Handball-Oberliga : Eine komplett neue Herausforderung

Henning Berger löst am Saisonende Hauke Scharff als Trainer der Altenholzer Oberliga-Handballerinnen ab.
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Henning Berger löst am Saisonende Hauke Scharff als Trainer der Altenholzer Oberliga-Handballerinnen ab.

Interview mit dem neuen Altenholzer Handball-Coach Henning Berger

shz.de von
02. März 2017, 06:00 Uhr

Altenholz | Als Mitte Januar Hauke Scharff nach fünf Jahren seinen Abschied als Trainer des Frauenhandball-Oberligisten TSV Altenholz verkündete, wurden die Vereins-Verantwortlichen aktiv und konnten schon nach einem Monat mit Henning Berger (35) einen neuen Coach präsentieren. Berger hat bisher nur im Männerbereich beim Wellingdorfer TV gearbeitet. „Für mich war klar, wenn es eine neue Herausforderung gibt, dann in einem neuen Verein und mit einer völlig anderen Mannschaft“, erklärt Berger.

EZ: Herr Berger, welche Mannschaften haben Sie bisher trainiert?
Henning Berger: Während meiner aktiven Zeit habe ich drei Jahre lang die männliche A-Jugend des Wellingdorfer TV gecoacht. Danach war ich ein Jahr Trainer der 2. Männermannschaft des WTV. Seit drei Jahren trainiere ich nun die 1. Männermannschaft in der Landesliga. Seitdem waren wir stets unter den ersten Fünf und sind es derzeit in der Landesliga Süd auch.

Welche Voraussetzungen bringen Sie mit?
Ich habe den C-Trainerschein. Bei nächster Gelegenheit will ich auch den B-Schein machen.

Von der Landesliga in die Oberliga ist ein großer Sprung. Wie wollen sie diesen schaffen?
Die Spielerinnen in der Oberliga haben eine wesentlich bessere Grundausbildung. Es dürfte von daher leichter sein, mit ihnen zu arbeiten, so dass man nicht unbedingt Grundlagen trainieren muss.
Zwischen einer Männer- und einer Frauenmannschaft gibt es erhebliche Unterschiede. Ist ihnen klar, was auf sie zukommen kann?
Ich gehe ohne Vorurteile an die Aufgabe heran. Ich denke, wenn man sich gegenseitig Respekt entgegenbringt und man gleich die richtige Chemie findet, sind die Unterschiede nicht so groß. Auch die Frauen wollen Leistungshandball spielen.

Nach langen Jahren hat ihr Vorgänger angefangen, die Mannschaft vor Beginn der Saison zu verjüngen. Deshalb steht die Mannschaft nicht wie in den vorangegangenen Jahren ganz oben. Soll dieser Verjüngungsprozess weiter fortgesetzt werden?
Nach dem Umbruch war eine Topplatzierung nicht zu erwarten. Immerhin steht die Mannschaft trotz der starken Veränderungen im vorderen Mittelfeld. Wir wollen wir versuchen, die Mannschaft weiter zu verjüngen, um auch in der Zukunft eine schlagkräftige Mannschaft aufbieten zu können.

Wird das Team zusammen bleiben?
Wir stehen in Verhandlungen mit allen Spielerinnen. Eventuell wird es beruflich bedingt den einen oder anderen Abgang geben. Wir wollen aber die Mannschaft so gut es geht zusammenhalten.

Wie sehen Sie die Chancen in der kommenden Saison?
Wir wollen lernen und uns an die Spitze heran arbeiten. Deshalb wird es wohl kaum einen Platz unter den ersten Teams der Oberliga geben.

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