Segeln : Durst trifft richtige Entscheidung

Sönke Durst (v.) mit Crew hat das restliche Teilnehmerfeld an der Bahnmarke unter Kontrolle.
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Sönke Durst (v.) mit Crew hat das restliche Teilnehmerfeld an der Bahnmarke unter Kontrolle.

Bei der Jubiläumsveranstaltung der Eck-Days setzt sich Sönke Durst nach drei Wettfahrten durch. Nebel am Sonntag verhindert weitere Wettfahrten.

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17. Mai 2018, 06:00 Uhr

Eckernförde | Mehr als 75 Jahre erfreut sich die legendäre Folkebootklasse international großer Beliebtheit und ist aufgrund außergewöhnlicher Seetüchtigkeit nicht nur bei Fahrtenseg-lern, sondern auch unter Regattaseglern sehr beliebt. So auch am vergangenen Wo-chenende, als sich die traditionellen Eck-Days des Segelclub Eckernförde (SCE) zum 50. Mal jährten. Waren für das Jubiläum 50 teilnehmende Boote angepeilt, hat sich diese Hoffnung mit nur 20 Teilnehmern nicht ganz erfüllt, auch wenn sich Organisator Arne Brach vom SCE viel Mühe gab, befreunde Clubs und die Klassenvereinigung besonders ansprach und die Werbetrommel bis zuletzt rührte. Bedauerlicherweise gingen auch aus den eigenen SCE-Reihen nur drei Boote an den Start.

Gab es am Sonnabend zum „Aufwärmen“ für den ersten Start zunächst Wind um Stärke zwei aus Nordost, stand die Entscheidung, ob unter Land oder eher über die freie See zur Luvmarke zu kreuzen bei 50:50. Für Sönke Durst vom Laboer Regatta-Verein war der Kurs unter Land jedenfalls die richtige Entscheidung. Er setzte sich souverän vom Feld ab. Zwei Up-and-Down-Kurse Pro Wettfahrt boten den Teil-nehmern dabei genügend Spielraum, ihre Taktik anzupassen.


Positionskämpfe an der Bahnmarke

Frischer war der Wind dann zur zweiten Wettfahrt, der den Teilnehmern optimale Möglichkeiten bot, das Maximum aus den Booten heraus zu kitzeln. Recht gleichmäßiges Niveau unter den Teilnehmern sorgte dann dafür, dass sich an den Bahnmarken fast alle wieder trafen und um jeden Meter kämpften. Knapp waren die Zeitdifferenzen zwischen dem Ersten und Letzten bei Ziellinienüberschreitung in den einzelnen Wettfahrten. In der ersten Wettfahrt waren es nur elf, in der zweiten nur knapp sechs, sowie in der dritten exakt zehn Minuten.

Dicht gefolgt von Andreas Blank (Seglerhaus am Wannsee) konnte Durst die beiden ersten Wettfahrten für sich entscheiden. Nachlassender Wind zum dritten Rennen bei moderater Welle machte dann viel Bootsgefühl erforderlich, um sich nicht in jeder Welle fest zu stampfen. Am besten kam damit offensichtlich der Kieler Walther Furthmann klar, der Durst auf den zweiten Platz verwies. Pech hatte in der dritten Wettfahrt Ulf Kipcke mit seiner „Ylva“, wegen eines Defekts der Großschoteinrichtung musste er im Laufe des Rennens aufgeben.

Die für die Ranglistenwertung erforderliche vierte und fünfte Wettfahrt verhinderte am Sonntagmorgen dichter Nebel. Die Entscheidung, keine Miniwettfahrt im Sichtbereich des Hafens durchzuführen, wurde durch die Teilnehmer begrüßt, wäre das unter fairen und stabilen Bedingungen eingefahrene Vortagesergebnis dadurch nur verfälscht worden.

Da die Veranstaltung auch gleichzeitig als Schleswig-Holsteinische Landesmeisterschaft gewertet wurde, erhielten die Gewinner der ersten drei Plätze aus der Hand des stellvertretenden Vorsitzenden (Leistungssport) vom Seglerverband SH, Volker Scheel, die damit verbundenen Wanderpreise. Ebenfalls mit einem Wanderpreis wurde als bestes Boot des SCE die Crew Arne Brach mit Christoph Huber und Andreas Gramm, beide vom Konstanzer Yachtclub, prämiert.

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