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Karate : Nach der EM ist vor der EM

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Aus der Redaktion der Eckernförder Zeitung

Die Wado-Europameisterschaft in Luxemburg ist für Sophie Schumacher „ein tolles Erlebnis“. Auch wenn sie gegen eine starke Gegnerin früh ausschied.

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erstellt am 04.Nov.2015 | 06:00 Uhr

Luxemburg | Die aus Goosefeld stammende Sophie Schumacher vom Karateverein Fuji Yama Eckernförde startete für das deutsche Wado-Team bei der 43. Wado-Europameisterschaft in Luxemburg in der Kategorie Kata weiblich U16. „Eine große Ehre für Sophie und den Fuji Yama Eckernförde, Deutschland bei der EM vertreten zu dürfen“, sind sich der Heimtrainer aus Eckernförde, Andreas Frahm und Sophies Vater Karsten Schumacher, der Sophie nach Luxemburg begleitete, einig.

Insgesamt reisten 17 aktive Sportler sowie die Kata- und Kumite-Trainer, nach Luxemburg. Am Anreisetag folgte noch die Registrierung, dann hieß es, sich auszuschlafen, denn am Sonnabendmorgen ging es los. Voller Aufregung, stolz und Vorfreude betrat Sophie mit den anderen Sportlern aus ihrer Gruppe die Arena. Für die seit gestern 16-Jährige war es ihr erstes internationales Turnier. In ihrer Gruppe starteten Athleten aus Schottland, England, Schweiz, Ungarn, Österreich, Italien, Luxemburg und natürlich Deutschland.

Sophie erwischte mit der Schweizerin Kim Schratter direkt eine starke Gegnerin und musste sich schon in der ersten Runde mit 1:4 Kampfrichterstimmen geschlagen geben. Die Schweizerin gewann ihre folgenden Begegnungen, verlor dann aber im Halbfinale gegen die Italienerin Nicoletti Siria, die sich letztlich auch den EM-Titel erkämpfte. Da Sophies Gegnerin nicht ins Finale kam, blieb ihr damit der Einzug in die Trostrunde – und damit der Kampf um den dritten Platz, verwehrt. Schade für Sophie, da sie eine durchaus ansprechende Leistung gezeigt hatte. Das sieht auch Kata-Teamtrainer Wado Ryu im DKV, Kay Schröder, so. Er sagte zu Sophie: „Wenn du weiter auf diesem Niveau trainierst und entsprechende Leistungen zeigst, darfst du auch im nächsten Jahr mit zur EM.“ Die Wado-EM 2016 wird in Zürich (Schweiz) durchgeführt. Für die Fuji-Yama-Athletin gilt also: Nach der EM ist vor der EM. Sophie sagt: „Es war ein tolles Erlebnis und ich werde weiterhin daran arbeiten, mich zu verbessern.“

Sophies gute Leistungen zeigen sich natürlich auch in der vom Karate-Verband Schleswig-Holstein geführten Kata-Rangliste, die Sophie als Nummer Eins im Lande führt – und dass, obwohl sie nicht an allen Turnieren, die in diese Rangliste einfließen, teilnehmen konnte.

Im Endergebnis erkämpfte sich das deutsche Wado-Team in Kata und Kumite Platz acht von den 19 teilnehmenden europäischen Ländern – und das mit nur 17 Startern. Dafür, dass andere Länder wie Ungarn mit 80 Meldungen teilnahmen, ist dieses Resultat durchaus respektabel und beachtlich.

Besonders hervorzuheben sind hier natürlich auch die Sportler vom SSV Nübbel – Selke Ilgner, Robin Endricat und Jermaine Shakchir, die ebenfalls mitreisten und für das Wado-Kumite-Team starteten. Selke Ilgner wiederholte ihren Vorjahreserfolg und sicherte sich erneut den EM-Titel, Endricat und Shakchir erkämpften sich jeweils Platz drei in ihren Kategorien.

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