Eckernförde UF mit starker Leistung beim Gothia-Cup

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28. Juli 2012, 03:59 Uhr

Göteburg | "Allein das Spiel gegen die Franzosen waren die über 600 Kilometer Anreise wert", sagt Matthias Gauglitz, Trainer der U13-Fußballer von Eckernförde UF, die in Schweden beim Gothia-Cup teilnahmen.

Auf dem Papier waren die Eckernförder gegen ACBB Paris, französischer Jugendmeister und mit dem 99er-Jahrgang letztjähriger Gothia-Cup-Gewinner, klarer Außenseiter. Doch den Eckernfördern gelang die Überraschung. "Die Jungs haben clever gespielt und bis zum Umfallen gekämpft und letztlich auch verdient gewonnen", so Gauglitz nach dem 4:3-Sieg seiner Schützlinge.

Die Eckernförder waren beim Gothia-Cup in Göteburg eine von insgesamt 1625 Mannschaften, die aus 80 Nationen angereist waren. Bei der Eröffnungsfeier des größten Jugendturniers der Welt, kamen 50 000 Zuschauer. Die Eckernförder spielten in der Klasse "Boys 13" in der insgesamt 124 Mannschaften gemeldet waren. In der Vorrunde waren die Eckernförder kaum zu stoppen. Die Schweden von Onsala BK wurden mit 4:0, die SG Leetzen aus Deutschland mit 2:0 und die Engländer aus South Dartmoor gar mit 15:0 besiegt. Als Gruppenerster zog Eckernförde UF in die K.O.-Runde ein.

Dort warteten als erstes die Schweizer vom Team Obwalden aus der Nähe von Luzern. Aber auch die Eidgenossen konnten die Eckernförder nicht gefährden und verloren nach tapferer Gegenwehr die zwei mal 25 Minuten mit 0:4. Danach sollte es gegen den letztjährigen 99er-Jahrgangssieger gehen, den ACBB Paris. "Wir hatten uns am Vortag die Franzosen angeschaut. Sie waren körperlich unheimlich stark, die Spitzen waren sehr schnell und im Abwehrzentrum stand ein Baum von einem Verteidiger. Unser Ziel war es über die Außen das Spiel aufzureißen und so zum Erfolg zu gelangen", erinnern sich die beiden UF-Trainer Jens Molt und Carsten Massau. Schnell ging EUF durch Yannick Meister mit 1:0 in Führung, aber die Franzosen schlugen noch in der ersten Hälfte zurück. Mit 1:2 ging es in die Pause. Was dann kam war nichts für schwache Nerven. Das galt auch für die nicht mitgereisten Eltern, denn die Ergebnisse wurden live im Internet angezeigt und die Tore wurden mit Torschützen per SMS durch den Veranstalter sofort an die zu Hause gebliebenen übertragen.

Die zweite Halbzeit wurde zum Spiel von Marek Kumstel. Aus dem Mittelfeld wurde er mehrfach hervorragend in Szene gesetzt, so dass er die französischen Abwehrspieler überlaufen konnte und UF mit seinen drei Toren 4:2 in Führung brachte. Der Anschlußtreffer zum 3:4 für die Franzosen bedeutete nur noch Ergebniskosmetik.

Noch am selben Tag wurde der UF-Siegeszug dann beendet. Gegen die Argentinier von CEF 18 Tucuman lag UF schon nach zehn Minuten mit 0:4 zurück - am Ende hieß es 0:6 gegen den späteren Sieger. Für die Eckernförder war es aber natürlich ein erfolgreiches Turnier mit einem besonderen Sieg gegen die Franzosen aus Paris.

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