Fußball : ESV: Starker Auftritt gegen Holstein

ESV-Stürmer Tjark Carstensen (li.) im Zweikampf mit Holsteins Kapitän Jan Wansiedler. Carstensen sorgte durch einen Ballgewinn für die Ecke, die zum einzigen ESV-Tor führte.
ESV-Stürmer Tjark Carstensen (li.) im Zweikampf mit Holsteins Kapitän Jan Wansiedler. Carstensen sorgte durch einen Ballgewinn für die Ecke, die zum einzigen ESV-Tor führte.

Fußball-Landesligist Eckernförder SV feiert seine sportliche Saisoneröffnung mit einem Testspiel gegen U19 der Kieler „Störche“. Am Ende heiß es 1:3.

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09. Juli 2018, 06:03 Uhr

Es war ein großes Fußballfest auf der Anlage des Eckernförder SV am Bystedtredder. Als Höhepunkt stand bei der Saisoneröffnungsfeier der Weiß-Schwarzen am Sonnabend das Testspiel zwischen der Ligamannschaft des ESV und der A-Jugend von Holstein Kiel an.

Dieses Spiel war für den neuen ESV-Trainer Maik Haberlag mehr als nur das zweite Testspiel der Vorbereitung. Es ging gegen seine ehemalige Mannschaft, die A-Jugend-Bundesliga der „Störche“, die am Ende der vergangenen Saison den Gang in die Regionalliga antreten musste. Wie groß die Qualität der Kieler ist, zeigte vor einer Woche das Testspiel gegen den TSV Altenholz, in dem sich Holstein mit 7:2 durchsetzte. „Natürlich hatte ich davon gelesen, dass Holstein Altenholz teilweise dominiert haben soll. Wir wollten es dennoch probieren, anders zu machen, wollten mutig mit einer guten Spieleröffnung nach vorne spielen“, sagt Haberlag. Beim 1:0-Testspielerfolg am vergangenen Donnerstag gegen den PSV Neumünster hatte das bereits gut geklappt (EZ berichtete).

Und auch gegen den ambitionierten Nachwuchs des Zweitligisten zeigten die Eckernförder eine sehenswerte Partie. Haberlag ließ in einem 4-1-4-1-System spielen, teilweise wurde der einzige Stürmer von einem zweiten unterstützt. „Holstein hat uns erst nur mit einem Stürmer angelaufen, dann mit zwei Mann und am Ende waren es vier“, ist Haberlag durchaus stolz darauf, dass sein Team im Spielaufbau selten die Kontrolle verlor. Sogar einige gute Vorstöße über die Außen Nicolas Lietz und Marek Kumstel bekamen die Zuschauer geboten. Große Torchancen blieben allerdings aus, sodass es sehr nach einem 0:0 zur Pause aussah. Doch eine Minute vor der Halbzeit kam Holstein noch mal zum Abschluss. Den starken Schuss entschärfte Marcel Weynell nicht weniger stark, jedoch prallte der Ball direkt vor die Füße eines Kielers, sodass Holstein ein 1:0 mit in die Pause nahm.


Knittel besorgt das verdiente Ehrentor

Während die Eckernförder sieben Mal wechselten, kamen die Gäste fast unverändert aus der Kabine und erhöhten schnell auf 2:0 (49.). „Das müssen wir einfach besser verteidigen. Der Stürmer kann sich am Strafraum drehen. Drei Spieler von uns sind dran, da muss es uns gelingen, ihn zu blocken“, sagt Haberlag. Es wird wohl eine Szene für die nächste Videoanalyse sein.

Nach 70 Minuten erzielte Holstein nach einem Fehlpass von Jan-Ole Jürgensen noch das 0:3, aber der ESV belohnte sich für sein weiterhin sehr couragiertes Spiel. Ole Altendorf und Henrik Stöterau zielten jeweils noch knapp drüber, aber nach einer von Tjark Carstensen herausgeholten Ecke, staubte Leon Knittel zum 1:3-Endstand ab. „Es war unser Ziel, zumindest selber noch einen einzunetzen. Schön, dass wir das geschafft haben“, so der ESV-Trainer.

Nach drei Wochen Vorbereitung mit vier bis fünf Einheiten pro Woche und zwei Testspielen verabschiedet sich die Mannschaft nun in eine einwöchige Pause. „Ich habe das Gefühl, dass es der Mannschaft jetzt auch gut tut. Neben den schweren Beinen auch den Kopf mal wieder frei zu kriegen“, sagt Haberlag, der selber am Sonntag direkt in den Familienurlaub startete. Seine Bilanz nach der ersten Vorbereitungsphase fällt positiv aus. „Ich bin sehr zufrieden. Die Mannschaft zieht gut mit. Man merkt, dass sie richtig Lust haben“, sagt Haberlag. Vieles in der Vorbereitung ist für die Spieler komplett neu, darunter die Videoanalyse, die auch persönliche Fehler gnadenlos aufzeigt. „Aber alle nehmen es gut auf. Wir führen sehr konstruktive Diskussionen über die Szenen“, sagt Haberlag, der mit der Entwicklung seiner neuen Mannschaft „sportlich und menschlich sehr zufrieden ist“. Bis zum Saisonstart folgen noch zwei Testspiele gegen die Verbandsligisten aus Jübek und Tungendorf, dazu noch das Pokalspiel beim TuS Rotenhof.


ESV: Weynell (46. Christensen) – Bamler (46. Medler), Puphal (46. Jürgensen), Zülsdorff, Grobe (27. Stöterau) – Engelbrecht (46. Knittel) – Kumstel (46. Behrens), Altendorf, Dietrich, Lietz (46. Seibert) – Apitz (46. Carstensen).

Tore: 0:1 Schmidtke (44.), 0:2 Tanrikulu (49.). 0:3 Tiedemann (70.), 1:3 Knittel (79.).

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