3. Handball-Liga : Nach Seidel-Hinausstellung den Faden verloren

Franziska Peters (am Ball) von der HG OKT wird von Marleen Kadenbach zu spät gestört.
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Franziska Peters (am Ball) von der HG OKT wird von Marleen Kadenbach zu spät gestört.

In der 3. Handball-Liga Nord der Frauen musste sich die HG OKT beim SV Henstedt-Ulzburg geschlagen geben. Der Aufstieg ist damit in weite Ferne gerückt.

shz.de von
22. Februar 2016, 06:00 Uhr

Henstedt-Ulzburg | Eine bittere Pille mussten die Handball-Frauen der HG OKT in der 3. Liga Nord gegen den direkten Rivalen SV Henstedt-Ulzburg schlucken, und haben nach der 23:25 (12:8)-Niederlage nun praktisch keine Chance mehr aufzusteigen.

Obwohl die Mannschaft von HG OKT-Trainer Vagn Hansen in der ersten Hälfte, vor allem bedingt durch eine super aufgelegte Imke Seidel auf Rückraum Mitte, im Angriff eine starke Vorstellung bot, und in der Abwehr mit Torfrau Sophie Fasold den nötigen Rückhalt hatte, reichte es am Ende nicht zu einem Punktgewinn. „Die Schiedsrichter haben Vergehen auf beiden Seiten unterschiedlich bewertet. Dadurch mussten wir 14 Minuten in Unterzahl spielen, während Henstedt-Ulzburg nur zwei Minuten dezimiert wurde“, kritisiert Hansen die Unparteiischen.

In der Tat war die Disqualifikation nach drei Zwei-Minuten-Zeitstrafen von Imke Seidel beim Stand von 12:13 (36.) spielentscheidend. Sie hatte bis dahin bereits sieben Tore geworfen und war Dreh- und Angelpunkt des HG-Angriffs. Doch auch diese Schwächung steckte die Mannschaft zunächst gut weg. Nun war es Petra Janeckova auf Linksaußen, die durch schlaue Anspiele für neuen Schwung sorgte und ihr Team wieder auf Kurs brachte. Beim komfortablen Spielstand von 19:15 wurde sie ausgewechselt.

Die letzten 15 Spielminuten gehörten Henstedt-Ulzburg. Angetrieben von der starken Ex-Spielerin des TSV Owschlag, Marleen Völzke, hatte der Gast nichts mehr entgegenzusetzen. Sie erzielte zehn Tore und brachte ihre Nebenleute immer wieder durch einfache Kreuz-Stoßbewegungen in gute Wurfpositionen. Damit sorgte sie für die entscheidende Wende.

SVHU-Trainer Sebastian Schräbler sieht seine kompakte Abwehrreihe in Kombination mit dem geduldigen Angriffsspiel als spielentscheidend. „Die HG OKT ist immer schwer ausrechenbar, weil sie im Angriff sehr variabel agiert. Der Glücklichere hat heute gewonnen.“ Der ansonsten ruhige und besonnene Vagn Hansen musste sich nach der Partie erst einmal sammeln: „Ich war mit der Mannschaftsleistung insgesamt zufrieden.“

HG OKT: Lobstädt, Fasold – Seidel (7/2), Trceziok (1), Küppers, K. Rohwer, Steffek (5/1), Pahl (2), Linke, Peters (4), H. Rohwer (1), Lübker (1), Janeckova (2).

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