Handball-Kreisoberliga : „Die Rückserie wird besser“

Steffen Augspach glaubt als Spielertrainer des Gettorfer TV an eine besserer Rückserie.
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Steffen Augspach glaubt als Spielertrainer des Gettorfer TV an eine besserer Rückserie.

GTV-Spielertrainer Steffen Augspach glaubt an eine Leistungssteigerung und hofft auf die jungen Spieler.

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02. Januar 2018, 06:00 Uhr

In der Handball-Kreisoberliga Förde spielt der Gettorfer TV auch in dieser Saison wieder gegen den Abstieg. Zum Jahresende trat zudem Trainer Jan Strunk zurück und Steffen Augspach hat das Traineramt übernommen. Im Interview spricht er über die Entwicklung der Mannschaft, warum sich Vergleiche mit den aufstrebenden Fußballern des Gettorfer SC verbieten und warum es so schwierig ist, einen Trainer zu finden.

Herr Augspach, nach dem Rücktritt von Jan Strunk haben Sie das Amt als Spielertrainer übernommen. Ist das eine langfristige Lösung?

Steffen Augspach: Nein, es war aus der Not heraus. Allerdings hatten wir mit Jan Strunk eine Vereinbarung, dass er donnerstags das Training leitet und ich am Dienstag. Somit lag die Lösung, dass ich erst einmal übernehme, sehr nahe. Ich habe das der Mannschaft angeboten.

Sucht der GTV denn nach einem neuen Coach?

Nein. Wir suchen noch nicht nach einem neuen Trainer.

Warum kam es zur Trennung zwischen dem GTV und Jan Strunk?

Grundsätzlich haben wir mit Jan Strunk gute Erfahrungen gemacht, und er ist für die jungen Spieler ideal, weil sie viel lernen können. Wir haben uns aber ausdrücklich im Guten getrennt. Er war mit der Beteiligung beim Training nicht zufrieden, außerdem war diese nicht so, wie vor der Saison besprochen.

Mit Ihnen ist nun der dritte Spieler zum Trainer geworden. Vorher auch Sven Stolze und Timo Carstensen. Warum ist es so schwer, externe Trainer zum GTV zu holen?

Es ist nicht so, dass man sich die Trainer aussuchen kann. Vielleicht ist das für alle externen Trainer so furchtbare Backeverbot in Gettorf so abschreckend.

Die Fußballer vom Gettorfer SC haben eine enorme Entwicklung durchgemacht und sind in den vergangenen Jahren von der Kreisliga in die zweithöchste Spielklasse des Landes aufgestiegen. Wieso profitieren die Handballer nicht von der wachsenden Gemeinde Gettorf?

Gettorf wächst, aber der Handball hat meiner Meinung nach ein generelles und großes strukturelles Problem. Das sieht man ja auch an der Zahl der Spielgemeinschaften und an den wenigen Mannschaften im Jugendbereich. Es wird einfach weniger Handball gespielt.

Wieso hinkt der Vergleich zwischen Handballern und Fußballern in der selben Stadt?

Rechnerisch spielen wir ja nur eine Liga unter dem Gettorfer SC. Bei der Unterstützung durch das Umfeld liegen aber Welten dazwischen. Und natürlich hat der GSC offensichtlich einen langfristigen Plan für die Liga-Mannschaft, was ja mit der tollen neuen Sportanlage auch Sinn macht.

Zurück zum GTV: Hatte sich die Mannschaft vor der Saison nicht etwas mehr ausgerechnet als erneuten Abstiegskampf?

Ja, das ist so. Wir hatten vor der Saison intern andere Ziele formuliert, aber die Liga ist ungebrochen stark: Mettenhof und Suchsdorf Punkten regelmäßig. Ich bin aber davon überzeugt, dass fast jeder jeden schlagen kann. Mit Ausnahme des THW Kiel III.

Was ist denn das Problem des Gettorfer TV?

Bei uns ist es so, dass die Leistungsträger immer älter werden. Wir haben aber gute und junge Spieler, die wir aber jetzt schnell an das gute Niveau in der Kreisoberliga gewöhnen müssen. Wichtig wäre es, wenn die Truppe zusammen bleibt und gut trainiert. Mehr machen die anderen Teams auch nicht. Das Potenzial ist definitiv da.

Um die Youngster an das Niveau heranzuführen wäre eine gute Trainingsbeteiligung von Vorteilen, aber genau daran soll es ja teilweise mangeln.

Das stimmt zwar, hatte aber auch seine Gründe, denn wir haben leider auch wieder drei Langzeitverletzte zu beklagen. Gerrit Herforth und Jonathan Wiskandt sind zum Beispiel extrem zuverlässig und gehören zu den Leistungsträgern. Sie fehlten eben auch im Training. Ich hoffe, dass beide in der Rückrunde eingreifen können.

Ist mit dem Gettorfer TV im Herrenbereich überhaupt nochmal mehr möglich, als Abstiegskampf in der Kreisoberliga?

Das ist schwer zu beantworten. Wir schauen wie wir dieses Jahr abschneiden. Wir werden in der Rückserie definitiv mehr punkten als zuletzt. Da bin ich mir ganz sicher!

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