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Triathlon : Marc van de Bergh nicht zu bremsen

vom
Aus der Redaktion der Eckernförder Zeitung

Der Borener Triathlet Marc van de Bergh hat erstmals die Zehn-Stunden-Marke auf der Langdistanz geknackt.

Mit seinem erfolgreichen Start beim IronMan 70.3 im österreichischen Zell an See hat Triathlet Marc van de Bergh die Saison glücklich abgeschlossen. Er stellte sich zwei harten Herausforderungen und ließ sich dabei auch von Rückschlägen nicht stoppen ließ. Der 39-Jährige vom Borener SV bewältigte in Roth die Triathlon-Langdistanz (3,8 km Schwimmen, 180 km Rad, 42,195 km Laufen) und beendete die Wettkampfsaison nun auf der halben IronMan-Distanz (1,9 km, 90 km, 21,1 km) beim IronMan 70.3 in den Alpen, bei dem sich Ex-Olympiasieger Jan Frodeno den WM-Titel sicherte.

Marc van de Bergh musste nicht nur die langen Distanzen bewältigen, sondern auch Schwierigkeiten überwinden, die sich seinen sportlichen Zielen unverhofft in den Weg stellten. Nachdem er sich beim Wanderup-Triathlon in der Vorwoche beim Schwimmen eine Schnittwunde am Fuß und nach einem leichten Radsturz auch noch Schürfwunden an den Beinen zugezogen hatte, stand für den BSV-Triathleten die Teilnahme am Saisonfinale lange auf der Kippe. „Ich war in der Woche quasi nur damit beschäftigt, meine Wunden zu versorgen“, beschreibt van de Bergh die letzten Tage vor dem Start. Nach dem Schwimmen wartete das Radfahren, bei dem ihm die Fußwunde besonders zu schaffen machte. „Da der Radschuh keine Polsterung hat, merkte ich das schon und konnte nicht so viel Druck machen. Auf den schnellen Abfahrten war ich auch eher verhalten“, sagt er. Mit einem schnellen Halbmarathon (1:35 Std.) in der Sommerhitze kämpfte sich Marc van de Bergh aber in der letzten Disziplin weiter nach vorn und erreichte das Ziel in Zell am See nach 4:54,29 Stunden als 91. der Gesamtwertung (25. AK M  35). „Wenn ich bedenke, wie ungewiss der Start war, bin ich mit dem Ergebnis zufrieden“, bilanziert van de Bergh.

Sein Topergebnis der Saison hatte er ohnehin schon einige Wochen zuvor abgeliefert. Auf der Langdistanz bei der „Challenge Roth“ unterbot van de Bergh erstmals die Zehn-Stunden-Marke über die längste offizielle Triathlondistanz. Nach 3,8 km Schwimmen, 180 km Radfahren und 42,195 km Laufen erreichte er nach 9:54,43 Stunden das Ziel des Klassikers in Franken, in dessen Rahmen auch die Deutschen Meisterschaften ausgetragen wurden. In der Meisterschaftswertung erkämpfte Marc van de Bergh als bester Schleswig-Holsteiner den 83. Platz der Männer-Gesamtwertung (18. M  35). In der Gesamtwertung des weltweit teilnehmerstärksten Langdistanz-Triathlons landete er auf Platz 178 (40. M  35) der 2305 männlichen Finisher.

Bevor van de Bergh die Gänsehautstimmung beim Zieleinlauf im Rother Stadion genießen durfte, musste er auch dort nicht nur sportliche Schwerstarbeit verrichten, sondern einige andere Hürden meisterten, die ihm auf dem 226 km langen Weg vom Kurs abzubringen drohten. Doch selbst eine Problemreihe mit gelockertem Zeitmess-Chip beim Schwimmen, eine Diskussion mit einem Kampfrichter in der Wechselzone, ein Sturz bei einem Ausweichmanöver beim Radstart und der Verlust von Trinkflasche und Eigenverpflegung auf der Radstrecke konnten den Triathleten von der Schlei nicht stoppen. Mit viel Adrenalin im Blut, eisernem Durchhaltewillen und emotionalem Support seiner Fangemeinde kämpfte sich Marc van de Bergh auch in Roth Richtung Ziel.

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