Giacomo Gellert holt Bronze

Nur magere sieben Punkte fehlten zur Silbermedaille: Trotz Uni-Stress wurde Giacomo Gellert am Ende Dritter.
Nur magere sieben Punkte fehlten zur Silbermedaille: Trotz Uni-Stress wurde Giacomo Gellert am Ende Dritter.

Maritimer Fünfkampf: Deutschland hinter Polen Zweiter beim CISM Open European Cup in Eckernförde

shz.de von
06. Juli 2018, 09:00 Uhr

Vor dem abschließenden Amphibischen Geländelauf lag Lokalmatador Giacomo Gellert beim CISM Open European Cup in Eckernförde gut im Rennen. Ganz dicht bei ihm lagen die Polen Mateusz Kierzkowski und Altmeister Jacek Sliwinski, der nach einer Pause seine alte Form wiedergefunden hat. Würde es bei Gellert zu einer Einzel-Medaille reichen – und wenn ja, zu welcher?

Es wurde ein echtes Herzschlagfinale, in dem Gellert ganz knapp hinter Kierzkowski Bronze holte. Ganz oben thronte am Ende Comebacker Sliwinski.

„Ich bin mit meiner Leistung sehr zufrieden“, sagt Gellert. „Am Ende haben Kleinigkeiten den Ausschlag gegeben. Durch mein Maschinenbau-Studium (in dem er heute seine letzte Prüfung hat; die Red.) konnte ich nicht voll trainieren. Von daher bin ich froh, dass ich mein Niveau halten konnte. Jetzt freue ich mich seit zwei Jahren mit vielen Entbehrungen, endlich wieder in den Urlaub fahren zu können.“

Auch seine Teamkameraden waren zufrieden. Tan-Hieu Mach, der bis zuletzt aussichtsreich im Rennen lag, verpasste durch eine schlechte Zeit im Amphibischen Geländelauf als Elfter noch eine Top-Ten-Platzierung. „Das war schade, aber am Ende ging es nur noch darum, lebend ins Ziel zu kommen“, sagt er mit einem erschöpften Schmunzeln. „Immerhin habe ich in der Seemannschaft eine neue persönliche Bestleistung aufgestellt.“ Dies schafften auch Philipp Kühn (Seemannschaft) und Bjarne Sörensen (Hindernislauf), wobei letzterer auch im Lebensrettungs- und Hindernisschwimmen neue Bestmarken nur um eine Sekunde verpasste.

„Ich bin zufrieden, da ich keine großen Fehler gemacht habe“, sagt Kühn, der es in der Gesamtwertung als Neunter unter die besten Zehn geschafft hat und zum letzten Mal in der Newcomer-Wertung war – und dort Silber holte. „Ich hatte eine leichte Erkältung, die mir in der ersten Disziplin zu schaffen machte. Danach habe ich das gut in den Griff bekommen und einen soliden Wettkampf abgeliefert.“

Sörensen strahlte: „Ich habe meine eigenen Erwartungen übertroffen. Leider fehlte mir nach meinem Unfall in der letzten Disziplin etwas die Grundlagen-Ausdauer. Doch das ist normal. Im Gegensatz zu Spanien konnten wir alle unsere individuellen Fehler deutlich reduzieren und haben deshalb auch ein gutes Teamergebnis als Gesamt-Zweiter hinter Polen abliefern können.“ Im neu getesteten Staffel-Hindernislauf, der noch nicht mit in die Gesamtwertung einfloss wurde das deutsche Trio (Gellert, Mach, Kühn) Zweiter hinter den immer stärker werdenden Chinesen.

Nun haben die Maritimen Fünfkämpfer Sommerpause, ehe es ab September mit der Vorbereitung auf den World-Cup im Oktober 2019 in Wuhan (China) weiter geht.

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