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Handball-Pokal : GTV zittert sich ins Viertelfinale

vom
Aus der Redaktion der Eckernförder Zeitung

In der 3. Runde des Fördepokals der Männer musste der Gettorfer TV bis ins Siebenmeterwerfen um den TuS Gaarden zu bezwingen.

Kiel-Gaarden | Damit hatte man beim Gettorfer TV nun überhaupt nicht gerechnet. In der 3. Runde des Fördepokals der Männer musste der Kreisoberligist beim drei Klassen tiefer spielenden TuS Gaarden nicht nur in die zweimalige Verlängerung gehen, sondern es bedurfte auch einer zweiten Runde im Siebenmeterwerfen, ehe die Gettorfer mit 44:43 (10:12/26:26/29:29/36:36/40:40) das Viertelfinale erreicht hatten.

„Der TuS Gaarden hat für seine Verhältnisse super gespielt“, erkennt GTV-Spieler Finn Hahnewald die Leistung der Gaardener, die in 2. Kreisklasse A spielen an. „Die sind da nicht von ungefähr Tabellenführer, gehören aber eigentlich leistungsmäßig zumindest eine Klasse höher.“ Von der Leistung seiner eigenen Mannschaft war Hahnewald alles andere als begeistert. „Wir haben unfassbar schlecht gespielt“, berichtet der GTV-Spieler, von einer Einstellung, die überhaupt nicht stimmte. Besonders am Anfang agierte Gettorf sehr überheblich und wurde dafür von den aufopferungsvoll kämpfenden Gastgebern bestraft.

So richtig ins Spiel kam der Gettorfer TV während des gesamten Spielverlaufs nicht. Zur Pause lag Gaarden knapp mit 12:10 vorne. Bei Gettorfer TV nahm man diese Gaardener Führung auch zu diesem Zeitpunkt noch nicht allzu ernst. Doch Gaarden spielte sich in einen Rausch und ließ sich die Führung nicht abjagen. So lief der Gettorfer TV auch in der zweiten Halbzeit weiter einer Führung der Gastgeber hinter her und war am Ende froh, durch das 26:26 eine Verlängerung erzwungen zu haben. Dass es überhaupt dazu kam, lag an Torwart Chris Dammann, der nach Ablauf der Spielzeit einen Siebenmeter entschärfte – sonst hätte der GTV bereits nach 60 Minuten nach Hause fahren können.

Der Außenseiter war nahe dran an der Sensation. „Wir haben es einfach nicht geschafft, uns am Gegner vorbei zu schieben und uns abzusetzen“, sagt Hahnewald. So brachte auch die erste Verlängerung keine Entscheidung. Nach dem 29:29 mussten beide Team weitere zwei mal fünf Minuten auf das Parkett. Im zweiten Teil machten sich dann die ersten Schwächen auf beiden Seiten bemerkbar. Während sich vorher die Gegentore in Grenzen hielten, fielen die Tore nun wie am Fließband. Doch eine Entscheidung gab es nach insgesamt 80 Minuten auch noch nicht. 36:36 hieß es zu diesem Zeitpunkt. Nun musste ein Siebenmeterwerfen her. Als dann Hahnewald vergab, schien die Partie für Gettorf verloren, doch auch der TuS Gaarden patzte. Es wurde ein zweites Siebenmeterwerfen nötig. Nach dem Henschel, Augspach, Wiskandt und Schneider getroffen hatten, wechselte Gettorf Florian Kunze im Tor ein. Der wehrte den Gaardener Siebenmeter ab und sicherte damit den Gettorfer 44:43-Erfolg.

Tore für den Gettorfer TV: Augspach (10/2), Hahnewald (8), Wiskandt (8/2), Lasse Lenschau (5), Carstensen (5), Henschel (3/2), Schneider (2/2), P.-O. Lübker (2) und B. Lübker (1).


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