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Karate : Kampfsport der Extraklasse

vom
Aus der Redaktion der Eckernförder Zeitung

Für den Eckernförder Lokalmatadoren Kilian Schumacher gab es beim International German Wado Cupwurde ein unglückliches Turnier-Comeback.

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erstellt am 03.Mai.2016 | 06:00 Uhr

Zum ersten Mal in der Vereinsgeschichte richtete der Eckernförder Karateverein Fuji Yama den International German Wado Cup 2016 in Eckernförde aus. Hierbei handelt es sich um die inoffizielle internationale Deutsche Meisterschaft der Karate-Stilrichtung Wado-Ryu / Wado-Kai.

„Wir haben heute 253 Einzelstarts und neun Mannschaften von 209 Sportlern aus 31 Vereinen aus Deutschland, Dänemark, Belgien, Armenien und sogar Nepal“, konnte Karsten Schumacher vom Fuji Yama Eckernförde bei der Begrüßung die erfreulichen Meldezahlen nennen. Natürlich waren auch die Teamtrainer des Deutschen Karate Verbands (DKV) Kay Schröder (Kata) und Marco Thierbach (Kumite) bei diesem Sportevent vor Ort.

Es begannen die Kata-Begegnungen aller Altersklassen von der U9 bis +50 Jahre. Hier konnten die Eckernförder schon überzeugen. Christian Leonhardt erkämpfte sich einen erfreulichen Bronzeplatz, genauso wie Alexandra Grothusen (Altersklasse +30/+40) bei ihrem ersten Turniereinsatz. Die Fuji-Yama-Sportler Leon Brencher, Marquardt Momme, Ida Tode und Sophie Schumacher konnten in Ihren Vorrunden überzeugen, verloren dann aber jeweils ihre Finalbegegnungen und wurden Zweite. Sophie Schumacher startete zudem in der Leistungsklasse +18 und erkämpfte sich dort einen guten 3. Platz. Hier bekam sie es auch mit Bundeskaderathleten zu tun, die bereits bei der Wado-WM in Japan gestartet sind.

Im Eckernförder Finale der Schüler U14 traten Sonya Gatzen und Emily Dobratz gegeneinander an. Gatzen konnte dieses Mal das Finale für sich entscheiden. Überzeugen konnte auch Luke Brencher, der alle Partien in einer großen Gruppe der Schüler U14 gewann und Platz eins einfuhr. Das Kata-Team der Eckernförder setzte sich gegen den einzigen Kontrahenten TSV Trittau durch, genauso wie die Kampfgemeinschaft mit den Gettorfern Martin Korsanke und Christoph Quander und Fuji-Yama-Sportwart Andreas Frahm. In der Altersklasse +30/+40/+50 gewann das Trio aus dem Altkreis gegen die Sportler vom NDTSV Holsatia Kiel.

In den folgenden Kumite-Wettbewerben feierte nach langer verletzungsbedingter Pause Kilian Schumacher sein Turnier-Comeback. Die Erwartungen waren bei ihm aber nicht sehr hoch: „Ich bin gerade wieder seit knapp zwei Wochen im Training. Das wird sich bemerkbar machen.“ Zumal er direkt in seinem ersten Duell gegen den Belgier Robbe Vandeuren (KC Leuven) ran musste. Dieser kam erst wenige Minuten vor dem Kampf in die Halle und machte sich vor den Augen seines Eckernförder Gegners warm. Kilian Schumacher stellte mit einem Grinsen fest: „Der wirkt aber sehr durchtrainiert und dynamisch. Da kommt was auf mich zu.“ Im Duell der Klasse männliche U21 (+78 kg) war es dann auch eine klare Angelegenheit für den Belgier, doch Schumacher sah es realistisch und war doch direkt wieder selbstkritisch: „Er war extrem schnell. Aber das, was ich gezeigt habe, kann auch nicht reichen.“ Pech hatte Schumacher dann in seinem zweiten Kampf (U21 Allkategorie), als er gegen den Dänen Patrick Rasmussen nach Punkten klar führte – aber vom Dänen dann unglücklich mit dem Fuß am Kopf getroffen wurde. Schumacher musste verletzungsbedingt aufgeben und wurde auf ärztliche Empfehlung mit Verdacht auf Schädel-Hirn-Trauma und Fraktur des Kiefers zur Uni-Klinik nach Kiel transportiert. Das selbe Schicksal erlitt der Rendsburger Gerrit Kleinschmidt, der ins Eckernförder Krankenhaus kam. Mittlerweile ist klar: Beide Sportler sind mit leichten Blessuren sowie einer Gehirnerschütterung davon gekommen.

Der Kumite-Wettkampf wurde aber keinesfalls nur von Verletzungen bestimmt. Auch hier feierten die Gastgeber einige Erfolge. Sonya Gatzen und Nele Medler gewannen in ihren Gewichtsklassen bei den Schülern U14 jeweils die Silbermedaille. Andreas Frahm startete in der Altersklasse +40 Jahre und erkämpfte sich ebenfalls Rang zwei.

„Wir haben heute gezeigt, dass der Fuji Yama Eckernförde auch ein so großes, internationales Turnier perfekt organisieren und durchführen kann. Durchweg positive Resonanz der Kampfrichter, Betreuer und Sportler bestätigen uns“, freut sich Karsten Schumacher, der nun schon das nächste Turnier planen kann. Am 4. Juni findet mit dem Sprottenwettkampf das nächste Großereignis im Schulzentrum statt.

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