Handball-Kreisoberliga : EMTV prallt an OKT-Abwehr ab

Zu selten fanden die Eckernförder, wie hier Jost Andreas (am Ball) die Lücken in der HG-Abwehr. Zudem stand dann ja noch Torwart Thies Brügmann (re. ) im Weg.
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Zu selten fanden die Eckernförder, wie hier Jost Andreas (am Ball) die Lücken in der HG-Abwehr. Zudem stand dann ja noch Torwart Thies Brügmann (re. ) im Weg.

Nach dem 26:22-Sieg der HG OKT über den EMTV haben beide Teams die Landesliga im Blick.

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28. März 2018, 06:00 Uhr

Der Meistersekt bleibt vorerst im Kühlschrank. Der Eckernförder MTV verpasste im Derby der Handball-Kreisoberliga Nord+Nordsee gegen eine starke HG OKT die Vorentscheidung im Titelkampf. Mit 26:22 (14:12) siegten die Hausherren, die nun selber noch beste Chancen haben, als Zweiter ebenfalls in die Landesliga aufzusteigen.

Beim EMTV bewertete Trainer Heiner Petersen die Niederlage sachlich: „Wir tun uns gegen robuste Teams schwer und haben zurecht verloren.“ Der Tabellenführer aus Eckernförde biss sich nach einer ganz guten Anfangsphase zusehends die Zähne an der harten aber nicht unfairen OKT-Deckung aus. Dahinter stand mit Thies Brügmann ein Torwart, der sich spätestens nach zwei gehaltenen Siebenmetern kurz vor der Pause in die Köpfe der Eckernförder geschlichen hatte. „Wenn die Abwehr so gut steht wie bei uns heute, habe ich es als Torwart aber auch leicht“, verteilt der OKT-Keeper auch ein Lob an seine Vorderleute.

Bis zur 13. Minute waren die Eckernförder gut im Spiel und führten mit 8:6. Die HG glich aus, Brügmann parierte den ersten von insgesamt drei Siebenmetern und die Gastgeber überstanden zudem eine doppelte Unterzahl glimpflich (0:1). Das alles ließ das Eckernförder Selbstvertrauen zusehends schrumpfen. Zur Pause legte die HG ein 14:12 vor.

Nach dem Wechsel zog das Team von Ralph Jürgensen auf 16:12 davon und hielt in der Folgezeit den Vorsprung konstant auf mindestens drei Tore. Daran änderte auch eine kuriose Zeitstrafe nichts: Als Patrick Hentschel auf dem Spielbericht dazu getragen wurde und so ein aktiver Spieler wurde, sah er direkt auf der Bank sitzend eine 2-Minuten-Strafe, da er in der Halbzeit eine „Nettigkeit“ zu den Schiedsrichtern gesagt hatte. Am Ende fiel das deutliche Strafen-Plus der Owschlager von neun gegenüber vier beim EMTV nicht mehr ins Gewicht. Die Gäste hatten erkannt, dass sie gegen die robuste Abwehr der HG an diesem Tag kein Mittel fanden. „Mit der richtigen Einstellung können wir jeden schlagen und haben auch Landesliga-Niveau“, sagt Jürgensen. Sein Team hat zwar kein leichtes Restprogramm, aber den Aufstieg dennoch selber wieder in der Hand. Gleiches gilt für den EMTV, der sich die Niederlage im Nachbarschaftsduell erlauben konnte, denn es folgen zwei machbare Heimspiele gegen Lindewitt und den Tabellenletzten Erfde. „Da werden wir die noch fehlenden Punkte holen. So viel Selbstvertrauen haben wir, um das zu sagen“, so Petersen.

Die OKT-Mannschaft genoss den Sieg über den EMTV. Besonders süß schmeckte er für Sebastian Gade, der seine vorerst letzte Partie für die Owschlager machte. „Das war ein echt schöner Abschluss“, sagt Gade grinsend, bevor es ihn und das Team ins umliegende Nachtleben zog.

HG OKT: Brügmann, Walter – Asbahr (4/3), Josten, Schröder, Carstens (1), Gade (6), Pautsch (2), Sasse (1), Hentschel, Hartwich (4), Frahm (1), Tauber (7).

EMTV: Wischer, Mertens – Sothmann (3/1), Glowalla (1), Riesen (1), Böttcher, Heldt (4), Kroniger (2/1), Levien, Kraack (6/1), Huth (1), Krohn, Wohlleben, Andreas (4/1).

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