Golf : GC Altenhof feiert den Aufstieg

Aufstieg geschafft: Altenhofs Herrentrainer Yannick Oelke (Mi.) verpasst seinen Schützlingen eine Sektdusche.
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Aufstieg geschafft: Altenhofs Herrentrainer Yannick Oelke (Mi.) verpasst seinen Schützlingen eine Sektdusche.

Das Herrenteam feiert am letzten Spieltag die Regionalliga-Meisterschaft und kehrt in die 2. Bundesliga zurück.

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07. August 2018, 06:00 Uhr

Ahrensburg | Eigentlich hatten die Altenhofer Herren den Angriff auf die 2. Golf-Bundesliga erst für die kommende Spielzeit geplant. Doch das Team um Trainer Yannick Oelke konnte es scheinbar nicht abwarten und schaffte am letzten Spieltag in Ahrensburg die Rückkehr in die Bundesliga. „Das ist gigantisch!“, sagt Oelke, der das Erreichte am Sonntagabend noch ausgelassen mit der Mannschaft feierte. Enttäuschend verlief dagegen der letzte Spieltag für das Damenteam in der 2. Liga. Die Schützlinge von Nils Sallmann wurden Vorletzter der Tageswertung, waren aber bereits vor dem Spieltag sicher gerettet. Die zweite Damenmannschaft verpasste den möglichen Aufstieg in die Regionalliga.

Die Altenhofer Herren waren als Tabellenführer einer extrem ausgeglichenen Regionalliga Nord 1 zum letzten Spieltag in den GC Hamburg-Ahrensburg gereist. Die Gastgeber waren noch ärgster Verfolger der Altenhofer. Doch sie erlebten auf den heimischen 18 Löchern ein Fiasko und stiegen am Ende sogar als Vorletzter ab. Dafür machte der GC Lohersand als Tagessieger einen Satz nach oben und schließt die Saison als starker Zweiter ab.

Nach den Einzeln waren die Altenhofer Dritter. Aufsteiger Lohersand führte, auch dank der besten Tagesrunde von Daniel Petersen (68 Schläge, -3). In den abschließenden Vierern spielten die Altenhofer dann voll auf Angriff. „Nach den Einzeln war klar, dass es für uns nur die Marschroute Attacke gibt“, sagt Oelke. Er stellte seine Aufstellung noch einmal um und sorgte für eine Premiere des „Bruder-Vierers“ von Julius und David Heydorn, die auch schon im Einzel überzeugten. „Sie haben sensationell gut gespielt“, sagt Oelke über die Runde von 69 Schlägen (-2). Justus Jürgensen und Justus Paul Jungjohann waren nur um einen Schlag schlechter und blieben so ebenfalls unter Par (-1). Als dritter Vierer kam die 78 (+7) von Moritz Ackerhans und Tobias Weiß in die Wertung. Da auch Lohersand gute Vierer spielte, sicherte sich der Aufsteiger vor dem GCA den Tagessieg.

„Ich glaube, unser Vorteil waren die Emotionen“, sagt Oelke rückblickend. Bei den Vierern pushten sich die Altenhofer wie kein anderes Team, und feierten wichtige Putts oder einfach nur gelungene Schläge auch mal lautstark. „Man hat auf der Anlage eigentlich nur Altenhofer gehört. Wir haben uns angefeuert. Das hat uns ausgezeichnet“, sagt Oelke, der ein absolut positives Saisonfazit zieht. „Unsere beiden Neuzugänge Justus Jungjohann und Jonah Lawrenz wurden toll in die Mannschaft integriert und haben sofort funktioniert. Nachdem wir im Vorjahr noch gegen den Abstieg gespielt haben, wollten wir diese Saison eigentlich erstmal eine Basis schaffen, um dann 2019 wieder den Aufstieg anzugehen. Es ist natürlich sensationell, dass es jetzt schon geklappt hat!“

Eine bis zwei Wochen werden Spieler und Trainer jetzt ausspannen und sich dann zur Teamsitzung treffen. Der Unterschied zur 2. Liga ist auf dem Papier doch ziemlich groß, und Oelke weiß: „Die 2. Bundesliga Nord ist unfassbar stark. Um dort mitspielen zu können, müssen wir wohl mindestens 20 Schläge pro Spieltag einsparen.“ Allerdings sieht sich der Trainer mit seinem Team auf einem guten Weg. Der GC Altenhof hat nach dem Doppelabstieg der Herren und Damen vor zwei Jahren einen Umbruch eingeleitet und gezeigt, dass es auch mit Talenten aus der eigenen Jugend geht. Dieser Weg soll fortgeführt werden, wobei auch externe Verstärkungen – sollten diese zu finden sein – sicherlich eine Option sein müssen. Nach der Saison ist also einmal mehr vor der Saison, doch die Planungen haben noch ein paar Tage Zeit. Oelke: „Jetzt wollen wir den Erfolg genießen!“

In den Genuss von Bestleistungen kam der Damencoach des GCA am letzten Spieltag nur selten. Headpro Nils Sallmann sagt über Platz 4 im GC Hamburg-Walddörfer: „Wir sind verdient Vorletzter geworden. Die 100 Schläge, die wir über die fünf Spieltage auf Platz 1 und 2 schlechter waren, zeigt, dass es noch viel Arbeit zu tun gibt, um die Mädels noch besser zu machen.“ Da die Altenhoferinnen aber wiederum von Beginn an einen komfortablen Vorsprung auf die beiden Abstiegsplätze hatten, ist Sallmann dennoch zufrieden mit Rang 3.

Trotz guter Runden von Katrin Jess, Edna Büll und Susanne Lange reichte es für die zweite Damenmannschaft des GCA in der Oberliga am Ende nicht zum Aufstieg. Platz 3 in der Spieltagswertung bedeutete Rang zwei in der Gesamtwertung hinter dem GC Timmendorfer Strand. „Es ist ein wenig schade, dass wir es nicht geschafft haben“, sagt Teamkapitän Katrin Jess, die aber sportlich fair die Leistung der Timmendorferinnen anerkennt. „Sie steigen absolut verdient auf. Und auch wir können über weite Strecken mit unserer Leistung zufrieden sein.“

Die zweite Herrenmannschaft des GCA verpasste den Aufstieg in die Landesliga am letzten Spieltag deutlich.

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