Handball-Kreisoberliga : HSG hält Verfolger auf Abstand

Nina Wölki (li.) von der HSG Gettorf/Osdorf versucht sich aus dem festen Griff von Kiels Manya Petermann zu befreien.
Foto:
1 von 2
Nina Wölki (li.) von der HSG Gettorf/Osdorf versucht sich aus dem festen Griff von Kiels Manya Petermann zu befreien.

Die HSG Gettorf/Osdorf besiegt im Spitzenspiel den THW Kiel II, während der MTV Dänischenhagen in 15 Minuten seine Siegchance verspielt.

von
28. Februar 2018, 06:00 Uhr

Gettorf | Nur 15 schwache Minuten reichten, um im Auswärtsspiel bei der HSG Mönkeberg-Schönkirchen III aussichtslos in Rückstand zu geraten. So verpasste es der MTV Dänischenhagen in der Handball-Kreisoberliga Förde der Frauen, sich weiter vom Tabellenende abzusetzen. Jubelstimmung herrschte dagegen bei der HSG Gettorf/Osdorf, die das Verfolgerduell am Ende souverän gegen den THW Kiel II für sich entschied und Tabellenführer SG Kiel-Nord weiter auf den Fersen bleibt.


HSG Mönkeb.-Schönk. II – MTV D’hagen   27:18 (18:9)

„Es mag sich bei dem deutlichen Ergebnis komisch anhören, aber wir hatten durchaus Chancen, dieses Spiel zu gewinnen“, sagt MTV-Trainer Per Bartz. Der Spielverlauf bestätigt seine Aussage. Bis zum 8:8 (14.) war die Partie absolut ausgeglichen, allerdings bekam der Gast aus Dänischenhagen schon zu diesem Zeitpunkt Gaby Wilimzig aus dem Mönkeberger Rückraum nicht in den Griff. Sie traf wie sie wollte, egal welche Deckungsvariante der MTV auch probierte. „Ab Mitte der ersten Hälfte haben wir dann 15 Minuten ganz schlecht in der Deckung gestanden. Wir haben gegen ihre Goalgetterin kein Mittel gefunden und es einfach schlecht gemacht“, sagt Bartz. Wilimzig erzielte alleine elf Tore im ersten Durchgang, im zweiten kam dann nur noch eines hinzu. Doch die Schwächephase vor der Pause sorgte mit 9:18 bereits für einen großen Rückstand des MTV. Immerhin brachte Bartz sein Team in der Halbzeit wieder auf Kurs und beim 16:20 (43.) schien tatsächlich noch ein Erfolg möglich. Doch näher kam der MTV nicht heran und konnte es nicht verhindern, dass der Abstand in der Schlussphase sogar wieder etwas größer wurde. „Mönkeberg hat unsere Schwächephase leider konsequent genutzt“, fasst Bartz die Begegnung zusammen.

Tore für den MTV Dänischenhagen: Schumacher (5/1), Grabowski (1), Volp (1), Stegemann (2), Klaß (3), Wenn (2), M. Lehne (1), Schlegel (1), Ottsen (3/1).

HSG Gettorf/Osdorf – THW Kiel II     22:19 (11:11)

Der erste Durchgang dieses Verfolgerduells des Tabellenzweiten aus Gettorf und dem Dritten THW Kiel II war hart umkämpft. Nur zweimal in der Anfangszeit führte der THW mit zwei Toren, danach wechselten die Führungen und es ging mit dem 11:11 in die Pause. „Unsere 5:1-Abwehr hat gut funktioniert. So hatten wir am Ende auch im Hinspiel verteidigt und waren damit erfolgreich. Deshalb haben wir diesmal direkt damit begonnen“, erklärt HSG-Coach Michael Thimm. Jane Elscher agierte vorgezogen und nervte den gegnerischen Angriff. Bei eigenem Ballbesitz zeigte sie als Denkerin und Lenkerin ein gutes Spiel. Aber die gesamte Mannschaft der Gastgeberinnen verdiente sich ein Trainerlob. Auf die Siegerstraße bog die HSG direkt nach der Pause ein, als sie innerhalb kürzester Zeit vier erfolgreiche Gegenstöße lief und sich auf 15:11 absetzte. Diesen Vorsprung verteidigte die HSG klug bis zum Ende. Nach unten muss Thimm mit seinem Team nicht mehr schauen. Sechs Spiele stehen noch aus, darunter das Spitzenduell gegen Kiel-Nord am 21. April. „Platz 1 wäre toll, wird aber sehr schwierig, da die SG Kiel-Nord noch einmal patzen müsste. Trotzdem wollen wir jetzt gerne das Rückspiel gegen Kiel gewinnen und dann mal sehen, was am Ende dabei rauskommt.“

Tore für die HSG Gettorf/Osdorf: Griese (3/1), Jessen (2), Bahr (2), M. Dibbern (5), Lübker (1), Elscher (4/3), K. Goos (3/2), Wölki (2).

zur Startseite
Karte

Kommentare

Leserkommentare anzeigen