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Neue Chance auf Rio

vom
Aus der Redaktion der Elmshorner Nachrichten

Freiwasserschwimmen: Rob Muffels erhält nun doch ein Chance auf die Qualifikation zu Olympia 2016

Ab 1. Dezember hat Rob Muffels einen neuen „Titel“: Gefreiter darf sich der 20-Jährige nun nennen. Der beim Swim-Team Stadtwerke Elmshorn groß gewordene Freiwasserschwimmer hat sich bei der Bundeswehr verpflichtet und gerade in Hannover den Grundwehrdienst hinter sich gebracht. Nun steht wieder der Sport im Blickpunkt – und da haben sich ziemlich unerwartet ganz neue Perspektiven eröffnet.

Das eigentlich fest verschlossene Tor für die Teilnahme an den Olympischen Spielen kommendes Jahr in Rio de Janeiro ist für den Vize-Weltmeister über fünf Kilometer und Teamweltmeister von Kasan (Russland) wieder ein Stück weit offen. Obwohl er den zu Beginn dieses Jahres vom Deutschen Schwimmverband (DSV) als eine Voraussetzung genannten Start bei der über die olympische Zehn-Kilometer-Strecke nicht geschafft hatte, darf er nun mit Christian Reichert (Wiesbaden) und Andreas Waschburger (Saarbrücken) um den noch einen dem DSV zustehenden Startplatz an der Copacabana konkurrieren. Sowohl Reichert als auch Waschburger hatten in Kasan die direkte Olympia-Qualifikation deutlich verpasst. „Ich finde es gut, dass ich diese Chance bekomme“, freute sich Muffels über die Entscheidung des DSV. Den zwischenzeitlich ins Auge gefassten Plan B – 1500 Meter im Becken – hat er wieder zu den Akten gelegt.

Alle drei werden sich beim ersten Weltcuprennen 2016 in Mexiko einer internen Ausscheidung stellen müssen. Die beiden schnellsten gehen dann im Juni beim offiziellen Vorausscheid für Rio in Setubal (Portugal) an den Start. Dort kann nur der beste Deutsche das Ticket für die Reise an den Zuckerhut ziehen.

Zweifel daran, dass Muffels, der alles daran setzen wird, die unverhoffte neue Chance auf Olympia zu nutzen, gibt es keine. Wie sagte er doch im Interview mit unserer Zeitung zu Beginn dieses Jahres: „Ich habe sicher auch die Möglichkeit, vier Jahre später noch einmal Olympia zu schwimmen, aber warum sollte man warten?“

Der Start in die erste intensive Vorbereitungsphase gestern war etwas holprig. Muffels verpasste in Berlin das Flugzeug, das ihn zum Höhentrainingslager in der spanischen Sierra Nevada bringen sollte. Er flog erst mit sieben Stunden Verspätung ab.

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erstellt am 17.Okt.2015 | 16:00 Uhr

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