin: „Es muss etwas passieren!“

Dies tut es in Altenholz. Dafür wurde Marcus Meyer als neuer Jugendkoordinator installiert. Der 49-jährige, der nach seinem Medizinstudium als Freischaffender Künstler arbeitet, soll den gesamten weiblichen Jugendhandballbereich von der A-Jugend bis hinunter zu den Minis auf neue, stabilere Füße stellen. Zuvor war Meyer Trainer des THW Kiel (männliche E- und D-Jugend) und der HSG Mielkendorf/Molfsee (D- und B-Jugend). Die Mielkendorfer B-Mädchen wird er bis Saisonende auch noch weiter betreuen und sie nach dem Saisonende zum TSV Altenholz mitbringen. Der Kontakt kam über Hauke Scharff, den Trainer der Oberliga-Frauenmannschaft des TSV Altenholz zustande. „Wir kennen uns vom Trainerlehrgang“, erklärt Meyer. „Er ist im Frühjahr auf mich zugekommen. Ich habe dann dem Vorstand mit einem Powerpoint-Vortrag meine Ideen präsentiert – und im Herbst ist es dann schließlich zur Einigung gekommen.“

Die Zusammenarbeit ist langfristig angelegt, weil sie auch Zeit benötigt. „Im ersten Schritt geht es mir darum, entsprechende Strukturen aufzubauen, Vertrauen zu schaffen und mich den Eltern der Spielerinnen vorzustellen.“ In Zukunft schwebt Meyer dann ein einheitliches Training mit vergleichbaren Wettkampfstrukturen vor. Da kommt einem sofort die Fußball-Ausbildung von Ajax Amsterdam in den Sinn. „Natürlich können wir dies hier in Altenholz nur im kleinen Rahmen so aufziehen. Doch der Grundgedanke ist schon vergleichbar“, erklärt Meyer, für den die Nachhaltigkeit ein zentrales Thema ist. „Wir wollen nicht an die 1. Bundesliga denken, aber schon an die 3. Liga und vielleicht noch einen Schritt weiter.“

Meyer hatte sein Konzept mehreren Vereinen vorgestellt, doch der TSV Altenholz war der einzige, der sich darauf eingelassen hat. Eines ist aber auch klar. Um größer denken zu können, benötigt ein Verein wie der TSV auch zahlungskräftige Sponsoren. Diese zu finden und von der neuen Ausrichtung zu überzeugen fällt ebenfalls in Meyers Aufgabenbereich.Des weiteren will er ein Controlling aufbauen und Trainingspläne erstellen. „Ganz wichtig wird es auch sein, neue Kommunikations-Kanäle aufzubauen. Von daher wird es auch regelmäßige Sitzungen mit allen Trainern geben.“

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erstellt am 25.Nov.2015 | 16:14 Uhr

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