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KSV-Verbandstag : Heinz Jacobsen wirbt um Unterstützung: „Ein Motor benötigt auch Sprit“

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Aus der Redaktion der Eckernförder Zeitung

Beim 43. Verbandstag des Kreissportverbands Rendsburg-Eckernförde in der Globetrotter Lodge auf dem Aschberg wurde der Status Quo aufgezeigt und einige Ämter neu besetzt.

shz.de von
erstellt am 02.Mai.2016 | 06:00 Uhr

Ascheffel | Zum 43. Verbandstag des Kreissportverbands Rendsburg-Eckernförde begrüßte der 1. Vorsitzende, Dr. Thomas Liebsch-Dörschner, in der Globetrotter Lodge auf dem Aschberg zahlreiche Ehrengäste aus Sport und Politik sowie die Vertreter der elf Mitgliedsverbände mit 157 Stimmen. Danach bat er die Anwesenden in einer Schweigeminute den Verstorbenen Verbandsangehörigen zu gedenken.

Mit einem Dank an die vielen Ehrenamtlichen richtete Lutz Clefsen seine Grußworte an die Versammlung. Sie seien das Rückgrat des Sports. Insbesondere kritisierte der Kreispräsident den politischen Umgang mit diesem wichtigen Gesellschaftszweig, denn „häufig wurde etwas Neues gebaut, die vorhandene Infrastruktur jedoch nicht gebührend gepflegt.“ Ascheffels Bürgermeister Jörg Harder sprach das Thema zunehmendes Übergewicht in dieser Gesellschaft an, „dabei lässt sich dieses Problem eigentlich einfach lösen – mit Sport, denn Bewegung ist Prävention.“ Heinz Jacobsen vom Landessportverband lobte die herausragende Arbeit des KSV, der sich bei mehr als 300 Vereinen mit 86  000 Mitgliedern mit einem breiten Themenspektrum auseinandersetze und ferner deutlich hervorgehe, dass die Kommunaldialoge Früchte trügen. „Sport kann in unserer Gesellschaft nicht hoch genug bewertet werden. Dafür benötigen die Vereine angemessene Unterstützung, denn ein Motor benötigt auch Sprit.“

Ganz neu wurde im KSV der Posten Flüchtlingsbeauftragter eingerichtet, für den Dieter Windeler (Westerrönfelder SV) gewonnen werden konnte. In seinem Referat erklärte er, dass das beherrschende Thema Flüchtlingskrise quer durch die Bevölkerung gehe und natürlich auch den Sport betreffe. „Den Weg in die Vereine finden noch wenige, dabei ist es sehr wichtig, dass sowohl Trainer wie auch die Mannschaften die Neuankömmlinge akzeptieren.“ Brigitte Roos vom Landessportverband referierte über den Seniorensport, der durch die demografische Entwicklung immer mehr an Bedeutung gewinne. Abschließend überraschte sie mit der Meldung, dass die Zahl der Ehrenamtlichen zunehme, sich dreiviertel der Älteren fit fühle. 143  000 der 814  618 LSV-Mitglieder seien über 60 Jahre alt.

Dr. Thomas Liebsch-Dörschner ehrte mit Hans-Jürgen Reichenbach und Günter Marschall zwei Mitglieder, die sich mit ehrenamtlicher Tätigkeit verdient gemacht haben. Reichenbach ist 38 Jahre lang der Kassenwart im Tennis-Club Bordesholm. In diesem Verein ist Marschall sogar 39 Jahre lang für die gesamte Technik zuständig.

Nach mehr als 30 Jahren KSV-Vorstandsarbeit sagt die Bundesverdienstkreuzträgerin und Beauftragte für Frauen und Senioren, Gitta Polzin (Gettorf), „tschüss“ und auch der 2. Vorsitzende seit 2008, Dietrich Sendtko, stand für eine Wiederwahl nicht zur Verfügung.

In seinem Rechenschaftsbericht kam der KSV-Vorsitzende kurz auf „die Sünden der Vergangenheit“ zu sprechen, dass zu sehr auf Neubauten Wert gelegt wurde, aber die notwendigen Sanierungen ausblieben. Dank der Mitfinanzierung des Kreistags wird der KSV vorerst für die nächsten drei Jahre durch einen hauptamtlichen Sportreferenten verstärkt, dessen Hauptaufgabe Sport- und Vereinsentwicklung mit Schwerpunkt ländlicher Raum sein wird. Ab dem 1. Juni wird der für diese Stelle gewonnene Stefan Malcherowitz die Tätigkeit aufnehmen. Aus dem Bericht des Kassenwarts Ernst Paasch (Brekendorf) geht hervor, dass der KSV erstmals mit Ausgaben über einer halben Million Euro rechnen muss.

Neuwahlen im Überblick


1. Vorsitzender: Dr. Thomas Liebsch-Dörschner
2. Vorsitzender: Joachim Sievers
Kassenwart: Ernst Paasch
Beauftragte Frauen+Senioren: Karin Beye
Beauftra. Sportangelegenheiten: Gerhard Rodigast.
Beauftragte Lehrgangsarbeit: Birgit Sommerfeld.
Fünf Beiratsmitglieder: Peter Rinio, Stephan Heuck, Beate Böhm, Monika Schorn, Marion Herdan.


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