Handball-Pokal-Final-Four : Gebrauchter Tag im Finale

Immerhin etwas lächeln konnten die HG-Spielerinnen beim Gruppenbild nach dem verlorenen Pokalfinale.
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Immerhin etwas lächeln konnten die HG-Spielerinnen beim Gruppenbild nach dem verlorenen Pokalfinale.

Die HG OKT unterliegt dem gastgebenden TSV Nord Harrislee deutlich mit 15:27 und erzielt dabei in der ersten Hälfte nur vier Tore.

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26. Februar 2018, 06:00 Uhr

Harrislee | Ein frischer Auftritt des Außenseiters TSV Alt Duvenstedt reichte im ersten Halbfinale des HVSH-Landespokals gegen Drittligist TSV Nord Harrislee nicht zum Sieg. Ins Endspiel zog dagegen die HG OKT ein, die sich nach einem gebrauchten Tag im Finale aber deutlich dem TSV Nord Harrislee geschlagen geben musste.

Halbfinale


TSV Alt Duvenstedt – TSV N. Harrisl.   27:33 (9:19)

Der Underdog aus der SH-Liga bereitete dem großen Favoriten in der zweiten Halbzeit arge Probleme. Dabei spielte Alt Duvenstedt zunächst mit zu viel Respekt vor den Harrisleerinnen, die zur Halbzeit beim 19:9 bereits davongezogen waren. Doch der TSV Alt Duvenstedt kam wie verwandelt aus der Kabine und brachte den Favoriten von einer Verlegenheit in die andere. Mitte des zweiten Durchgangs hätte die Partie beim 21:23 kippen können. Doch einige überhastet Abschlüsse im Angriff und verwandelte Tempogegenstöße der Harrisleerinnen, sorgten für den entscheidenden Vorteil für den Favoriten. „In der ersten Halbzeit hatten wir zu viel Respekt. In der zweiten Halbzeit hatten wir dann richtig Intensität im Spiel und haben dagegengehalten“, so Alt Duvenstedts Coach Torben Kutschke.

TSV Alt Duvenstedt:Stegmann, Lipka – Schlimbach (1), Schütt (1), Jöhnk, Marrek, Gehl (1), Studt (1), Kiehn (1), Jeß (7), Müller (2), Thomsen (1), Ohm (1), Schütz (11/3).


SV Henstedt-Ulzburg – HG OKT       19:24 (10:15)

Die HG OKT stand sehr sicher in ihrer 6:0-Deckung und ließ Henstedt-Ulzburg kaum Entfaltungsmöglichkeiten. Die zwar agile Katharina Rahn suchte immer wieder Anspielstationen, doch die vielarmige OKT-Defensive konnte diese verhindern. Ganz anders dagegen das Team von Sebastian Schräbler. Durch die Balleroberungen und Paraden von Keeperin Femke Lobstaedt, bekam die eigene Offensive Sicherheit und spielte bis kurz vor der Pause eine scheinbar komfortable 14:7-Führung heraus. Doch durch einige technische Fehler in den letzten Minuten, ging es „nur“ mit einem 15:10 in die Halbzeit. Nach Wiederbeginn war HU dann präsent und mit drei Treffern in Folge beim 13:15 dran. „Danach haben wir aber konzentriert gespielt und das Spiel beherrscht“, sagt HG-Co-Trainer Torben Helmer.

HG OKT: Lobstaedt, Fasold – Ewert (2), Seidel (5), Trceziok, Rohwer (6), Fimmen, Krück (1), Peters (6/2), Detlefsen (1), Lüthje (1), Haudrup, Lübker, Jörgensen (2).

Spiel um Platz 3


TSV Alt-Duvenstedt – Henst.-Ulzb.     30:36 (15:19)

Das kleine Finale bestimmte in der Anfangsphase der Außenseiter. 4:1 stand es nach sieben Minuten. Danach fand der Drittligist aus Henstedt-Ulzburg besser in die Partie. Doch bis zum 13:12, behauptete der zwei Klassen tiefere SH-Ligist seine Führung. In den letzten acht Minuten vor der Pause zogen die favorisierten „Frog-Ladies“ dann aber zum 19:15-Vorsprung davon. Im zweiten Durchgang hielt Alt Duvenstedt zwar dagegen, konnte der Partie gegen die abgeklärten Henstedt-Ulzburgerinnen aber nicht mehr wenden. So stand am Ende eine achtbare 30:36-Niederlage auf der Anzeigetafel.

TSV Alt Duvenstedt: Stegmann, Lipka – Schlimbach, Schütt, Marrek (2), Gehl (1), Studt (1), Kiehn (2), Jeß (8/2), Müller (2), Thomsen, Schröder, Ohm (3), Schütz (11/1).

Endspiel


TSV Nord Harrislee – HG OKT      27:15 (11:4)

„Wir wollen es angehen, wie bei unserem Heimspiel in Owschlag in der Liga“, sagte OKT-Trainer Sebastian Schräbler vor dem Spiel. Damals siegte sein Team. Im Finale kam die HG aber überhaupt nicht ins Spiel. Gegen die bewegliche Nord-Deckung und deren Torhüterin Lea Tiedemann ließ das Schräbler-Team beste Chancen ungenutzt. Erst als Sophie Fasold einen Strafwurf parierte, konnte Franziska Peters nach zehn Minuten den Torlos-Bann beim 1:5 brechen. Mitte der ersten Halbzeit betrieben beide Teams dann Chancenwucher, doch die Nord-Frauen blieben klar mit 7:2 vorn. Bis zur Pause biss sich OKT an der starken TSV-Deckung die Zähne aus und so ging es mit einem 4:11-Rückstand in die Halbzeit. Zudem haderten die HG-Spielerinnen mit den Unparteiischen, was der Konzentration nicht gut tat. Nach der Pause konnte die HG kurz ein wenig aufholen, doch es blieb ein Strohfeuer. Nord Harrislee ließ sich die hohe Führung nicht mehr nehmen und durfte in eigener Halle den Pokalsieg bejubeln. Besonders schlimm für die HG OKT: Sarah Jörgensen verletzte sich in der ersten Hälfte und musste mit starken Schmerzen in ein Flensburger Krankenhaus gebracht werden.


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