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2. Floorball-Bundesliga : Jubel trotz Heimpleite: TSV Neuwittenbek hält die Klasse

vom
Aus der Redaktion der Eckernförder Zeitung

Die Randkieler sind nach ihrem letzten Saisonspiel nicht vom rettenden sechsten Platz zu verdrängen.

Gettorf | Große Freude und Erleichterung fühlten die Floorballer des TSV Neuwittenbek nach ihrem letzten Saisonspiel in der 2. Bundesliga Nord-West. Zwar gab es in Gettorf gegen die Dümptener Füchse eine knappe 5:6 (2:0, 0:2, 3:4)-Niederlage, doch da auch der Westfälische FC sein Heimspiel verlor, steht fest, dass der TSV in der Liga bleiben wird. Der WFC hat zwar noch ein Spiel vor sich, kann bei sechs Punkten Rückstand den TSVN von Platz sechs aber nicht mehr verdrängen.

Um überhaupt nicht auf andere Ergebnisse angewiesen zu sein, wollten die Neuwittenbeker ihr letztes Saisonspiel gewinnen. Und danach sah es im ersten Drittel auch aus: Mit Ruhe im Aufbau erspielte sich der Gastgeber immer wieder freie Abschlüsse. Jedoch fanden die Schüsse zu selten ihren Weg auf das Tor. Erst in der 19. Minute sollte der Knoten platzen. Frederike Scholz erzielte das 1:0. Nur wenige Sekunden später baute Ole Jensen mit einem wuchtigen Fernschuss in den Winkel die Führung auf 2:0 aus. TSV-Trainer Daniel Kunze sagt: „Im ersten Drittel waren wir das klar bessere Team. Warum wir im zweiten den Faden so verlieren, kann ich mir nicht erklären.“

Die Füchse übernahmen das Kommando und das Heimteam geriet schon im Spielaufbau teilweise früh unter Druck und schaffte es nicht mehr den Ball sicher nach vorne zu kombinieren. Dümpten nutzte seine Dominanz aus, und hatte nach den zweiten 20 Minuten durch das 2:2 wieder ausgeglichen.

Es folgte ein turbulentes Schlussdrittel. Neuwittenbek geriet schnell in Rückstand, doch nach 48 Minuten besorgte Moritz Marschke den Ausgleich. Und es kam noch besser: Der TSV, nicht gerade für sein effizientes Überzahlspiel bekannt, schaffte es, mit einem Mann mehr auf dem Feld, das 4:3 vorzulegen. Sven Traulsen hatte Kapitän Jannik Drews bedient. Fortan wurde das intensive Spiel noch etwas ruppiger, sodass nach Strafzeiten viel Platz auf dem Feld war. Die Gäste benötigten jedoch gar kein Überzahlspiel, um ihrerseits nach zwei Treffern in Folge eine 5:4-Führung vorzulegen. Der TSV riskierte nun alles und nahm Torwart Bewarder für einen sechsten Feldspieler heraus. Das sollte belohnt werden. Henrik Jöhnk traf mit der Rückhand zum 5:5. Was nun passieren sollte konnten die wenigsten Zuschauer glauben. Direkt nach dem Bully setzte sich ein Dümptener gegen alle fünf Neuwittenbeker durch und konnte nur fünf Sekunden nach Anpfiff den Siegtreffer erzielen. Die Männer vom Kanal warfen noch einmal alles nach vorne. Ein letzter Abschluss von Sascha Kaliebe traf aber nur die Latte. „Am Ende wäre ein Unentschieden sicherlich leistungsgerecht gewesen, aber das Glück war auf Seiten der Füchse“, sagt Kunze.


TSV Neuwittenbek: Zädler, Bewarder – Wagner, Dethlefsen, F. Traulsen (0 Tore + 1 Vorlage), Charlet (0+1), Scholz (1+0), Zinke, FSilbernagel, Jensen (1+0), Jöhnk (1+1), Drews (1+0), Marschke (1+0), S. Traulsen (0+1), Kaliebe.


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erstellt am 30.Mär.2016 | 06:00 Uhr

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