Lange und Seidel nicht zu packen

Gegen die Mittagszeit gingen die Teilnehmer des 6. Ostseetriathlons auf die 500 Meter lange Strecke im 21,2 Grad warmen Ostseewasser. Viele trugen einen Neopren-Anzug. Ab einer Wassertemperatur von 21,9 Grad wäre der Neopren-Anzug offiziell nicht mehr zulässig gewesen.  Fotos: Peters
1 von 5
Gegen die Mittagszeit gingen die Teilnehmer des 6. Ostseetriathlons auf die 500 Meter lange Strecke im 21,2 Grad warmen Ostseewasser. Viele trugen einen Neopren-Anzug. Ab einer Wassertemperatur von 21,9 Grad wäre der Neopren-Anzug offiziell nicht mehr zulässig gewesen. Fotos: Peters

6. Ostseetriathlon in Eckernförde: Riesebyer Nick Hansen verpasst als Dritter hinter Schröder-Groeneveld seinen zweiten Sieg

shz.de von
23. Juli 2018, 05:48 Uhr

Was für ein Gegensatz zum Vorjahr. Mussten sich die Aktiven bei der fünften Auflage des Ostseetriathlons noch ordentlich bewegen, um sich warm zu halten, wobei für die Jugendlichen sogar die Schwimmstrecke wegen Unterkühlungsgefahr gänzlich gestrichen wurde, suchten die Dreikämpfer diesmal bei der sechsten Auflage jede schattige Möglichkeit, um sich dort aufzuhalten.

Die Veranstalter vom Eckernförder MTV und den Wasserfreunden Eckernförde freuten sich über ein erneut großes Interesse mit rund 370 gemeldeten Ausdauersportlern.

Nachdem die Jugendlichen ihre Wettbewerbe absolviert hatten ging es zur Mittagszeit los mit dem Volkstriathlon. Zunächst galt es, die 500 Meter lange Schwimmstrecke vor der Borbyer Uferpromenade zu bewältigen. Anschließend ging es für die Teilnehmer, lautstark angefeuert von den mehrere hundert Zuschauern, aus dem Ostseewasser hinaus auf die 18 km lange Radstrecke mit dem Wendepunktkurs zwischen Jungmannufer und dem Straßenzug Am Ort und der Landesstraße 26, ehe abschließenden der 5-km-Lauf zwischen Borby und Louisenberg anstand.

Nicht zu bezwingen war an diesem Tag Profi-Triathlet Peter Seidel (Othim Traiathlon Team), der vor vier Wochen überraschender Zweiter beim Ostseeman in Damp wurde. Er hatte kurzfristig in Eckernförde nachgemeldet, um sich eine gute Ausgangsposition für die Gesamtwertung des Baltic-Tri-Cups zu verschaffen. Letzte Station dafür ist am 5. August in Glücksburg. „Das war tiptop hier“, freut sich Seidel. „Normalerweise bin ich längere Strecken gewohnt. Deshalb werde ich nach dem Ostseetriathon auch noch einen Zehn-Kilometer-Lauf dranhängen, damit sich meine Muskeln nicht wundern.“

Der Riesebyer Nick Hansen (Borener SV) hatte im Vorwege auf seinen zweiten Sieg nach jenem bei der Premierenveranstaltung 2013 spekuliert. Doch daraus wurde nichts. Er ging als Zweiter auf die Laufstrecke, wurde hier aber auf der zweiten Runde noch von Leif Schröder-Groeneveld abgefangen. „Es hat nicht sollen sein“, sagt Hansen. „Auf der Radstrecke musste ich etwas gegen meinen Körper ankämpfen, da ich unerwarteterweise mit Seitenstechen zu tun hatte. Dabei bin ich eigentlich ganz gut in Form.“ Schröder-Groeneveld zeigte sich überrascht „über das wirklich hohe Niveau beim Schwimmen. Danach habe ich gewusst: Wenn ich mit weniger als einer Minute Rückstand auf Nick zum Laufen komme, kann ich ihn noch einholen. Und das hat dann ja glücklicherweise auch geklappt.“

Schnellste Frau war Bettina Lange (TSV Bargteheide), die gemeinsam mit Mann Jens Krohn vor zehn Tagen Weltmeister auf Fünen wurde: „Normalerweise ist die Pause zu gering. Doch ich wollte hier aufgrund der schönen Atmosphäre mit den vielen Zuschauern unbedingt mitmachen – und es hat sich ja auch gelohnt.“

zur Startseite

Diskutieren Sie mit.

Leserkommentare anzeigen