Golf : Heimspiel-Krimi mit Happy-End

Chris Kobarg (re.) brachte mit 73 Schlägen die beste Einzelrunde der Altenhoferinnen ins Clubhaus. Links schaut Nicole Kunz zu, die Kobarg als Caddie unterstützte.
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Chris Kobarg (re.) brachte mit 73 Schlägen die beste Einzelrunde der Altenhoferinnen ins Clubhaus. Links schaut Nicole Kunz zu, die Kobarg als Caddie unterstützte.

Die Altenhofer Golferinnen gewinnen den 2. Spieltag auf eigener Anlage mit einem Schlag Vorsprung. Die beste Einzelrunde des GCA spielte Chris Kobarg mit 73 Schlägen.

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30. Mai 2018, 06:00 Uhr

Altenhof | Mit einem starken Endspurt in den beiden Vierern, haben die Altenhofer Golferinnen ihren Heimspieltag in der 2. Bundesliga Nord noch gewonnen. Nach den Einzeln lagen die Altenhoferinnen nur auf Rang drei und zeigten, wie nahezu alle anderen Spielerinnen auch, teilweise überraschend mäßige Leistungen. „Dass es am Ende so gut für uns ausging, ist natürlich überragend“, freut sich GCA-Trainer Nils Sallmann. Für die Männer lief es dagegen am 2. Spieltag der Regionalliga Nord schlecht. Als Tabellenführer reisten die Altenhofer zum Hamburg-Wentorfer GC – und wurden enttäuschender Letzter.

Die Ergebnisse in Altenhof sorgten für Kopfschütteln. Der Platz war in einem sehr guten Zustand, daran lag es also nicht. „Ich habe mit meinen Trainerkollegen gerätselt, was der Grund für die mäßigen Scores sein kann. Wir glauben, dass der Wind für die Spielerinnen eine größere Rolle spielte, als es für die Zuschauer und uns Trainer den Anschein hatte“, sagt Sallmann. Abschläge ins Aus oder deutlich neben die Spielbahn, zu kurz gelassene Annäherungsschläge oder welche die deutlich über das Grün hinaus schossen, gehörten zum Bild dieses Altenhofer Heimspieltages. Da hieß es, die Fehlerzahl zumindest so gering wie möglich zu halten, um so noch passable Runden ins Clubhaus zu bringen.


GCA-Herren fehlt es an Platzkenntnis

Das schaffte vor allem Chris Kobarg, die -1 liegend auf die Löcher 16 und 17 ging, dort aber jeweils ein Bogey schlucken musste, sodass es am Ende eine 73 wurde. Eine bunte Scorekarte mit starken vier Birdies, aber eben auch einem Doppel-Par – also acht Schläge auf einem Par-4-Loch – und vier weitere Bogeys brachte Sophia Ackerhans mit von ihrer Runde. Nach den sechs Einzeln lag der GCA nur auf Platz drei, hatte aber nur einen Schlag Rückstand auf den Club zur Vahr und zwei auf den GC Hamburg-Walddörfer. In den drei abschließenden Vierern – wo zwei Golferinnen eines Clubs zusammen einen Ball spielen – drehten die Altenhoferinnen den Heimspiel-Krimi dann aber zu ihren Gunsten. Dabei sah es beim Duo Sophia Ackerhans und Youngster Julia Bäumken anfangs gar nicht gut aus. Nach vier Löchern lagen sie bei +5. „Als mir das berichtet wurde, bin ich direkt hin zu den beiden. Ich habe ihnen gesagt, dass sie jetzt Gas geben müssen, denn sonst werden wir durchgereicht“, erklärt Sallmann. Zwar folgten noch zwei weitere Bogeys, aber auf den zweiten neun Löchern spielten die beiden dann sechs Pars und drei Birdies, sodass sie eine sehr gute 76 ins Clubhaus brachten. „Das war dann richtig gutes Golf“, lobt Sallmann den Vierer, der in dieser Besetzung seine Premiere feierte. Auch Chris Kobarg und Svenja Versümer überzeugten mit ihrer 77. Es wurden die besten Tagesergebnisse der Vierer, sodass sich der GCA am Ende hauchdünn um einen Schlag am GC Hamburg-Walddörfer vorbeischob. „Das war ein ganz großer Schritt zum Klassenerhalt“, zeigt sich Sallmann erleichtert.

Die Altenhofer Herren mussten dagegen am 2. Spieltag im Wentorf-Reinbeker GC die bittere Erfahrung machen, was es heißt, einen Platz nicht gut genug zu kennen. „Der Platz ist trickreich und es gilt kluge Entscheidungen zu treffen, wo man die Bälle auf der Bahn ablegt. Das haben wir nicht gut gemacht“, sagt Trainer Yannick Oelke. „Wir hätten zwei weitere Runden zur Vorbereitung spielen sollen.“ Dass die Vierer nach den Einzeln schon deutlich besser wurden, bestätigt Oelke. „Da hatten wir uns dann auf dem Platz eingespielt.“ Jetzt geht es für die Altenhofer darum, den schlechten Spieltag abzuhaken und in knapp einem Monat im GC Lohersand wieder Punkte zu sammeln. „Die Liga ist extrem ausgeglichen. Es kann für uns in beide Richtungen gehen – nach oben aber auch nach unten“, warnt Oelke.

Auch die zweiten Mannschaften des GCA waren wieder im Einsatz. Die Oberliga-Damen kehrten mit Platz zwei vom GC Brodauer Mühle zurück und haben als Zweiter, punktgleich mit dem GC Timmendorfer Strand weiterhin gute Aufstiegschancen. „Ich bin überzeugt davon, dass wir es schaffen können“, sagt Sallmann. Die Verbandsliga-Herren hatten ebenfalls ihren Heimspieltag und landeten hinter dem GC Husumer Bucht auf Platz 2 der Tageswertung.

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