Handball-Kreisoberliga : MTV sorgt für Ratlosigkeit

Dänischenhagens Stina Lehne (am Ball) nimmt Maß auf das Raisdorfer Tor. Gegenspielerin Nicola Kern hat derweil Sichtprobleme.
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Dänischenhagens Stina Lehne (am Ball) nimmt Maß auf das Raisdorfer Tor. Gegenspielerin Nicola Kern hat derweil Sichtprobleme.

Dänischenhagen nach Niederlage gegen Raisdorf weiter Vorletzter. Die HSG Gettorf/Osdorf widmet den Auswärtssieg der verletzten Mitspielerin Dorothea Dibbern.

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07. März 2018, 06:00 Uhr

Dänischenhagen | Es wird für den MTV Dänischenhagen immer schwerer die Klasse in der Handball-Kreisoberliga Förde der Frauen zu halten. Im Heimspiel gegen die ebenfalls abstiegsbedrohte HSG Raisdorf/Klausdorf gab der MTV eine klare Führung noch aus der Hand, was für Ratlosigkeit auch Frust bei Trainer Per Bartz sorgte. Die HSG Gettorf/Osdorf dagegen spielt hinter dem Spitzenreiter SG Kiel-Nord ebenfalls in einer Liga für sich und hat mit der SG Lütjenburg/Dannau eine weitere Mannschaft aus dem Verfolgerfeld ganz souverän besiegt.


MTV Dänischenhagen – Raisd./Klausd.  24:27 (10:9)

Die Raisdorferinnen spielten keineswegs einen überragenden Handball und waren für den MTV Dänischenhagen absolut schlagbar. Nach einem Heimerfolg sah es auch eine Zeit lang aus, als sich nach ausgeglichener erster Hälfte das Team von Per Bartz von 13:13 (36.) auf 18:13 (42.) absetzte. Die HSG hatte beim 17:13 versucht den Lauf des MTV mit einer Auszeit zu stoppen, dennoch traf Linda Schumacher noch zur scheinbar beruhigenden Fünf-Tore-Führung. Und doch geriet der MTV-Motor danach ins Stocken. „Ich habe dann schnell gemerkt, dass es wieder in die andere Richtung geht und selber eine Auszeit genommen“, sagt Bartz. „Doch die Unsicherheit war wieder drin. Wir haben unerklärlich viele Bälle weggeworfen.“ So machte es der MTV der HSG tatsächlich möglich, dieses Spiel noch zu gewinnen. „Das ist eine Kopfsache. Die Mädels meckern sich zwar nicht an und bleiben nach Außen hin positiv, aber innerlich verlieren sie den Glauben. Das steckt leider echt drin in dieser jungen Truppe“, sagt Bartz. Nun wird es mit dem Klassenerhalt ganz schwer.

Tore für den MTV Dänischenhagen: Schumacher (5), Grabowski (1), Volp (5), M. Lehne (1), Klaß (3/1), S. Lehne (4), Schlegel (1), Ottsen (4/1).


SG Lütjenburg/Dannau – Gettorf/Osd.  20:28 (10:13)

Nur beim 1:1 und 2:2 konnte die heimische SG überhaupt ausgleichen. Danach zog Gettorf/Osdorf schnell auf 7:2 (9.) davon. „Es war schon relativ souverän, was wir gespielt haben“, sagt HSG-Trainer Michael Thimm. Kurz vor der Pause kam Lütjenburg noch zweimal auf ein Tor ran, dann setzte sich Gettorf/Osdorf endgültig ab. „Lütjenburg hat versucht uns mit extrem langen Angriffen einzuschläfern, aber wir hatten auch aus dem Positionsangriff genug Antworten darauf“, spricht Thimm von einem nie gefährdeten Erfolg. Diesen widmete das Team der verletzten Mitspielerin Dorothea Dibbern, die seit vergangener Woche bittere Klarheit hat. Die Verletzung im linken Knie ist ein Kreuzbandriss, der OP-Termin steht bereits fest. „Damit wird sie wohl ein Jahr fehlen. Wir haben diesen Sieg mit einer geschlossenen Mannschaftsleistung für Doro erkämpft“, sagt Thimm.

Tore für die HSG Gettorf/Osdorf: Griese (7), Jessen (5/1), Baer (5), Bahr (3), Dibbern (1), Lübker (1), Elscher (2/1), K. Goos (2/2), Wölki (2).

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