Handball-Pokal : HG zieht ins Final-Four ein

Raphaela Steffek (li.) von der HG OKT war für die HSG Tarp-Wanderup, hier mit Manuela Hinrichsen, kaum zu halten.
Raphaela Steffek (li.) von der HG OKT war für die HSG Tarp-Wanderup, hier mit Manuela Hinrichsen, kaum zu halten.

SH-Ligist HSG Tarp-Wanderup muss sich im Viertelfinale der HG OKT mit 16:29 geschlagen geben.

shz.de von
17. Dezember 2016, 06:00 Uhr

Tarp | Ohne Glanz plätscherte das Handball-Pokalspiel zwischen der HG OKT und der HSG Tarp-Wanderup aus der Schleswig-Holstein-Liga in der Treenehalle in Tarp dahin. Dass die Gäste aus der 3. Liga als Sieger den Platz verlassen würden, bezweifelte schon zu Beginn niemand. Zu groß sind die spielerischen, konditionellen und kräftemäßigen Unterschiede zwischen den Mannschaften. Folgerichtig zog der Favorit vor 48 Zuschauern mit einem ungefährdet 29:16 (13:8) in das Pokal-Final-Four ein.

Doch eines zeichnete den SH-Ligisten aus: Sie wollten die HG OKT ärgern – und das ist ihnen gelungen. Während die Gäste gleich zu Beginn verkrampft agierten und wenig bis gar nicht zu einem technisch und taktisch sauberen Spiel fanden, agierte die HSG mit deutlich mehr Spielfreude. Gelungene Aktionen wurden lautstark gefeiert. Bei der HG OKT war es im Angriff in erster Linie Raphaela Steffek, die das Spiel an sich riss und ihrer Mannschaft mit neun Feldtoren erhebliche Unterstützung leistete. In der Abwehr war Torhüterin Sophie Fasold eine wichtige Stütze und konnte etliche freie Bälle parieren.

Tarp-Wanderup musste kurzfristig auf ihre Torfrau verzichten, die an einem Virus laborierte. Kurzerhand sprang mit Melanie Albertsendie die Trainerin der zweiten Mannschaft ein. Sie wuchs bei einigen Paraden über sich hinaus. „Ein Sonderlob erteile ich Anna-Lena Hansen, die es verstand, sich als ganz junge Spielerin vollkommen in den Dienst der Mannschaft zu stellen. Ich bin mit der Mannschaftsleistung komplett zufrieden. Der Klassenunterschied war nicht sehr deutlich spürbar“, äußert sich der sichtbar zufriedene HSG-Trainer Kevin Fischer. Olaf Keck von der HG OKT war froh, als das Spiel gewonnen war: „Damit haben wir einen versöhnlichen Abschluss für das Jahr gefunden. Fünf Punkte aus den letzten drei Ligaspielen und den Einzug in die Pokal-Endrunde.“ Für das Final-Four im HVSH-Pokal haben sich neben der HG OKT auch der TSV Nord Harrislee und SV Henstedt-Ulzburg qualifiziert. Die Partie zwischen der HSG Fockbek/Nübbel und dem TSV Wattenbek findet erst am 19. Dezember statt.

HG OKT: Fasold, Lobstaedt – Ewert (3), Greinke (2), Lübker (1), Jörgensen (1), Nissen (4/2), Steffek (9), Seidel (5/3), Trceziok (1), Detlefsen, Rohwer (3), Haudrup.



zur Startseite
Karte

Diskutieren Sie mit.

Leserkommentare anzeigen