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ESV nutzt doppelte Überzahl nicht

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Fußball-Verbandsliga Nord-Ost: Eckernförder spielen 60 Minuten mit elf gegen neun / OTSV hat die besseren Chancen / Schmidt rettet Remis

shz.de von
erstellt am 13.Mai.2013 | 10:02 Uhr

Osterrönfeld | Nein - über diesen Punkt konnte sich Osterrönfelds Trainer Olaf Lehmann nicht so richtig freuen. Zwar ist der OTSV in der Fußball-Verbandsliga Nord-Ost nach dem 0:0 gegen den Eckernförder SV seit nunmehr fünf Spielen in Folge ohne Niederlage, doch nach dem Abpfiff von Schiedsrichter Christian Pudschun (Niebüll) schlich Lehmann mit finsterer Miene vom Rasen. Zwei Rote Karten gegen sein Team hatten dem 46-Jährigen die Laune gründlich verdorben. In der 31. Minute verwies der Unparteiische zunächst Felix Mosebach des Feldes. Der Osterrönfelder Abwehrspieler soll gegen den am Boden liegenden Eckernförder Ken-Marvin Smit nachgetreten haben. Daraufhin echauffierte sich Mitspieler Sascha Thomsen und beschimpfte Smit als "Spinner". Auch Thomsen musste nach seinem verbalen Ausraster den Platz verlassen. Als "absolut unnötig und dämlich" bezeichnete Lehmann diese Aktion. Aber natürlich war auch ESV-Trainer Henning Seemann mit dem 0:0 nicht zufrieden. Selbst eine Stunde in doppelter Überzahl reichte den Gästen gegen eine Mannschaft von unten nicht zum Sieg. "Wir sind mächtig enttäuscht", sagt Seemann.

Dass die einstündige Unterzahl nicht in einer Osterrönfelder Niederlage mündete, war in erster Linie dem Unvermögen der Gäste zu verdanken. Zwar initiierten die Eckernförder, wie von Seemann gewünscht, ihre Angriffe immer wieder über die Außenpositionen, doch im Strafraum waren die Gäste mit ihrem Latein am Ende. Gegen das OTSV-Abwehrbollwerk fanden die Seemann-Schützlinge kaum ein Durchkommen. "Natürlich ist es nicht befriedigend, gegen neun Mann 0:0 zu spielen, aber es hört sich manchmal auch einfacher an, als es zu spielen ist", sagt Seemann und erklärt, woran es lag: "Wir waren vor dem gegnerischen Tor nicht zwingend genug und haben eindrucksvoll unter Beweis gestellt, warum wir den schwächsten Angriff der Liga stellen. Das Spiel heute war symptomatisch für unsere ganze Saison." Am Ende durften die Gäste sogar noch über das torlose Unentschieden froh sein, denn auf der anderen Seite vergab Eike Schneider zwei Hochkaräter für die Platzherren. Frei vor Torben Schmidt scheiterte der OTSV-Stürmer an dem Eckernförder Keeper (62., 69.). "Hätten wir das Spiel sogar verloren, wäre es richtig peinlich geworden", weiß Seemann. OTSV: Schlunke - Mosebach, Dollnick, Claussen , Kuklinski - Kohlmorgen (40. Yalicinkaya), Halvar - Reimer, Grbavac (79. Kock) - Thomsen, Schneider (70. Burkel).

ESV: Schmidt - Ewert, Ströh, Radke (51. Mittig), Lietz - Kranz, Meggers (70. Bamler) - Wallochny, Goos, Smit - Buchholz (66. Schikorr).

SR: Pudschun (Niebüll). - Zuschauer: 200.

Tore: Fehlanzeige.

Rote Karte: Mosebach (31., Tätlichkeit), Thomsen (31., Beleidigung; beide Osterrönfeld).

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