Im Halbfinale ausgebremst

Der Wille war da: Hier setzt sich HSG-Akteurin Ann Kathrin Griese (rechts) gegen die Kielerin Eike Rebecca Ude durch. Am Ende gewann die THW-Reserve das Halbfinale aber klar.
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Der Wille war da: Hier setzt sich HSG-Akteurin Ann Kathrin Griese (rechts) gegen die Kielerin Eike Rebecca Ude durch. Am Ende gewann die THW-Reserve das Halbfinale aber klar.

Die Handballerinnen der HSG Gettorf/Osdorf unterliegen beim Finalturnier des Förde-Pokals dem späteren Sieger THW Kiel II mit 22:32

shz.de von
08. Mai 2018, 06:00 Uhr

Der Traum vom Gewinn des Förde-Pokals ist für die Handballerinnen der HSG Gettorf/Osdorf geplatzt. In Kronshagen war jetzt beim Finalturnier im Halbfinale Schluss. Gegen den Kreisoberliga-Rivalen THW Kiel II verlor das Team von Trainer Michael Thimm mit 22:32 (9:16). Die THW-Reserve holte sich später dann auch die Trophäe durch einen 22:15-Sieg im Endspiel gegen die SG Kiel-Nord. Der Kreisoberliga-Meister hatte zuvor den Preetzer TSV II mit 32:16 ausgeschaltet.

Ambitioniert war Gettorf/ Osdorf ins Turnier gestartet. „Wir können die Saison jetzt vergolden“, hatte Thimm vorher gesagt – doch daraus wurde nichts. Dabei war die Ausgangslage für einen Endspiel-Einzug des Vizemeisters eigentlich gut gewesen. Den Halbfinal-Kontrahenten hatte Gettorf/Osdorf in beiden Punktspielen geschlagen. Doch vielleicht war auch gerade das die Extra-Portion Motivation, die die Kielerinnen zu Höchstform auflaufen ließ. In der Abwehr waren die Gettorferinnen oft nur zum Zuschauen verdammt, immer wieder fanden die flinken Gegnerinnen einen Weg zum Abschluss und stellten früh die Weichen (7:1/11.). Auch im Angriff biss sich die HSG regelrecht die Zähne aus. Und fanden die Thimm-Schützlinge dann doch einmal den Weg durch die THW-Abwehr, stand ihnen allzu häufig die Kieler Torfrau Inga Siedenburg im Weg. Beim Stand von 8:11 war die HSG zwar wieder im Spiel (22.), doch bis zur Pause wuchs der Rückstand doch wieder auf sechs Tore an. Auch im zweiten Durchgang kam das Thimm-Team noch einmal bis auf drei Tore heran (15:18/41.) – näher aber nicht mehr. Vier Kieler Tore in Folge zogen der HSG endgültig den Zahn (22:15/45.). „Für solche Kulissen und gegen so viel Erfahrung des Gegners fehlen uns noch die Nerven. Eine Torhüterin wie Inga Siedenburg bringt uns mit ihren Paraden zur Verzweiflung“ sagte Thimm.

Seine Mannschaft muss die verpasste Titelchance nun aber schnell aus den Köpfen bekommen, denn bereits heute Abend steht das nächste und eminent wichtige Spiel an. Um 20.30 Uhr bestreitet Gettorf/Osdorf das Hinspiel um einen möglichen Aufstieg in die Landesliga gegen die HSG 91 Nortorf. Das Rückspiel gegen den Vizechampion der Kreisoberliga Mitte findet am Sonntag um 17 Uhr in Nortorf statt. Sollte sich Gettorf/ Osdorf durchsetzen, geht es gegen Vertreter aus dem Nord- und Süd-Bereich des Landes um eventuelle freie Plätze in der Landesliga. „Wir wollen uns für die harte Arbeit vor und in der Saison belohnen und die beiden Aufstiegsspiele unbedingt gewinnen“ betont Thimm, dessen Team als Sieger zwar noch keinen sicheren Startplatz für die Landesliga hat, aber für den Fall der Fälle vorbereitet zu sein scheint. Thimm: „Uns erwarten Zu- und Abgänge, mehr kann ich aber noch nicht sagen.“


Tore für die HSG Gettorf/Osdorf: Griese (5/1 Siebenmeter), Elscher (4/1), Dibbern (3/1), Goos (3/3), Jessen (3), Lübker (2), Wölki (1), Bahr (1).


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