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3. Handball-Liga : Heimreise mit leichtem Gepäck

vom
Aus der Redaktion der Eckernförder Zeitung

Die HG OKT unterliegt beim abstiegsgefährdeten TuS Hollenstedt-Wenzendorf mit 26:27 nach einer eher leidenschaftslosen Leistung. Nur „Tine“ Machau überzeugt bei der HG.

shz.de von
erstellt am 07.Mär.2016 | 06:00 Uhr

Owschlag | Viel zu harmlos präsentierten sich die Drittliga-Handballerinnen der HG OKT gegen den abstiegsbedrohten TuS Hollenstedt-Wenzendorf. Sie mussten mit einer 26:27 (12:14)-Niederlage die Heimreise antreten.

Obwohl der Viertplatzierte aus Schleswig-Holstein weder mit dem Auf- noch dem Abstieg etwas zu tun hat, hätte es das Team von Trainer Vagn Hansen mit der vorher prognostizierten Tiefenentspannung nicht ganz so wörtlich nehmen dürfen. „Meine Spielerinnen agierten in der Abwehr viel zu brav und schafften es zu keinem Zeitpunkt, die starke Rückraum-Angriffsreihe des Gastgebers zu stören“, sagt Hansen.

Mit dieser Einschätzung sprach er die gleich zu Beginn sichtbaren Probleme der offensiven HG-Abwehrreihe an, die mit einfachsten Auslösehandlungen vor arge Probleme gestellt wurde. Zu gering war die Bereitschaft der Gäste, zuzupacken und den Hausdamen damit den Schneid abzukaufen. Mit 14:12 für Hollenstedt wurden die Seiten gewechselt.

Auch im Angriffsspiel der Gäste gab es an diesem Tag viel zu bemängeln. Zum einen führten viele technische Fehler zu Ballverlusten, und zum anderen parierte TuS-Torfrau Dorit Schwanke etliche Wurfversuche. „Wir hatten Probleme, den verletzungsbedingten Ausfall von Imke Seidel zu kompensieren“, erklärt Hansen. Seidel hatte sich im Mittwoch-Training eine Knöchelverletzung im Fußgelenk zugezogen und wird wohl längere Zeit ausfallen. Mit Kristin Machau hatte der OKT-Trainer allerdings die Position der Rückraummitte adäquat besetzt. Mit viel Übersicht brachte sie ihre Nebenleute immer wieder in aussichtsreiche Wurfpositionen und erzielte selbst neun Tore aus dem Feld. „Kristin hat uns bis zum Schluss im Spiel gehalten und hat als einzige ihre Normalform abgerufen“, resümiert Hansen.

Auch die Tatsache, dass sich der TuS Jahn-Hollenstedt alles andere als ein potenzieller Absteiger präsentierte und neben seiner starken Rückraum-Angriffskette um Julia Lupke, Julia Fritsche und Dina Bergmane-Versakova, einen unbändigen Siegeswillen zeigte, besiegelte die HG-Niederlage. „Wir haben durch unsere kompakte Abwehrarbeit schon früh die Angriffsversuche der HG OKT unterbunden und so den Grundstein für unseren Erfolg gelegt. Im Angriff zeigten wir eine starke Mannschaftsleistung“, sagt der scheidende TuS-Trainer, Lars Dammann, der nach dieser Saison nach Buxtehude wechselt, der zudem Raphaela Steffek und Franziska Peters auf Seiten der HG eine starke Leistung zusprach. Damit unterscheiden sich die Wahrnehmungen beider Trainer komplett voneinander. Fakt ist, dass die von Hansen prognostizierte gefährliche Dreier-Rückraum-Angriffskette des TuS 21 von 27 Toren machte.

Vagn Hansen hofft, den Ausfall von Imke Seidel im Final-Four des HVSH-Pokals am kommenden Wochenende in Harrislee kompensieren zu können. Dort geht es am Sonnabend zunächst gegen den Liga-Konkurrenten Henstedt-Ulzburg und am Sonntag entweder gegen den TSV Nord Harrislee oder TSV Wattenbek. Der Karten-Vorverkauf für das Final Four hat bereits begonnen.

HG OKT: Lobstaedt, Fasold – Küppers, K. Rohwer (2), Steffek (4), Pahl (1), Linke (1), Peters (7/5), H. Rohwer (1), Machau (9), Lübker, Stachowski (1).


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