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Segeln : Ideale Windbedingungen für 250 Boote

vom
Aus der Redaktion der Eckernförder Zeitung

Das 24. „Eckernförder Eichhörnchen“ wurde in diesem Jahr auf drei Regatta-Bahnen auf der Eckernförder Bucht ausgetragen.

shz.de von
erstellt am 14.Jun.2017 | 06:00 Uhr

Eckernförde | Es könnte der Start in einen perfekten Segelsommer sein. Dies versprachen die Bedingungen beim „Eckernförder Eichhörnchen“, das in der 24. Auflage über die Bühne ging. Knapp 250 Boote beherrschten die Eckernförder Bucht und machten insbesondere zwischen Kranzfelder Hafen und Südstrand mit 190 Optimisten auch für die „Seh“leute an Land das Ereignis zum Erlebnis. Auf drei Regattabahnen verteilt, lag der Up-&-Down-Kurs für die schnellen 29er bei Ludwigsburg, wogegen die Europe und 420er auf Höhe Aschau ihre Bahn hatten. „Eigentlich waren nur zwei Bahnen geplant, jedoch hätten drei Bootsklassen auf einer Bahn zu erheblich Problemen geführt“, begründet Gesamt-Wettfahrtleiter Olaf Stormer vom SC Hansa Lübeck die Änderung gegenüber der Ausschreibung. Auf zwei Bahnen lag die Verantwortung für die Wettfahrt in Juniorenhand, so war auf der Außenbahn für die 29er Justus Braatz, auf der Innenbahn bei den Optis Alva Manß, beide vom SCE, zuständig. Die Leitung bei den 420er und Europes hatte Manfred Fritsche, ebenfalls vom SCE.

Gute Bedingungen bei westlichen Winden um zwei bis drei Windstärken sorgten am ersten Tag zumindest auf den beiden Außenbahnen für einen reibungslosen Ablauf. Hier hatten die guten Windverhältnisse, die lediglich in ihrer Stärke variierten, sowohl für die leichteren, dann aber auch für die etwas schwereren Mannschaften Vorteile. Segelten die 29er am Nachmittag insgesamt fünf Wettfahrten, kamen gerade die jüngeren Teilnehmer auf der Opti-B-Bahn zum Ende der vierten Wettfahrt an ihre Grenzen. Schwierig wurde bei der dritten Wettfahrt die Zeitnahme, nachdem eine Bahnmarke abtrieb, verdichteten sich die beiden Opti-Klassen in der letzten Wettfahrt vor dem Ziel zu einer einzigen großen Masse, sodass die Reihenfolge der Zeitnahme bei mehr als 15 Jollen gleichzeitig auf der Ziellinie trotz Kameraaufzeichnung für den einen oder anderen nicht mehr eindeutig war.

Glimpflich ging die Kollision eines Opti-B Seglers mit einer Yacht unter Segeln ab, hier konnte sich der Jugendliche mit einem Sprung ins Wasser retten, der Opti erlitt einen Totalschaden. Nach Bereitstellung eines Ersatzbootes setze das Segeltalent seine Wettfahrt jedoch beim nächsten Start unbeirrt fort.

Gut angenommen wurde der Shuttle-Dienst zu den Regattabahnen, wo Eltern oder Angehörige ihre Sprösslinge aus nächste Nähe an den Wendemarken erleben konnten. In allen Klassen kristallisierten sich über die Wettfahrtserie beider Tage die Spitzensegler heraus, so dass es auch, trotz Streichen des schlechtesten Ergebnisses, keine Überraschungen gab.

So sicherte sich bei den Europes Janika Puls vom Lübecker YC bei 8 Punkten mit nur einem Punkt Vorsprung vor Sverre Reinke (WSV Hemelingen) ihren ersten Platz und konnte ihren Namen erneut auf dem Wanderpokal verewigen. Mit etwas mehr Abstand zum Zweiten behaupteten sich bei den 29er die Crew Splieth/Paetz vor den Brüdern Temming (beide KYC).

Ihren Vorjahressieg beim Squirrelcup wiederholten die Geschwistern Charlotte (21) und Julius Braun-Dullaeus (17) vom SC Eckernförde in der 420er-Klasse erfolgreich und ließen mit der geringstmöglichen Punktezahl (5) ihre schärfste Konkurrenz mit vier Punkten Vorsprung hinter sich. „Wir wollten einfach nur segeln. Bei uns ging es um keine Rangliste oder Qualifikation. Vielleicht war das das Entscheidendende“, bestätigt die 21-Jährige, die für den SCE auch im Team der J70-Klasse in den Vorausscheidungen für die Segel-Bundesliga steuert.

Souverän entledigte sich bei den Opti-A mit drei ersten Plätzen auch Ole Schweckendiek (KYC) seiner Konkurrenz. Bei den Opti-B zeigte Matti Balzereit (KYC) sein Heck Theo Gnass, der mit drei Punkten ohne Streichergebnis hinter ihm lag. Letzterer stammt aus Hessen und sammelte seine seglerische Erfahrung auf dem Langener Waldsee, einem Baggersee südlich von Frankfurt.

Ergebnisse

Wanderpokal der Stadt Eckernförde für den jeweils 1. Platz in der Opti A: Ole Schweckendiek (Kieler YC) und 1. Platz Opti-B: Matti Balzereit (KYC)
Elmar Sievers Wanderpokal für das beste Mädchen in Opti A: Franziska Nussbaumer (Yacht-Club Langenargen)
Wanderpokal für den Kreismeister(in) jeweils in Opti A: Ansgar Hermeler und Opti-B: Jonne Köhn
Wanderpokal für den jüngsten Teilnehmer im ersten Drittel Opti A: Moritz Gießelmann (Bayrischer Yachtclub)
Wanderpokal für den jüngsten Teilnehmer im ersten Drittel Opti B: John Frederik Wolff (Norddeutscher Regatta Verein)
Wanderpokal für den 1. Platz in der Europe: Janika Puls (Lübecker Yacht-Club)
OptiA: 1. Ole Schweckendiek (KYC), 2.Tobias Schönrock, 3. Franziska Nussbaumer, (YCL), 4. Josse Bonatz (KYC), 5. Ansgar Hermeler (SCE)
Opti B: 1. Matti Balzereit (KYC), 2. Theo Gnass (WSV Langen), 3. Morten B. Borchardt (LYC), 4. Leonard von Holtum (Wassersportverein Bergstrasse), 5. Konstantin von Holtum, (SVB-L)

Europe: 1. Janika Puls (LYC), 2. Sverre Reinke (Wassersport-Verein Hemelingen), 3. Marisa Roch (KYC), 4. Linus Pleines (WVH), 5. Johann Tammen (Segler-Vereinigung Kiel)

420er: 1. Charlotte und Julius Braun-Dullaeus (SCE), 2. Jette Koep (Seglerverein Braunschweig)/Charlotte Beilken, Wassersportverein Altwarmbüchen, 3. Lenja Feuser/Pia Ellerbek (WVH), 4. Marvin Grotheer/Jesper Möller (Mühlenberger Segel-Club), 5. Lea Marleen Lüthje/Nike Hadler (SECE)
29er: 1. Mathis Splieth/Christoph Paetz (KYC), 2. Carl & Ben Temming (KYC), 3. Charlotte Henkel/Lena Leiers (Hamburger Segel-Club), 4. Rasmus Fischer/Emily Buhl (KYC), 5. Johanna von Forstner/Annika Kemper (KYC)

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