Fussball-Kreispokal : Ein Spielabbruch mit Ansage

Osdorfs Phil Luca Nagel (r.) und Büdelsdorfs Philip Orlowski im Zweikampf, als die Lichtverhältnisse noch gut waren.
Osdorfs Phil Luca Nagel (r.) und Büdelsdorfs Philip Orlowski im Zweikampf, als die Lichtverhältnisse noch gut waren.

Fehlendes Flutlicht führt zum Abbruch des Kreispokal-Viertelfinals zwischen Osdorf und Büdelsdorf.

shz.de von
05. September 2018, 19:30 Uhr

Osdorf | Einen Spielabbruch mit Ansage erlebten die Zuschauer am Dienstagabend in Osdorf. Schiedsrichter Jan-Christian Meyer pfiff das um 19 Uhr angesetzte Kreispokal-Viertelfinale zwischen dem heimischen OSV und dem Landesligisten Büdelsdorfer TSV in der 75. Minute beim Stand von 4:0 für den BTSV wegen Dunkelheit vorzeitig ab. Wenig überraschend, denn der Hauptplatz in Osdorf ist mit keiner Flutlichtanlage ausgestattet.

Bei der Schuldfrage hinsichtlich des Spielabbruchs wird der Schwarze Peter zwischen den Protagonisten hin- und hergeschoben. „Wir haben dem Verband im Vorfeld unsere Bedenken ob des Termins geäußert“, sagt Kai Kober, Osdorfs sportlicher Leiter. Olaf Jacobi, Spielansetzer des KFV Rendsburg-Eckernförde, hält dagegen: „Osdorf ist nicht aktiv geworden. Der Verein hätte um Verlegung bitten, in Absprache mit dem BTSV auf einen früheren Anstoßtermin drängen oder auf den B-Platz ausweichen können, der ja Flutlicht hat, obwohl das Flutlicht nicht offiziell abgenommen ist.“ Dem widerspricht Kober. Der B-Platz sei keine Option gewesen, weil an zwei Masten Lampen fehlen: „Wir bekommen erst im Frühjahr 2019 ein neues Flutlicht.“ So geht die auf der BTSV-Homepage geäußerte Kritik von Obmann Rolf Bannas, der B-Platz in Osdorf hätte nur gekreidet werden müssen, ins Leere. „Vielleicht hätten wir die Zuschauer bitten sollen, dass sie ihre Autos so parken, damit die Scheinwerfer das Spielfeld beleuchten“, scherzt Kober, der als Spieler bereits einen ähnlichen Fall erlebt hat: „Gegen Osterby ist auch schon einmal ein Pokalspiel wegen Dunkelheit abgebrochen und dann wiederholt worden.“ Dass die Osdorfer auf ein Wiederholungsspiel nach einem Abbruch spekuliert haben, dementierte Kober nicht. Ein Verlegungswunsch der Osdorfer vier Tage vor dem Anpfiff wegen personeller Probleme blieb unerfüllt, weil die Büdelsdorfer am angesetzten Termin spielen wollten. Jacobi hatte den Vereinen bei der Terminfindung freie Hand gelassen. Eine Einigung konnte der Kreis- und der Landesligist nicht erzielen. Zu einer Neuansetzung wird es nicht kommen. „Das Spiel wird definitiv nicht neu angesetzt“, sagt Jacobi. Der BTSV steht somit nach dem TuS Jevenstedt als zweiter Halbfinalist fest und trifft in der Vorschlussrunde auf den Sieger der Partie MTSV Hohenwestedt und Eckernförder SV.

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