Segeln : Hartnäckige Flaute: SCE-Crew landet auf Platz 37

Die Eckernförder Crew auf ihrer J/70 „Jinto“ auf dem Bodensee.
Die Eckernförder Crew auf ihrer J/70 „Jinto“ auf dem Bodensee.

Bei den Internationalen Deutschen Meisterschaften der J/70-Klasse am Bodensee können wegen zu wenig Wind nur vier Rennen gesegelt werden,

img-20200528-144410_6aOxiklg.jpg von
10. Oktober 2018, 10:41 Uhr

Friedrichshafen | So weit es geht, wollte die Crew des Segelclub Eckernförde bei den Internationalen Deutschen Meisterschaften der J/70-Klasse nach vorne segeln. Die Konkurrenz am Bodensee war groß und das Revier in Süddeutschland hat wenig Ähnlichkeit mit den Gegebenheiten auf der heimischen Ostsee. Dennoch waren die Eckernförder positiv mit ihrem Boot „Jinto“ angereist. Doch vieles lief dann nicht so wie geplant.

Unter den insgesamt 52 teilnehmenden Crews waren auch jeweils zwei aus Polen und Österreich sowie eine aus der Schweiz dabei. Spitzenplätze wurden im Vorwege jedoch vor allem den ambitionierten Seglern aus Hamburg und Berlin sowie den Lokalmatadoren zugetraut. Aber auch der SCE liebäugelte, drei Wochen nach dem erfolgreichen Klassenerhalt in der 2. Segel-Bundesliga, mit einem guten Resultat.

Der Wind spielte aber nicht mit. Während die Eckernförder etwas rauere Bedingungen von der Ostsee auf ihrem Heimrevier gewöhnt sind, gab es an den vier Wettkampftagen am Bodensee kaum eine Brise. Zumindest am ersten Tag konnten vier Rennen gesegelt werden, danach herrschte drei Tage lang eine derart hartnäckige Flaute, dass die Internationale Deutsche Meisterschaft nach eben jenen vier Rennen vom ersten Tag schon beendet war, auch wenn der Wettfahrtleiter Conrad Rebholz vom Württembergischen YC die Crews am Sonnabend noch einmal auf das Wasser bat. Der erhoffte Wind blieb jedoch erneut aus, sodass alle unverrichteter Dinge wieder anlegen mussten.

Die Eckernförder kamen mit Rang 26 zu ihrer besten Platzierung, als der Wind im letzten Rennen des Tages kurzzeitig etwas frischer wehte. Vorher war eine Wettfahrt sogar abgebrochen worden, da der Wind komplett eingeschlafen war. Kurios: Das führende Boot dieses Rennens befand sich beim Abbruch nur noch etwa 20 Meter vor der Ziellinie. Dennoch setzte sich die Crew um Steuermann Simon Diesch vom Württembergischen Yacht-Club am Ende durch, gefolgt von Titelverteidiger Klaus Brinkbäumer aus Hamburg.

Die Bilanz der vier Eckernförder um Steuerfrau Charlotte Braun-Dullaeus sowie ihrer Crew Florian Herrmann, Tobias Stenge und Terje Klockemann fällt ernüchternd aus. Die Plätze 35, 33, 36 und 26 waren zum Großteil den Bedingungen geschuldet. „Es war schon ein großer Vorteil die Strömungen vor Ort zu kennen“, sagt Betreuerin Elke Bolthausen.

Auch wenn es aus sportlicher Sicht ein überschaubarer Erfolg war, so haben die Eckernförder doch einige interessante Eindrücke mit zurück an die Ostsee genommen. „Organisatorisch war es eine super Veranstaltung. So eine Deutsche Meisterschaft würde dem SCE auch gut zu Gesicht stehen. Die Voraussetzungen dazu haben wir“, sagt Bolthausen.

zur Startseite

Diskutieren Sie mit.

Leserkommentare anzeigen


Nachrichtenticker