Segeln : Laser Master: Tonnenballett auf dem Wittensee

Thomas Müller aus Köln entschied den Lasermaster schon mehrfach in der Vergangenheit für sich.
Thomas Müller aus Köln entschied den Lasermaster schon mehrfach in der Vergangenheit für sich.

Der Mühlen-Wanderpokal beim 6. Wittensee Laser Master ging diesmal an jemanden, der ihn nicht zum ersten Mal gewann.

shz.de von
05. September 2018, 10:19 Uhr

Mindestens 35 Jahre ist das Teilnehmeralter beim 6. Wittensee Laser Master, einer Regatta, die als Teil des neuen „Laser Master Nord Cups“ auf dem Wittensee ausgesegelt wurde. Nicht alle gemeldeten Teilnehmer waren dabei am Start, doch mit 32 Seglern konnte man beim WSCW dennoch zufrieden sein, denn selten schaffen es Teilnehmerzahlen bei Laser-Regatten der Erwachsenen überhaupt in die Zweistelligkeit.

Klassifiziert in die Leistungsklassen Standard sowie Radial wird das Boot unterschiedlichen Leistungsansprüchen gerecht. Es gilt als Umsteigerboot nach dem Opti für Einhandsegler. Extrem einschränkende Klassenvorschriften lassen keine Veränderungen zu, sodass es in erster Linie auf das Segeln ankommt und weniger auf das Material. „Gerade dadurch ist die Leistungsdichte in der Standardklasse auch international extrem hoch aber auch mit älteren Booten hat man noch gute Chancen“, beschreibt Wolfgang Fuss aus dem Organisatoren-Team des Wassersportclub am Wittensee die Situation. „Das schreckt Neueinsteiger teilweise ab, da diese kaum Chancen auf vordere Plätze haben“, so Fuss. Mit den Laser-Master-Regatten wurde daher eine Szene geschaffen, die sowohl Standard als auch Radial bedient, dabei aber auch das Alter berücksichtigt.

Los ging es am ersten Tag mit wenig Wind. Wettfahrtleiter Ralf Meier verschob den ersten Start. Zwei „Up and Downs“ sollten dann gesegelt werden, doch unmittelbar vor dem ersten Startschuss drehte der Wind um 45 Grad und machte die ausgelegte Regattabahn unbrauchbar. Als es dann doch losgehen konnte, mussten die Segler bei Wind in Stärken von eins bis zwei Feingefühl zeigen, um ihre Boote in Fahrt zu halten. Begleitet von ständigen Winddrehern musste jede der drei Wettfahrten neu ausgerichtet und die Bahnmarken wieder neu positioniert werden. „Das reinste Tonnenballett“, scherzt Dieter Gerngroß, ebenfalls Organisator vom WSCW.

Deutlich bessere Bedingungen herrschten am Sonntag: Konstanter Wind aus Nord-Ost mit Stärke 2 bis 3 ließ auch wieder die schwereren Segler zum Zuge kommen. So konnte Thomas Müller vom Segelclub Laacher See Mayen das Blatt trotz Punktegleichstand mit dem Vortagsbesten Ralf Marten vom Blankeneser SC aufgrund besserer Einzelergebnisse für sich wenden. So ging der Mühlen-Wanderpokal nicht zum ersten Mal an Müller. In der Radialwertung lag Hans Gerdes vor Rolf Jasulke und Peter Koloske.

Ergebnisse


Männer

1.Thomas Müller (Segelclub Laacher See Mayen; SCLM) 11,0 Punkte, 2. Ralf Marten (Blankeneser Segel-Club; BSC) 11,0, 3. Lutz Hirsch (Mühlenberger Segel-Club; MSC) 21,0, 4. Thorsten Wyk (Sail-Lollipop Regatta Verein; SLRV) 23,0, 5. Jan O. Schulz (Turn- und Sportverein Schilksee von 1947) 24,0

Frauen
1. Alexandra Behrens (MSC), 2. Katrin Wendt (WSCW), 3. Jacqueline Reckziegel (Dahme Jacht Club, DJC), 4. Birgit Rieman (Emder Segelverein, ESV), 5. Julia Jochim (WSCW)


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