3. Handball-Liga : Mehr Spitzenspiel geht nicht

Die Altenholzer Abwehr, hier mit (v. l.) Jonas Ottsen und Tommy Fängler muss sich erneut auf rassige Zweikämpfe gegen Lukas Ossenkopp, Niklas Weller und Leif Tissier (alle HSV, v. li.) einstellen. Heute um 20 Uhr wird das Spitzenspiel in der wohl vollen Edgar-Meschkat-Halle angepfiffen.
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Die Altenholzer Abwehr, hier mit (v. l.) Jonas Ottsen und Tommy Fängler muss sich erneut auf rassige Zweikämpfe gegen Lukas Ossenkopp, Niklas Weller und Leif Tissier (alle HSV, v. li.) einstellen. Heute um 20 Uhr wird das Spitzenspiel in der wohl vollen Edgar-Meschkat-Halle angepfiffen.

Der TSV Altenholz empfängt heute den Tabellenführer HSV Handball in der Edgar-Meschkat-Halle.

shz.de von
09. Februar 2018, 06:00 Uhr

Es ist das Spiel der Spiele in der 3. Handball-Liga. Spitzenreiter HSV Hamburg kommt in die Edgar-Meschkat-Halle. Dort wartet der Tabellenzweite TSV Altenholz. Die Gastgeber sind 16 Spiele ohne Niederlage, der HSV hat 14 Mal nicht verloren. Mehr Spitzenspiel geht nicht. Anpfiff ist heute um 20 Uhr.

Der Kartenvorverkauf läuft wie das berühmte heiße Messer durch die Butter. „Ich rechne mit einer vollen Halle“, sagt TSVA-Geschäftsführer Matthias Fehrke. Um dem Ansturm gerecht zu werden, öffnen die Eingangsportale um 18.30 Uhr, 30 Minuten früher als gewöhnlich bei den Heimspielen der „Wölfe“. Die Halle fasst rund 1100 Besucher.

Sportlich liegen die Klubs fast auf einer Welle. Die Hamburger, die das Hinspiel mit 29:30 verloren, haben zwei Punkte Vorsprung vor den Altenholzern. Sollten die Gäste erneut verlieren, würde der TSVA Rang eins übernehmen und hätte im direkten Vergleich die Nase vorn. Von einer Vorentscheidung in Sachen Meisterschaft will TSVA-Coach Mirko Baltic dennoch nichts wissen: „Die neun Spiele danach sind genauso wichtig.“

So eng die Teams sportlich zusammen liegen, im Zuschauerranking trennen sie Welten. Den TSVA besuchen im Schnitt 364 Fans, der HSV freute sich über durchschnittlich 3609 Anhänger. Klar, dass die Gäste über den größeren Etat verfügen. Nach Medienberichten liegt dieser bei 1,2 Millionen Euro.
Ein Beleg frischer Liquidität der Hanseaten, deren Vorgängerverein 2015 in die Insolvenz ging und von der Bundesliga in die 3. Liga durchgereicht wurde, könnte die Verpflichtung von Rückraumspieler Philipp Bauer sein. Der 21-Jährige wurde vom Zweitligisten SG Leutershausen losgeeist und soll im Rückraum helfen. In vier Spielen traf er schon 15 Mal. „Wir haben uns einige Videos angeschaut“, sagt Baltic.

Verzichten muss der HSV seit Saisonbeginn auf seinen Champions-League-Sieger Blazenko Lackovic (Reha nach Sehnenriss in der linken Schulter). Die Gäste klagen über weitere Personalsorgen. „Neben Justin Rundt (Knie-Op, d. Red.) fehlt uns Kevin Herbst. Das ist ein großer Verlust. Wahrscheinlich wird Finn Wullenweber auch nicht spielen können“, verriet HSV-Präsident Martin Schwalb gegenüber der EZ.

Hamburg hat mit dem Führenden der Torjägerliste, Lukas Ossenkopp (134 Tore; davon 63 Siebenmeter), den besten Drittliga-Werfer in seinen Reihen. Jan Kleineidam kommt nach Riss des Syndesmosebandes allmählich wieder in Schwung. Trainiert wird das Team von Weltmeister Torsten Jansen. Im Tor des HSV steht mit Dominik Plaue ein ehemaliger Altenholzer.

Fakt ist, dass die Altenholzer richtig heiß sind. „Wir haben sehr viel Spaß in der Trainingswoche gehabt“, sagt Baltic und weist jeglichen Druck von seinen Schultern. Seiner Meinung nach dürfte die Tagesform den Ausschlag geben. Mit Ausnahme von Mathis Wegner (Fingerverletzung) sind alle „Wölfe“ fit.

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