Fussball-Kreispokal Rendsburg-Eckernförde : Kein Spielglück

Pokalaus: Gettorfs Sascha Iwers verlor gegen den TuS Jevenstedt um Robin Grell mit 1:4.
Pokalaus: Gettorfs Sascha Iwers verlor gegen den TuS Jevenstedt um Robin Grell mit 1:4.

Gettorfer SC unterliegt Jevenstedt im Halbfinale des Kreispokals Rendsburg-Eckernförde einem hitzigen Duell mit 1:4.

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04. Oktober 2019, 18:40 Uhr

Der TuS Jevenstedt hat den Gettorfer Traum vom Einzug ins Fußball-Kreispokal-Finale, wie schon in der Vorsaison, platzen lassen. Die Mannschaft von Trainer Christian Schössler unterlag am Ende deutlich mit 1:4 (0:2). Im Vorjahr hatten die Gäste noch von einer Entscheidung am grünen Tisch profitiert, da der GSC in der Verlängerung unerlaubter Weise, wenngleich in Absprache mit dem damaligen Schiedsrichter, einen vierten Spieler eingewechselt hatte (wir berichteten).

An eine Verlängerung war am gestrigen Tag der Deutschen Einheit nicht zu denken. Von einem friedlichen Fußballfest war das hitzige Duell aber ebenfalls weit entfernt. Negativer Höhepunkt: Gettorfs David Wagner musste nach 41 Minuten durch Jacob Braun ersetzt werden, weil ihn Gegenspieler Timo Klug hinter den Augen des Schiedsrichters am Nacken packte und Wagner umschmiss, der so unglücklich stürzte, dass ihm das Schlüsselbein brach. Tim Marten Wick, der sich in Folge dessen lautstark echauffierte, sah die Gelbe Karte und nur sieben Minuten später Gelb-Rot. Zwei Ereignisse, die das Spiel mitentschieden. „Uns trifft das natürlich hart. Einerseits die Niederlage, da definitiv mehr drin war. Andererseits aber die beiden neuerlichen personellen Verluste. Denn auch Wick verletzte sich bei einem Mittelding zwischen Foul und Pressschlag und wird uns definitiv länger fehlen“, so Schössler, der in dieser Saison immer wieder Löcher personeller Art zu stopfen hatte und erst allmählich wieder eine Elf nahe der Wunschformation aufbieten konnte.

Dabei hatten die Gastgeber zunächst mehr vom Spiel und auch ein Chancenplus. Yannick Wolf, von Jevenstedt fast nur mit unerlaubten Mitteln zu stoppen, hatte drei Hochkaräter auf dem Stiefel, vergab diese jedoch. Effektiver waren die auf Konter lauernden Gäste, die durch Sebastian Hehnke (14.) und Lukas Gersteuer (45.+3) vor der Pause zweimal zum Abschluss kamen und zweimal jubeln durften. Dabei waren beide Gegentore ärgerlich und überflüssig. Beim 0:1 hob der auf der Linie klebende Kevin Perro das Abseits auf, als eine unzureichend geklärte Ecke wieder in den Strafraum befördert wurde und Hehnke freistehend einschoss. Kurz vor dem Halbzeitpfiff traf Gersteuer mit einem für Lennart Weidner unhaltbar abgefälschten Schuss. Der GSC-Keeper stand auch beim 0:3 im Blickpunkt, als er – dabei nicht gut aussehend – von Torschütze Jan-Mattes Szalies auf dem falschen Fuß erwischt wurde. „Das war die Entscheidung, auch wenn wir uns in der Halbzeit noch viel vorgenommen hatten und auch weiter bemüht waren“, sagte Schössler.

Die Gäste hatten nun Raum für Konter und kamen zu etlichen Tormöglichkeiten, die Weidner gekonnt vereitelte und nur nach dem 1:4 von Lucas Seefeldt hinter sich greifen musste. Wolf gelang von der Strafraumgrenze aus nur noch Ergebniskosmetik (86.).

Lange grämen müssen sich die Gettorfer indes nicht. Schon morgen haben sie die Möglichkeit, in Satrup zurück in die Erfolgsspur zu finden. Angepfiffen wird die Partie in der Landesliga Schleswig um 14.30 Uhr.


Gettorfer SC: Weidner – Gravert, Iwers, Wick, Perro – Y. Wolf, Wagner (37. J. Braun) – L. Braun, Dahsel, Hindersmann – Herzig.

TuS Jevenstedt: Tischer – Lühder, Lehmann, Richter, Klug (80. Schlüter), Johannes Kaak, Gersteuer (64. Krause), Mathis Mrosek, Szalies, Hehnke, Grell (73. Seefeldt).

SR: Meyer (Todenbüttel).

Tore: 0:1 Hehnke (18.), 0:2 Gersteuer (53.), 0:3 Szalies (61.), 0:4 Seefeldt (81.), Y. Wolf (86.).

Gelb-Rote Karte: Wick (47., Meckern und Foul).

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