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Triathlon : Flensburger bejubeln Doppelerfolg

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Aus der Redaktion der Eckernförder Zeitung

Beim 5. Eckernförder Ostseetriathlon setzten Regen und Gewitter der Jugend arg zu. Die Flensburger Jan Svensson und Conny Nissen feierten ihren ersten Sieg.

shz.de von
erstellt am 24.Jul.2017 | 05:51 Uhr

Eckernförde | Fast so abwechslungsreich und vielfältig wie die Sportart Triathlon präsentierte sich beim 5. Eckernförder Ostseetriathlon auch das Ambiente am Himmel. Wolkenbruchartiger Regen gepaart mit Blitz und Donner bescherten den Veranstaltern und den jugendlichen Startern am Vormittag mehr Sorgen als Triathlonlust, ehe die aktiven Männer und Frauen zwei Stunden später beim mittäglichen Volkstriathlon doch noch einen rasanten Wettkampf vor fast sommerlicher Kulisse erlebten und erst spät von einem kleinen Schauer erwischt wurden.

Für die Nachwuchsathleten wurde aus dem Ostseetriathlon ein Duathlon an der Ostsee. Die kühlen Wassertemperaturen und die Gewittergefahr veranlassten die Veranstalter vom Eckernförder MTV und den Wasserfreunden Eckernförde dazu, das Schwimmen vorsorglich ausfallen zu lassen und durch einen zusätzlichen Lauf am Borbyer Ufer zu ersetzen.

Nachdem die hartgesottenen Talente bei ungemütlichen äußeren Bedingungen den Ausdauermehrkampf gemeistert hatten, durften die Athleten beim Volkstriathlon dann aber doch das Ostseewasser zum Brodeln bringen. Im Dreikampf aus 500 Meter Schwimmen, 18 km Radfahren und 5 km Laufen entwickelte sich auf der zwischenzeitlich abgetrockneten Strecke ein hochklassiges Rennen, das im Ziel zwei Triathlon-Asse aus Flensburg als neue Champions jubeln ließ.

Bei den Frauen sicherte sich Conny Nissen von den TriAs Flensburg ungefährdet ihren ersten Sieg in Eckernförde und setzte auch einen weiteren wichtigen Schritt zum Gewinn des Baltic-Tri-Cups. Die 32-Jährige fuhr mit der mit Abstand besten Radzeit aller Frauen an die Spitze des Feldes und gab die Führung beim abschließenden Laufen nicht mehr ab. „Meine Beine waren von einer harten Trainingswoche noch recht schwer, aber insgesamt habe ich mich gut gefühlt. Jetzt ist bis zum OstseeMan in Glücksburg aber Erholung angesagt“, erklärt die Siegerin, die vor zwei Wochen beim ersten OstseeMan113 in Damp als beste Athletin der schleswig-holsteinischen Klubs den 6. Platz erkämpft hatte und nun am 6. August die volle Langdistanz in Glücksburg angehen wird. In 59:32 Minuten gewann Nissen mit klarem Vorsprung vor Charlotte Friedrich (Oldenburg; 1:04,56 Std.) und Fenja Dibbern (Büdelsdorf; 1:05,02 Std.). Simone Kohls vom Gettorfer TV verpasste nach 1:05,47 Stunde knapp die Podiumsränge.

Spannend bis zum letzten Kilometer gestaltete sich das Rennen der Männer. Nick Hansen kam als Zweiter aus dem Wasser und fuhr auf der Radstrecke an die Spitze des Feldes. Der 22-jährige Riesebyer im Trikot des Borener SV hatte beim zweiten Wechsel allerdings schon den Flensburger Jan Svensson dicht im Nacken, der mit der schnellsten Radzeit des Tages seinen Rückstand auf zehn Sekunden minimiert hatte. Auf der Laufstrecke zog der 35-jährige Routinier dann auch schon auf der ersten der beiden Laufrunden an Hansen vorbei, der sich den Sieg jedoch nicht kampflos nehmen ließ. „In der 2. Runde hatte ich kurz Hoffnung, wieder an ran kommen zu können, doch dann hat er auch noch einmal das Tempo forciert. Ich war beim Laufen nicht richtig locker. Jan war da einfach stärker“, erklärt Hansen, der nach seinem Sieg beim 1. Ostseetriathlon nun bereits zum dritten Mal den zweiten Platz in Eckernförde erkämpfte. Nach 51:32 Minuten trennten den BSV-Triathleten 27 Sekunden vom siegreichen Jan Svensson von den TriAs Flensburg, der nach 51:05 Minuten jubelte. „Ich wusste nicht, wie hier die Konkurrenz ist. Beim Laufen war ich dann zum Glück einen Tick schneller als Nick“, erklärt Svensson, der erstmals in Eckernförde am Start war und sich von Strecke und Stimmung angetan zeigte. „Die Strecke hat mir gut gefallen, die Stimmung ist sehr familiär“, urteilt Svensson, der am kommenden Wochenende erneut im Wettstreit mit Nick Hansen stehen wird, wenn beide beim Regionalliga-Wettkampf in Stuhr bei Bremen auf die Olympische Distanz gehen werden. Während Svensson mit seiner TriAs-Crew einen sicheren Platz im Tabellenmittelfeld verteidigen möchte, kämpft Hansen mit dem SC Itzehoe, für den er mit Zweitstartrecht antritt, um den Wiederaufstieg in die 2. Bundesliga.

Den 3. Platz des 5. Ostseetriathlons erkämpfte sich mit einem schnellen Lauf der Kieler Leif Schröder-Groeneveld (Wittenseer Aktiv Team; 52:37 Min.). Markus Groth (TV Dänischer Wohld; 57:45 Min.) und Torsten Schreiber (Eckernförder MTV; 58:45 Min.) waren die schnellsten Athleten der Klubs aus dem Altkreis. Zwischen die heimischen Athleten mischten sich am Borbyer Ufer auch wieder viele Urlauber und Gäste.

Während die Athleten der TC Fiko Rostock, die in Mannschaftsstärke angereist waren, mit dem Ostseewasser vertraut waren, war der Triathlon im Meer für ein paar süddeutsche Gäste ein neues Erlebnis. „Der Triathlon hier ist toll, aber das Wetter ist bei uns besser“, stellte eine Starterin aus München fest, nachdem sie im Regen die Ziellinie überquert hatte.

Das Organisationsteam um Martin Müller zeigte sich erleichtert, dass es nach den morgendlichen Wetterkapriolen doch noch immer wieder Lichtblicke am Himmel gab und so die erhoffte Triathlonstimmung am Borbyer Ufer aufkam. „Die Blitzschläge und der Regenguss waren schon heftig. Angesichts dessen wurde es doch noch ein schöner Triathlontag“, erklärt Müller.

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