Mrosek schockt den GSC

Während Gettorfs Yannick Wolf (2. v. re.) nach dem 2:3 vor Wut das Gesicht verzieht, feiert TuS-Stürmer Mirko Mrosek (li.) seinen Treffer. Fotos: dve
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Während Gettorfs Yannick Wolf (2. v. re.) nach dem 2:3 vor Wut das Gesicht verzieht, feiert TuS-Stürmer Mirko Mrosek (li.) seinen Treffer. Fotos: dve

Fußball-Landesliga Schleswig: Gettorfer gleichen 0:2-Rückstand aus und kassieren Sekunden danach den 2:3-Endstand

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13. August 2018, 06:00 Uhr

Die Enttäuschung war riesig. Der Gettorfer SC verlor sein Heimspiel in der Fußball-Landesliga Schleswig gegen Aufsteiger TuS Jevenstedt mit 2:3 (0:2). Dabei hatten die Hausherren sich nach dem 0:2-Pausenrückstand zurückgekämpft, mussten dann aber wiederum nur eine Minute nach dem Ausgleichsjubel das entscheidende 2:3 hinnehmen.

Die Gettorfer stellten im Vergleich zum 1:2 im Derby in Altenholz taktisch um und agierten im 3-5-2-System. Wieder mehr Torgefahr ausstrahlen war das Ziel, allerdings anfangs ohne Torben Dahsel in der Startelf. Der gelungene Start des GSC wurde mit der ersten Szene der Jevenstedter jäh beendet. Nachdem Robin Biss im GSC-Tor einem langen Ball nicht entschlossen entgegen kam, spritzte Lucas Seefeldt dazwischen und schob ein. Allerdings nahm der TuS-Stürmer wohl die Hand zu Hilfe, was der Schiedsrichter nicht erkannte. „Das war für uns natürlich eine ganz entscheidende Szene“, ärgert sich GSC-Coach Christian Schössler. Allerdings war auch er überrascht, wie sehr seine Mannschaft in der Folge verunsichert agierte. Schlimme Fehlpässe luden nun selbstbewusste Jevenstedter ein, die von Trainer Michael Rohwedder mutig im 4-3-3 aufgestellt wurden. „Wir wollten so Druck auf den Außenbahnen aufbauen. Das ist gut aufgegangen“, so Jevenstedtes Coach. Aber auch beim zweiten TuS-Tor bekam der Gast Hilfe, dieses Mal von Manuel Lorenzen, der unglücklich ins eigene Netz traf. Kurz vor Ende der Halbzeit kamen die Hausherren noch zu einer gelungenen Offensivaktion, Yannick Wolf zielte jedoch knapp vorbei. Auf der Gegenseite hätten die Jevenstedter noch ein drittes Tor erzielen müssen, doch zweimal vergab Seefeldt freistehend vor Biss.

„Wir wussten was kommt, konnten es aber trotzdem nicht verhindern“, beschreibt Rohwedder den Start in Durchgang zwei, in dem die Gastgeber viel Druck nach vorne entwickelten und mit Dahsel einen weiteren Stürmer brachten. Nach 65 Minuten mit Erfolg: Kevin Link ließ im Strafraum Thore Lühder ins Leere rutschen und zog ab. Sein Schuss wurde noch von Nick-Ole Lehmann abgefälscht, sodass Malte Tischer im TuS-Tor chancenlos war. Und auch beim 2:2 (77.) durch Yannick Wolf half dem GSC ein Abwehrbein, welches den Ball unhaltbar abfälschte. Gettorf jubelte und war gedanklich wohl schon dabei den Siegtreffer nachzulegen, als Mirko Mrosek nur eine Minute nach dem Ausgleich für die eiskalte Dusche sorgte. Er verwertete sehenswert einen starken Pass von Thore Neben. In den verbleibenden Minuten wurde es ein wildes Spiel. Der GSC stürmte und kam noch zu einer Hand voll Großchancen, aber auch Jevenstedt hatte mehrfach die Möglichkeit das vierte Tor zu machen. „Man muss ehrlich sein, ein Remis wäre auch gerecht gewesen, aber wir haben am Ende alles reingeworfen und irgendwie den Sieg verteidigt“, sagt Rohwedder stolz, während Schössler seine Elf in Schutz nimmt: „Wir haben nach der Pause vieles richtig gemacht, dürfen so schnell nach dem 2:2 aber nicht wieder das Gegentor bekommen. Dennoch waren noch genug Möglichkeiten da, das 3:3 zu machen.“


GSC: Biss – Herzig, E. Empen, Lorenzen – N. Wolf, L. Empen (50. Dahsel), Kühl (76. Weber), Möhl (89. Schmidt), Hansen – Link, Y. Wolf.

TuS Jevenstedt: Tischer – Szalies (67. Lindenlaub), T. Lühder, Lehmann, Richter – Klug, Gersteuer, Hüttmann (68. Neben) – Mi. Mrosek, Seefeldt (90.+2 Schlüter), J. Kaak.

SR: Dwinger (SV Todesfelde).

Zuschauer: 120.

Tore: 0:1 Seefeldt (13.), 0:2 Lorenzen (23., ET), 1:2 Link (65.), 2:2 Y. Wolf (77.), 2:3 Mi. Mrosek (78.).

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