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Segeln : Kälte stellt Segler auf die Probe

vom
Aus der Redaktion der Eckernförder Zeitung

Broder Diedrichsen gewann die Hobie 14- und Michael Kuhles/Anke Delius die Hobie-16-Klasse beim 14. Bunny Checker Cup unter erschwerten Bedingungen.

shz.de von
erstellt am 15.Nov.2017 | 06:00 Uhr

Eckernförde | Regen, Sonnenschein, Hagelschauer – für die Teilnehmer des 14. „Bunny Checker Cups“ stellte das Wetter eine besondere Herausforderung dar, die jeweils etwa 45 Minuten langen Segelwettfahrten durchzuhalten. Seit mehreren Jahren gilt die Veranstaltung, die vom WS Fleckeby unterstützt wird, als Saisonausklang der Nordsektion der „Hobie Cat“-Klassenvereinigung. Ein Event, bei dem nicht nur das Segeln, sondern auch der Spaß im Vordergrund stehen soll. So trafen sich die Teilnehmer schon rechtzeitig am Freitagabend bei Grillgut, Discoklängen und Whirlpool-Nutzung. Nichtsdestotrotz mussten sie für die Ranglistenwertung sowohl sechs Wettfahrten in der Einhandklasse Hobie-14, als auch bei den zweier Hobie-16 hinter sich bringen. Insgesamt waren 20 Boote an zwei Tagen auf dem Wasser, eine Beteiligung, die Organisator Christian Diederich zufrieden stellte.

Aufgrund des leichten Windes um Nordwest, der mal hin- und mal herdrehte, wurde es nach dem Start zum Glücksspiel, den richtigen Kurs zur Luvtonne zu finden. Konnten die einen auf dem Kurs zur Tonne direkt anliegen, mussten andere für die gleiche Strecke mehrere Kreuzschläge machen. Hatte man dann seinen Kurs gefunden, lautete die Devise, sich möglichst wenig zu bewegen, um keine Unruhe ins Boot zu bringen und Geschwindigkeit zu halten. Ein Umstand, der bei den nasskalten Temperaturen schnell die Kälte in die Knochen ziehen ließ.

Nach zwei der vier Wettfahrten am Sonnabend dünnte sich das Teilnehmerfeld temperaturbedingt immer mehr aus. So empfand Steuerfrau Karoline Berndt die Bahn als etwas zu lang. Außerdem fehlte ihr die körperliche Belastung, die man sonst bei mehr Wind hat. „Das hält man nur durch, wenn man weiß, dass ein geheizter Whirlpool an Land wartet“, scherzt Berndt. Etwas gegen die Kälte halfen die frisch gegrillten Würstchen vom Startfloß, die nach der zweiten Wettfahrt an die Teilnehmer gereicht wurden. Gut hielten sich Amelie und Finja Block vom Nordwind Wassersportverein, sie waren mit Jahrgang 2001 und 2003 die jüngsten Teilnehmerinnen. Etwas Action gab es dann, als gegen Ende der zweiten Wettfahrt eine Hagelfront durchzog und kurzzeitig mit ein paar Böen den Wind auffrischte. Die damit verbundene Winddrehung machte ein komplettes Neuausrichten der Regattabahn erforderlich. Wegen der extremen Kälte warfen nach der dritten Wettfahrt mehr als die Hälfte der durchgefrorenen Teilnehmer das Handtuch.

Am Sonntag herrschten zwar die gleichen Windbedingungen, allerdings mussten die Mitstreiter nur zwei Mal starten, was den Verlauf erträglicher machte. Das Ergebnis stand daraufhin ohne große Überraschungen schnell fest. Dass trotz widriger Winde Konstanz möglich war, bewiesen Michael Kuhles (Deutscher Regattasegelclub) und Anke Delius (Sail-Lollipop Regatta Verein).

Sie bestimmten mit vier ersten und einem zweiten Platz in der 16er-Klasse die Serie für sich und mussten deshalb zur letzten Wettfahrt gar nicht mehr antreten. Ganz anders lief es bei den Hobie-14. Zwischen Broder Diedrichsen, Markus Merten und Wolfgang Ehrich herrschte nach sechs Wettfahrten Punktegleichstand. Die letzte Wettfahrt aber konnte schließlich Broder Diedrichsen vom Hallig Segelclub Hooge für sich entscheiden.

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