Segeln : Klassische Yachten mit am Start

Dicht auf dicht geht es nach dem Start zur Langstrecke nach Eckernförde zu.
Dicht auf dicht geht es nach dem Start zur Langstrecke nach Eckernförde zu.

Andrang für die 125. Jubiläums-Aalregatta und das Welcome-Race zwischen Eckernförde und Kiel so groß wie nie zuvor.

shz.de von
15. Juni 2018, 06:00 Uhr

„Das ist neuer Melderekord“, frohlockt Ralf Paulsen, einer der beiden verantwortlichen Wettfahrtleiter der Aalregatta, die in Kombination mit dem „Welcome-Race“ bis Mitte der Woche mehr als 250 Yachten auf die Meldeliste brachte.

Viel Mühe haben sich die beiden Veranstalter Kieler Yachtclub und Segelclub Eckernförde gegeben, um das 125. Jubiläum dieser traditionsreichen Regatta von Kiel nach Eckernförde ins gebührende Licht zu rücken. Waren es in der Vergangenheit stets die ORC- und Yardsticklassen, die gepaart mit einer Handvoll Multihull Booten das Regattafeld bestimmten, kommen dem Anlass entsprechend klassische Schönheiten hinzu, deren Alter bis Anfang des 20. Jahrhunderts zurückreichen. Mehr als zwei Stunden wird das Startverfahren am Düsternbrook dauern, das zeitweilig durch das Einlaufen der Oslo-Fähre unterbrochen wird und dessen Dauer der Masse der Teilnehmer geschuldet ist. Bleibt es bei der Wettervorhersage für Sonnabend, wird für die Zuschauer rund um das Starthaus bei mäßigem Wind ein Vorwind-Start geboten, bei dem es sicher viele Spinnaker zu sehen geben wird.

Der erster Start erfolgt um 9.05 Uhr, wenn dann die Letzten auf die rund 29 Seemeilen lange Strecke gehen, dürften die Ersten fast schon die Hälfte der Strecke hinter sich haben. Findet man auf der Liste der Yardstick- und ORC-Klassen langjährige Teilnehmer wie die spiegelnde „Desna“ von Sven Wackerhagen oder die von einer reinen Frauencrew gesegelte „Tutima“, dürften Fans klassischer Yachten diesmal besonders auf ihre Kosten kommen, wenn legendäre „12er“ wie die 1912 vom Stapel gelaufene gaffelgetakelte „Heti“, oder die „Sphinx“ die mit mehr als 21 Meter Länge bei dreieinhalb Meter Breite wahre Hingucker sind.

Mit dabei ist auch die „Germania VI“, deren erste Vorgängerin gegen die Kaiserliche „Meteor“ einst auf der Langstrecke nach Eckernförde antrat. Mit an Bord wird die Urenkelin des Kaiser-Bruders Prinz Heinrich von Preußen, Edwina von Posern, Herzogin zu Mecklenburg, sein. Sie gibt in Kiel auch den ersten Start-schuss.

Je nach Wetterlage werden die ersten Yachten gegen 14  Uhr in Eckernförde erwartet, dort gibt es dann beim Zieldurchgang den obligatorischen, namensgebenden Aal für jede teilnehmende Yacht. Eng wird es dann im Eckernförder Binnenhafen vor und hinter der Holzbrücke, wenn sich Yachtbaugeschichte der vergangenen 100 Jahre in nie dagewesener Zusammenstellung publikumsnah präsentiert. Die Siegerehrung ist am Sonnabend gegen 21 Uhr vorgesehen. Abgelegt wird am Sonntag ab 9 Uhr. Der erste Start erfolgt um 10 Uhr.

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